10
Jun
Autor: Tierblogger - Kategorie: Tier des Monats. 0 Kommentare
Der Maulwurf ist nicht gerade ein gern gesehener Gast in unseren Gärten, wenn man von “Sehen” überhaupt sprechen kann. Er lässt sich nämlich nicht sehen und der Tierfreund kann ihn nicht beobachten. Er ist Nacht aktiv und hinterlässt auf Rasen und Beeten seine kleinen, wohl bekannten Erdhügel. Der Maulwurf lebt in unterirdischen Gängen und Höhlen und verlässt sie nur bei großer Trockenheit und wenn im Erdreich keine Nahrung zu finden ist. Seine Nahrung sind wirbellose Tiere wie Regenwürmer oder Insektenlarven, Schnecken und Asseln. Das kleine Säugetier hat ein schwarzes, seidiges Fell und selten gibt es Albinos, die ein gelbliches Fell aufweisen. Im April bis Mai bringt das ca. 100 Gramm schwere Weibchen in ihrem unterirdischen, mit Gras und Blättern aus gepolsterten Nest, 2 bis 7 Junge zur Welt. Diese sind schon nach 5 Wochen erwachsen und selbständig. Maulwürfe graben mit ihren schaufelartigen Vorderbeinen in einem immer gleich bleibenden Rhythmus von ca. 3 bis 4 Stunden.

Dazwischen werden Ruhepausen eingelegt, oder die schon fertigen Gänge werden inspiziert. Man hat festgestellt, dass er das 20fache seines Körpergewichts hochstemmen kann. Die kleine spitze Schnauze des Maulwurfs ist sehr empfindlich und mit einem hochsensiblen Geruchs-und Tastsinn ausgestattet. 44 Zähnchen befinden sich im Kiefer. Seine kleinen Augen sitzen verborgen im Fell und haben erstaunlicherweise nur eine einzige zellenförmige Linse. Die Tiere sind nicht, wie oft irrtümlich angenommen, blind. Der Maulwurf hält auch interessanterweise keinen Winterschlaf und steht streng unter Naturschutz.
11
Mai
Autor: Tierblogger - Kategorie: Affen. 0 Kommentare
Jetzt ist es amtlich, wenn der Bonobo-Affe mit dem Kopf schüttelt, dann signalisiert das seinen Artgenossen ein „Nein“. Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Freie Universität Berlin und der britischen Universität Portsmouth haben in einer Studie jetzt nachgewiesen, dass Bonobo-Mütter ihre Jungen mit einem Kopfschütteln zurechtweisen. Laut einem Bericht in der Fachzeischrift „Primates“ habe zum Beispiel ein Jungtier mit einem Stück Gemüse gespielt. Das missfiel der Mutter offensichtlich, worauf sie dem Jungen in die Augen sah und deutlich mit den Kopf schüttelte.

Die Wissenschaftler haben für diese Studie die Affen in deutschen und belgischen Zoos beobachtet und festgestellt, dass Bonobos offensichtlich toleranter und kooperativer sind als andere Menschenaffen. Diese Tiere hätten ein ausgeklügeltes Sozialsystem, das deutlich weniger Hierarchien aufwiese, als das bei anderen Primaten üblich sei, so die Wissenschaftler. Zudem verständigen sich Bonobos wesentlich vielfältiger untereinander als andere Menschenaffen.
Derartige Gesten, wie das Kopfschütteln als „Nein“ seien bislang nur bei Schimpansen beobachtet worden, so die Forscher abschließend.
Bonobos leben in den tropischen Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo (Afrika). Auch wenn sie Zwergschimpansen genannt werden, sind sie annähernd so groß wie der Gemeine Schimpanse. Sie unterscheiden sich jedoch durch ihr friedlicheres Verhalten und die zierlichere Statur von ihren Verwandten.
1
Mai
Autor: Tierblogger - Kategorie: Vögel. 1 Kommentar
Am 08.04.2010 wurde am späten Nachmittag von zwei Frauen ein kleiner unberingter Wellensittichhahn beim Tierheim Wolfenbuettel (südlich von Braunschweig) abgegeben. Er wurde in einem Waldstück nahe einer Autobahnzufahrt neben anderen bereits verendeten Wellensittichen gefunden. Dem Wellensittich wurden seine Flügel abgedreht, die Schwanzfedern herausgerissen und teile des Gefieders mit einem Feuerzeug verbrannt. Eine Pflegerin des Tierheims nahm sich dem sehr hungrigen und verängstigen Tier an. Die offenen Wunden wurden beim Tierarzt fachmännisch versorgt.
