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Kleinster Frosch der Welt entdeckt

Fast wäre dieser Fund den deutschen und malaysischen Forschern im Kubah-Nationalpark auf Borneo unbemerkt geblieben. Doch die ausgeprägten Laute führten sie schließlich doch zu dem im schlichten braun gehaltenen kleinsten Frosch der Welt. Auch wenn es sich eher um eine Wiederentdeckung dieser Amphibienart als um eine Neuentdeckung handelt, sorgt der Fund dieses winzigen Frosches, der die Größe einer Erbse besitzt, für Furore. Die früheren Exemplare dieser Frosch-Art wurden fälschlicher Weise für Jungtiere einer anderen Spezies gehalten. Heute ist klar, dass die Winzlinge, die im Dschungelboden zwischen den gefährlichen fleischfressenden Kannenpflanzen leben, nur bis 13 Millimeter groß werden. Ihren Nachwuchs legen sie am Rand dieser Pflanze ab. In der Kannenflüssigkeit wachsen dann die kleinen Kaulquappen heran. Um sich überhaupt ein Bild des Mini-Frosches machen zu können, brachten Indraneil Das und sein Kollege Alexander Haas ihn dazu auf ein weißes Stück Stoff zu hüpfen, da er auf dem Unterholz des Dschungels so gut wie nicht zu erkennen war. Die Forscher tauften die wiederentdeckte Amphibienart in Anlehnung an die Pflanze, in der sie ihre Eier ablegen, auf den Namen Microhyla nepenthicola.

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Da die Amphibien zu den bedrohten Tierarten gehören, sind die Wissenschaftler über solch einen Fund besonders froh. Borneo ist jedoch auch für seine außergewöhnlichen Froschfunde bekannt. Es ist noch nicht allzu lange her, als ein fliegender Frosch, sowie ein Frosch ohne Lunge entdeckt worden sind.

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Tierblog jetzt auch mit Flattr-Button

Liebe Blogleser

Wie ihr sicher bemerkt habt haben wir jetzt auch den Flattr-Button versuchsweise eingebunden. Ich denke es muss nicht mehr viel über dieses Phänomen erzählt werden. Wer trotzdem noch nicht weiß was das soll kann sich im Netz kundig machen -> http://www.taz.de/6/hilfe/flattr/ oder http://www.flattr.com

Gruss
Euer Tierblog.de

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Vegetarischer Riesen-Waran gefunden

Ein internationales Forscherteam entdeckte auf der philippinischen Insel Luzòn einen bisher unbekannten Riesen-Waran.

Die Echse wird bis zu zwei Meter lang und ernährt sich vorwiegend von Früchten. Auffällig ist eine grelle schwarz und goldgelb gefleckte Rückenzeichnung. Das Erbgut des urzeitlichen Vegetariers unterscheidet sich stark von der DNA bekannter Waran-Arten.

Die Männchen besitzen einen doppelten Penis, den sie abwechselnd nutzen können. Die neu identifizierte Spezies kommt nur im nördlichen Teil der philippinischen Insel Luzòn vor, deren noch fast unerforschte Wälder sie kaum verlässt. Wahrscheinlich ein Grund dafür, dass sie bis jetzt noch nicht entdeckt wurde.

Der trotz seiner leuchtenden Färbung unauffällig und zurückgezogen lebende Waran hält sich hauptsächlich auf Bäumen auf . So reduziert er die Anzahl seiner Fressfeinde, zu denen auch die Ureinwohner der Insel gehören. Ihnen dürfte die maximal 10 Kilo schwere Echse bereits länger bekannt sein, gehört sie doch auf Grund ihres Geschmacks zu ihren begehrteren Beutetieren.

Der optisch ungewöhnliche Waran erhielt von den Forschern den Namen Varanus bitatawa. Da sein Lebensraum stark begrenzt ist, fürchten Forscher, die Echse könne, kaum entdeckt, aussterben.

Große unbekannte Tierarten werden heute leider nur noch sehr selten entdeckt. So ist der auffällig gefärbte, scheue Vegetarier eine „beispiellose Überraschung“ und verdienter Lohn langer mühseliger Forschungsarbeiten.

Tierische Hitzestrategien

Der Mensch hat es leicht. Ist es ihm zu heiß, so trinkt er einfach ein kalte Cola, nimmt ein kaltes Bad, oder geht ins Freibad. Außerdem hat ihm die Natur ein ausgeklügeltes Kühlungssystem geschenkt: Er schwitzt.

