Tollwut bei Hund in der Pfalz nachgewiesen: Erster Fall seit 2008 🐕🦺⚠️
Stand: Februar 2026 – In Hochdorf-Assenheim (Rhein-Pfalz-Kreis) wurde bei einem Hund das Tollwut-Virus nachgewiesen. 🧪 Das ist tatsächlich der erste bestätigte Fall bei einem Landtier in Deutschland seit Jahren und genau deshalb berichten gerade viele Medien darüber.
Aber bevor jetzt jemand den Impfpass seines Vierbeiners sucht oder panisch den nächsten Spaziergang absagt: Die Situation ist sehr klar eingrenzbar und das Risiko für Mensch und Tier in Deutschland bleibt extrem gering. Hier die wichtigsten Fakten, ruhig, sachlich und ein bisschen wissenschaftlich erklärt. 🧠
Was genau ist passiert? Die Fakten auf einen Blick 📌
- Ein Hund, der legal aus Russland importiert wurde, ist am 25. Januar 2026 verstorben.
- Nach dem Tod wurde in einer Laboruntersuchung das Tollwut-Virus (Rabies-Virus) eindeutig nachgewiesen.
- Der Hund lebte in Hochdorf-Assenheim (bei Ludwigshafen / Rhein-Pfalz-Kreis).
- Weitere Hunde aus derselben Import-Lieferung werden derzeit von den Behörden nachverfolgt und überwacht.
- Es handelt sich nicht um eine einheimische, wilde Tollwut-Übertragung (wie früher bei Füchsen), sondern um einen Import-Fall.
Wichtig zu wissen: Deutschland gilt seit 2008 als frei von terrestrischer Tollwut (also der klassischen Form bei Füchsen, Mardern, Hunden etc.). Dieser Einzelfall ändert daran nichts Grundsätzliches – er wurde von außen eingeschleppt. 🌍
Wie gefährlich ist Tollwut wirklich – und wie wird sie übertragen? 🔬
Das Rabies-Virus greift das zentrale Nervensystem an und ist – einmal ausgebrochen – leider fast immer tödlich. Das klingt dramatisch, ist es auch. Aber der Übertragungsweg ist sehr spezifisch:
🐾 Fast ausschließlich durch tiefen Biss eines infizierten Tieres (Speichel → Wunde)
🐾 Sehr selten durch Kratzer + Speichel in offene Wunden oder Schleimhäute
🐾 Kein Risiko durch normales Streicheln, Futter teilen oder Kot/Urin
In Deutschland sind seit Jahrzehnten nur noch Fledermaus-assoziierte Fälle bekannt (sehr selten und fast nie auf Menschen übertragen). Der letzte terrestrische Fall bei einem Wildtier war 2006/2007 – danach haben massive Fuchs-Impfprogramme mit Ködern die Tollwut quasi ausgerottet. 💉🦊
Was bedeutet der Fall für Hundebesitzer in der Pfalz & Umgebung? 🐶
Die gute Nachricht vorweg: Für die normale Bevölkerung und für Spaziergänger besteht praktisch kein Risiko.
Die Behörden handeln jetzt sehr konsequent und genau richtig:
- Nachverfolgung der anderen importierten Hunde
- Quarantäne- und Beobachtungsmaßnahmen
- Keine flächendeckenden Sperrgebiete oder großräumige Impfaktionen nötig (Stand jetzt)
Wer einen Hund hat, sollte ohnehin das tun, was immer sinnvoll ist:
💉 Jährliche oder dreijährliche Tollwut-Impfung (je nach Impfstoff) aktuell halten – besonders bei Reisen ins Ausland
🩺 Bei jedem ungewöhnlichen Verhalten (starke Aggression, Speichelfluss, Lähmungen) sofort zum Tierarzt
Besonnen bleiben, Tollwut ist kein regionales Comeback 🛡️
Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig strenge Import-Regeln und Kontrollen sind. Aber er ist kein Zeichen dafür, dass die Tollwut „wieder da“ ist oder sich in der Wildbahn ausbreitet. Deutschland bleibt eines der tollwutsichersten Länder der Welt. 🌿🇩🇪
Hast du Fragen zur Tollwutimpfung oder möchtest du Tipps für Reisen mit Hund in Risikogebiete? Schreib gern in die Kommentare! 💬
Quellen: Berichte der Rheinpfalz, SWR, WAHIS (Weltorganisation für Tiergesundheit), Friedrich-Loeffler-Institut. Stand Februar 2026.