Be
reits nach wenigen Tagen legte der Wellensittich seine panische Angst zumindest gegenüber den zwei Kindern der Pflegerin ab und lies sich kraulen und futterte gemeinsam mit ihnen Salatgurke. Der Wellensittich erhielt den Namen “Pixel” und soll in dieser Familie verbleiben, wo später noch ein weiterer Wellensittich mit einziehen soll.
Der quirlige Pixel ist trotz der schlechten Erfahrung die er mit Menschen gemacht hat, außergewöhnlich zahm, so dass davon ausgegangen werden kann, dass ein Vorbesitzer ihn doch mal sehr lieb gehabt haben muss. Sein Voliere wurde behindertengerecht ausgestattet, so dass ihm zukünftig an nichts mehr fehlen wird.
Das Tierheim Wolfenbuettel bittet um Hinweise, welche zur Aufklärung dieser Tierquälerei beitragen können. Da auch die bereits verendeten Wellensittiche unberingt waren, ist davon auszugehen, dass die Wellensittiche von einer unerlaubten privaten Vermehrung stammen und von nachfolgenden Besitzern auf solch grausame Weise entledigt wurden.
17
Apr
Autor: Tierblogger - Kategorie: Wildtiere. 0 Kommentare
Seit Tagen ist der blaue Storch aus dem Briesen Ortsteil Biegen in Brandenburg nun Gesprächsthema. Aber seit Donnerstag ist er nicht mehr alleine in seinem Nest. Eine Storchendame, die ganz normal schwarz-weiß gemustert ist, hat sich zu ihm gesellt. Erste Paarungsversuche soll es auch schon gegeben haben.Man darf gespannt sein auf den ersten Nachwuchs. Sie lässt sich nicht abschrecken von der merkwürdigen Farbe ihres Gefährten. Weiterhin unbekannt ist der Grund für die blaue Färbung des Gefieders. Auch Storchenexperten können nur Vermutungen anstellen. Vielleicht ist er auf seiner langen Reise in ein blau gefärbtes Gewässer geraten, möglich ist aber auch, dass ein Paintball-Spieler den Storch mit blauer Farbe angeschossen hat.Egal, ob es ein Anschlag oder Versehen war,das Wichtigste ist , dass die Färbung nicht giftig ist und das Tier dadurch gefährdet sein könnte.Bisher ist es aber noch niemandem gelungen, eine Feder des Storches aus dem Nest zu holen, um diese zu analysieren. Nachdem die Existenz des blauen Storches bekannt wurde, ist das kleine brandenburgische Dorf nun Anziehungspunkt für viele Schaulustige, die teilweise auch von weither anreisen, nur um einen Blick auf den berühmten Storch zu werfen. Das wird auch weiterhin anhalten, denn das hübsche Pärchen ist ein zu schöner Anblick! Also, wer noch nichts vorhat am Wochenende, ein Ausflug ins brandenburgische Biegen lohnt allemal.
2
Apr
Autor: Tierblogger - Kategorie: Haie. 0 Kommentare
Neue Studien, die sich mit dem Wanderverhalten von Weißen Haien beschäftigen, haben nun gezeigt, dass die gefährlichen Meeresbewohner bis zu 1200 Meter tief tauchen. Derartige Tiefen waren bis dahin noch nie bei dieser Spezies gemessen worden. Diese bisher ungeahnten Tiefseetauchgänge stehen nun im Zusammenhang mit dem Wanderverhalten der Haie.
Zu diesen Erkenntnissen kamen neuseeländische Forscher, nachdem sie in einer Testreihe mit 25 Weißen Haien, die zuvor mit modernen Sendern ausgestattet wurden, über Monate die Tiere beobachteten und die von dem Sender übermittelten Daten erfassten und auswerteten.
Von den Sendern, die sich nach maximal neun Monaten von selbst von den Meeresräubern lösen, wurden täglich über Satellit die genaue Tiefe, die Wassertemperatur sowie der exakte Aufenthaltsort der Tiere an die Forscher übermittelt.
So konnten die Wissenschaftler unter Anderem zu der Erkenntnis kommen, dass die Tiere von der neuseeländischen Küste aus teilweise Entfernungen von über 3000 Kilometern zurücklegten, um in wärmere Gebiete zu gelangen. Erstaunlich, da man vor Beginn dieser Studie dachte, dass Haie sich eher im kälteren Gewässer heimisch fühlen.
Den Testhaien wurde es demnach in den Sommermonaten vor Neuseeland zu kühl und sie bevorzugten wärmere Gebiete wie Hawaii.