Doch nicht nur Menschen leiden an der bedrückenden Hitze der letzten Tage, vor allem Tiere haben es oft schwer.
Hunde zum Beispiel können nicht schwitzen, und versuchen sich durch andauerndes Hecheln zu kühlen. Auch die Redewendung „schwitzen wie ein Schwein“, ist in diesem Sinne nicht korrekt. Schweine haben von Natur aus nur sehr wenige Schweißdrüsen und müssen sich somit auch auf anderem Wege vor der Hitze schützen. Daher leben sie – wann immer möglich – ihre Badeleidenschaft aus. Sie suhlen sich in Tümpeln und schützen ihre Haut durch den Schlamm gleichermaßen vor Parasiten und Sonne: Eine natürliche Sonnencreme!

Auch Katzen leiden unter der Hitze. Da auch sie nicht schwitzen können, kühlen sie sich vor allen Dingen dadurch, dass sie sich selber ihr Fell lecken. Daher sollte man ihnen immer genügend kaltes Wasser zur Verfügung stellen.

Einige Wildtiere sind besonders clever: Sie bauen sich eigene Verstecke, und müssen sich somit nicht andauernd auf die Suche nach schattigen Plätzen machen. Eichhörnchen zum Beispiel ziehen sich in ihre Kugelnester in luftiger Höhe zurück, Dachse und Füchse bleiben in ihren kühlen, unterirdischen Bauten.

Tier des Monats: Seepferdchen

Eine Besonderheit in der Tierwelt stellt wohl zweifelsfrei das Seepferdchen dar. Allein vom Aussehen, der Größe und der Lebensart, hat es sehr wenig mit einem Pferd gemein. Lediglich die Kopfform ähnelt einem Pferd.

Das Seepferdchen ist eine Fischart und lebt ausschließlich im Meer. Obwohl es bis an die hundert verschiedene Arten gibt, sind die Tiere gefährdet. Da Seepferdchen sich im Seegras mit ihrem Wickelschwanz gut verankern können, ist der Rückgang der Seegraswälder und das Überfischen an der Populationsgefährdung schuld. Seepferdchen schwimmen aufrecht im Wasser und bewegen sich mit ihrer, wie ein Propeller arbeitenden Rückenflosse fort. Ihr Körper ist mit einem Hartschalenpanzer umgeben, weshalb sie kein Freßobjekt für andere Fischarten sind.

Ihre Fortpflanzung ist sehr bemerkenswert. Bei der Paarung tanzen Männchen und Weibchen mit ihren Schwänzen umschlungen und beim hin und her wiegen preßt das Weibchen seine Eier aus einer Legeröhre in den Brutsack des Männchens. Dieser Beutel enthält innen ein weiches, stark durchblutetes und gut gefüttertes Gewebe, was einer Plazenta gleichkommt und mehr als 400 Eier aufnehmen kann. Nur die Männchen tragen die Eier aus, bis sich die Larven voll entwickelt haben und durch Reiben des Brutbeutels an Steinen und Muscheln wird die zahlreiche Nachkommenschaft nach und nach ins Wasser entlassen.

Ihr Lebensraum ist das Flachwasser an Küsten in fast allen tropischen und gemäßigten Meeren. Mit ihrer röhrenförmigen Schnauze nehmen die wenige mm bis 30 cm großen Tierchen Plankton und Kleinkrebse als Nahrung auf.

Die Ferienzeit beginnt – aber nicht für „lästige“ Haustiere

Anfang Juli beginnen die Sommerferien und jedes Jahr aufs Neue zeigt sich an Autobahnparkplätzen das gleiche Horrorszenario. An Bäumen angebundene Hunde, die verstört und halb verdurstet auf die Rückkehr ihres Besitzers warten. Der allerdings ist auf und davon und hat sich seines für ihn lästigen Problems kurz vor dem Urlaub auf höchst unmoralische Weise entledigt.

Nicht nur das ein solches Vorgehen absolut gewissenlos ist und manche ihr Tier nicht einmal anbinden, wobei es so Gefahr läuft überfahren zu werden, es ist strafbar. Auch wenn Tiere vor dem Gesetz immer noch als „Sache“ gelten, ist es laut Tierschutzgesetz verboten ein Tier auszusetzen und zieht eine gehörige Strafe nach sich.

