Giftköderwarnung für Moers

In den letzten 14 Tagen verendeten vier Hunde in Moers nach Spaziergängen qualvoll. Der Verdacht kommt auf, dass Köder mit Rattengift versetzt wurden.

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Horst Heuken hat in diesen Tagen eine Menge zu tun. Mit dem Rad und seinem Drahthaar „Zackelboy” macht der Jagdaufseher seine Runden im Lauersforter Forst. Seit zwei Wochen umtreibt ihn ein schlimmer Verdacht. „Ich glaube, dass hier im Wald jemand giftige Köder auslegt. Jetzt fahre ich rum und warne alle Hundebesitzer, die hier spazierengehen.”

Wie zum Beispiel Angela Pawlety. Die war gestern Mittag mit „Nurse” und „Molly” hier unterwegs. Bei ihr stieß Heuken auf offene Ohren, denn Pawlety ist Tierärztin. „Wenn ich mir die Symptome anhöre, die Herr Heuken schildert, dann gehe ich davon aus, dass der Köder mit Rattengift versetzt wurde. Dafür spricht, dass die Hunde innerlich verbluten.” In Rattengift ist der Stoff Kumarin erhalten, der sorgt für Blutgerinnungen. Helfen kann in akuten Fällen oft nur eine konzentrierte Menge Vitamin K. „Aber das muss schnell passieren. Vielesehen nur, dass ihr Hund apathisch ist und können sich gar nicht vorstellen, dass er vergiftet wurde.” Angela Pawlety spricht aus Erfahrung. Auch „Molly” wurde schon mal vergiftet. Ihn konnte sie retten.

Für vier Hunde aber kommt jede Hilfe zu spät. Sie sollen in den letzten 14 Tagen an den Folgen einer Vergiftung verendet sein. „Erst denkt man ja an Zufall, aber spätestens beim dritten Hund haben bei mir die Alarmglocken geklingelt”, sagt Heuken. Er hat mit der Stadt gesprochen, die hier auf ihren Wegen Warnschilder aufstellen soll, er hat die Polizei informiert. Die nimmt den Fall ernst und bittet alle betroffenen Hundesbesitzer, sich schnell bei zu melden.


Quelle: derwesten.de

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