Die durch diese Studie gewonnenen Erkenntnisse sind wichtig für die weitere Forschung auf diesem Gebiet. Da man schon länger herausgefunden hat, dass Haie nicht durchweg Einzelgänger sind, sondern sich auf ihren Reisen in Gruppen zusammentreffen, könnten diese neuen Ansätze wichtige Informationen zur Paarung dieser Meereslebewesen führen, die mittlerweile zu einer aussterbenden Art gehören.
26
Mrz
Autor: Tierblogger - Kategorie: Wildtiere. 0 Kommentare
Die Menschheit sucht seit Jahrtausenden nach dem ewigen Jungbrunnen. Wir haben Angst vor dem Älterwerden. Wir wissen, dass unsere Zeit unaufhaltsam abläuft und wir müssen machtlos mit ansehen wie der schleichende Prozess des Alterns nach und nach einsetzt und fortschreitet. Doch ausgerechnet eine scheinbar äußerst simple Lebensform soll in der Lage sein, sich selbst zu verjüngen. Was Generationen von Wissenschaftlern und Forschen nicht gelungen ist, liegt angeblich in der Natur einer im Mittelmeer angesiedelten Quallenart, der Turritopsis Nutricula.
Dieses mysteriöse, nur fünf Millimeter große Lebewesen hat die unfassbare Gabe, seine Zellen nahezu beliebig zu regenerieren. Die vorhandenen spezialisierten Nerven- und Nesselzellen verlieren bei der Wiederherstellung ihre Funktion und können nach dem Auffrischungsvorgang neu ausgebildet werden. Wisschenschaftler versuchen den genetischen Code der Qualle zu entschlüsseln, um die Informationen auf die menschliche Medizin zu übertragen. Dies ist jedoch bisher nicht gelungen. Der tropische Planktonfresser hat einen Lebenszyklus, den er beliebig lange erweitern kann, sofern er nicht gefährlichen Fressfeinden zum Opfer fällt.
Die glockenförmige Qualle, die 1857 von McCrady entdeckt wurde, kann zwischen acht und achtzig Tentakel ausbilden. An den Enden der Tentakel befinden sich sogenannte Ocelli, die Sehorgane dieser besonderen Geschöpfe.
Ob die Menschheit in der Lage sein wird, sich die lang ersehnte Besonderheit dieser Wesen zunutze zu machen, steht noch in den Sternen. Allerdings besteht die Tatsache, dass es immer noch ungelöste Wunder in dieser Welt gibt, die unseren Willen am Leben halten.
20
Mrz
Autor: Tierblogger - Kategorie: Wale. 0 Kommentare
Immer mehr Forscher warnen vor den vielen Gefahren der neu gebauten Offshore-Windparks für die riesigen Unterwassersäuger. Die Wale sind äußerst empfindliche Tiere mit einem sehr sensiblen Gehör mit dem sie sich auch über hunderte Kilometer durch ihre tiefen Rufe verständigen können. Doch das Meer wird immer mehr durch lauten Baulärm gestört und somit ist eine präzise Kommunikation der Wale durch Echoortung nicht mehr möglich. Schon seit Jahren werden die Wale durch ein ständiges “Brummen” begleitet, welches durch die lauten Motoren der vielen Schiffen auf hoher See verursacht wird.
Der Unterwasserforscher Benke warnt besorgt:
“Wale, deren Gehör durch Lärm gestört oder dauerhaft geschädigt wird, sind zum Tode verurteilt, weil sie sich nicht mehr orientieren können.”
Es kommt immer wieder zu Massenstrandungen die mit dem qualvollen Tod viele Tiere enden, z.B. Ende 2008 als an der tasmanischen Küste 150 Wale strandeten, weil sie durch zu viele Geräusche die Orientierung verloren hatten. Deshalb fordern immer mehr Tierschützer Maßnahmen zur Lärmminderung unter Wasser, darunter auch die Europäische Gemeinschaft für Walforschung. Dies ist eine dringende Notwendigkeit, denn 2009 sind bereits wieder 200 Offshore-Turbinen ans Netz gegangen und somit steigt der Lärmpegel im Meer im weiter an. Doch die Industrie bleibt nicht völlig untätig und forscht an neuen “walfreundlichen” Methoden, z.B. Druckluftschläuche die wie eine Schallbarriere wirken und somit die Wale nicht weiter stören.
13
Mrz
Autor: Tierblogger - Kategorie: Wildtiere. 2 Kommentare
Die Farbe wechseln, um sich der Umgebung anzupassen. Das ist wohl die bekannteste Fähigkeit der Chamäleons, doch auch die Zunge hat es in sich. Die Zunge besteht aus elastischem Bindegewebe und liegt im Ruhezustand um das Zungenbein, doch sobald Beute in Sicht ist wird es mit beiden Augen fixiert, anvisiert und die Zunge schnallt im Bruchteil einer Sekunde heraus und dehnt sich dabei in 0,07 Sekunden, bis auf die doppelte Körperlänge aus. Forscher haben herausgefunden das dieser „Züngel-Trick“ auch bei größerer Kälte funktioniert, der Grund dafür ist das elastische Bindegewebe der Zunge. Dies verschafft ihnen einen großen Vorteil bei der Jagd nach ihrer Beute, denn wechselwarme Tiere fahren ihre Kräfte bei tieferen Temperaturen herunter. Doch auch die Chamäleons müssen einen Tribut zollen, denn um die Zunge mit der Beute wieder in ihr Maul zurück zu ziehen, müssen sie viel mehr Muskelkraft aufbringen als für das Ausfahren, daher dauert dieser Schritt bei niedrigeren Temperaturen deutlich länger. Heuschrecken, Insekten und auch größere Tiere müssen sich nun sehr in Acht nehmen, da die Chamäleons sich nicht nur tarnen können, sondern auch bei Kälte auf die Jagd gehen können und eine schnelle Zunge haben, außerdem sind sie gute Kletterer.

6
Mrz
Autor: Tierblogger - Kategorie: Schildkröten, Tier des Monats. 0 Kommentare
Die Griechische Landschildkröte ( Testudo hermanni) ist eine von drei Landschildkrötenarten, die im europäischen Teil des Mittelmeerraumes beheimatet ist. Sie ist von Spanien, über Südfrankreich, Italien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien bis in den europäischen Teil der Türkei verbreitet.
Sie können ähnlich dem Menschen ein sehr hohes Alter erreichen. Die Griechische Landschildkröte gehört zu den kleinen, bis mittelgrossen Schildkrötenarten. Sie erreicht eine Grösse von etwa 20 Zentimetern. Sie hat einen starren Bauchpanzer. Der Rückenpanzer ist mässig stark gewölbt. Sie gehört zur Gattung der Testudo, so wurden sie 1758 von Carl von Linné bezeichnet. Griechische Landschildkröten sind tagaktive Reptilien, die sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernähren und auf die Zufuhr von Sonnenenergie angewiesen sind.
Da sie zu den wechselwarmen Tieren gehören, können sie ihre Körperwärme nicht selber erzeugen. Sie müssen selber dafür sorgen, dass sie genug Wärmezufuhr bekommen, indem sie von schattigen, zu sonnigen Plätzen wechseln. Auf ihren Wanderungen zur Futtersuche legen Schildkröten täglich etwa Entfernungen von 80 bis 400 Metern zurück. Sie besiedeln fast alle Vegetationsformen im Mittelmeerraum bis in eine Höhe von etwa 1500 Metern. Sie nutzen teilweise Reviere von bis zu 1,8 Hektar und mehr. Griechische Lanschilkröten fallen im Regelfall in der freien Natur in eine Winterstarre, die von November, bis März oder April andauern kann.
1
Mrz
Autor: Tierblogger - Kategorie: Hühner. 1 Kommentar
Ein positiver Trend zeichnet sich bei der kommerziellen Hühnerhaltung ab: Seit dem Verbot der Käfighaltung, das am 1. Januar 2009 in Kraft trat, ist die Zahl der Hühner in Legebatterien drastisch gesunken. Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, verringerte sich die Zahl der Hühner in konventioneller Käfighaltung bis Dezember 2009 um 60 Prozent auf 7,5 Millionen. Im Gegenzug stieg die Zahl der in Bodenhaltung lebenden Legehennen im Vergleich zum Vorjahr um 85 Prozent an. Ein leichter Rückgang von 1,5 Prozent war bei der Freilandhaltung zu verzeichnen.
Der Stempel auf dem Ei verrät dem Verbraucher, aus welcher Haltung es stammt. Eine „0“ weist auf ökologische Produktion hin. Bei einer „1“ wurde das Ei von einer Henne in Freilandhaltung gelegt. Eine „2“ steht für Bodenhaltung. Bei einer „3“, die der Verbraucher jedoch immer seltener auf einem Ei zu sehen bekommt, wurde die Henne im Käfig gehalten.
Aber auch wenn die klassischen Legebatterien mittlerweile verboten sind, gibt es für Tierschützer trotzdem weiterhin Anlass zur Kritik. Die Kleingruppenhaltung, bei der die Hühner etwas mehr Fläche, Sitzstangen, Legenester und Einstreu vorfinden, bleibt weiterhin erlaubt. Zudem wird nur etwa jedes zweite Ei, was hierzulande gekauft wird, auch in Deutschland produziert.
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