Leider ist es sehr schwierig die Täter auf frischer Tat zu ertappen, sich das Kennzeichen des Autos zu notieren und Anzeige zu erstatten. Daher sollte man auf seinem eigenen Weg in den Urlaub an Rastplätzen die Augen und Ohren offen halten. Vielleicht dringen Winseln oder verzweifeltes Jaulen aus dem nahe liegenden Waldstück oder gar aus Mülleimern.

In jedem Fall sollte man bei Beobachtung eines verdächtigen Fahrzeuges, was ein Tier hinterlässt umgehend die Polizei informieren und wenn möglich das Tier einfangen und ins Tierheim bringen. Die Zeit sollte man sich nehmen und das grausame Verenden der Hunde und Katzen somit verhindern.

Tier des Monats: Maulwurf

Der Maulwurf ist nicht gerade ein gern gesehener Gast in unseren Gärten, wenn man von „Sehen“ überhaupt sprechen kann. Er lässt sich nämlich nicht sehen und der Tierfreund kann ihn nicht beobachten. Er ist Nacht aktiv und hinterlässt auf Rasen und Beeten seine kleinen, wohl bekannten Erdhügel. Der Maulwurf lebt in unterirdischen Gängen und Höhlen und verlässt sie nur bei großer Trockenheit und wenn im Erdreich keine Nahrung zu finden ist. Seine Nahrung sind wirbellose Tiere wie Regenwürmer oder Insektenlarven, Schnecken und Asseln. Das kleine Säugetier hat ein schwarzes, seidiges Fell und selten gibt es Albinos, die ein gelbliches Fell aufweisen. Im April bis Mai bringt das ca. 100 Gramm schwere Weibchen in ihrem unterirdischen, mit Gras und Blättern aus gepolsterten Nest, 2 bis 7 Junge zur Welt. Diese sind schon nach 5 Wochen erwachsen und selbständig. Maulwürfe graben mit ihren schaufelartigen Vorderbeinen in einem immer gleich bleibenden Rhythmus von ca. 3 bis 4 Stunden.

Dazwischen werden Ruhepausen eingelegt, oder die schon fertigen Gänge werden inspiziert. Man hat festgestellt, dass er das 20fache seines Körpergewichts hochstemmen kann. Die kleine spitze Schnauze des Maulwurfs ist sehr empfindlich und mit einem hochsensiblen Geruchs-und Tastsinn ausgestattet. 44 Zähnchen befinden sich im Kiefer. Seine kleinen Augen sitzen verborgen im Fell und haben erstaunlicherweise nur eine einzige zellenförmige Linse. Die Tiere sind nicht, wie oft irrtümlich angenommen, blind. Der Maulwurf hält auch interessanterweise keinen Winterschlaf und steht streng unter Naturschutz.

Bonobo-Menschenaffen sind uns ähnlicher, als wir denken

Jetzt ist es amtlich, wenn der Bonobo-Affe mit dem Kopf schüttelt, dann signalisiert das seinen Artgenossen ein „Nein“. Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Freie Universität Berlin und der britischen Universität Portsmouth haben in einer Studie jetzt nachgewiesen, dass Bonobo-Mütter ihre Jungen mit einem Kopfschütteln zurechtweisen. Laut einem Bericht in der Fachzeischrift „Primates“ habe zum Beispiel ein Jungtier mit einem Stück Gemüse gespielt. Das missfiel der Mutter offensichtlich, worauf sie dem Jungen in die Augen sah und deutlich mit den Kopf schüttelte.

Die Wissenschaftler haben für diese Studie die Affen in deutschen und belgischen Zoos beobachtet und festgestellt, dass Bonobos offensichtlich toleranter und kooperativer sind als andere Menschenaffen. Diese Tiere hätten ein ausgeklügeltes Sozialsystem, das deutlich weniger Hierarchien aufwiese, als das bei anderen Primaten üblich sei, so die Wissenschaftler. Zudem verständigen sich Bonobos wesentlich vielfältiger untereinander als andere Menschenaffen.
Derartige Gesten, wie das Kopfschütteln als „Nein“ seien bislang nur bei Schimpansen beobachtet worden, so die Forscher abschließend.

Bonobos leben in den tropischen Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo (Afrika). Auch wenn sie Zwergschimpansen genannt werden, sind sie annähernd so groß wie der Gemeine Schimpanse. Sie unterscheiden sich jedoch durch ihr friedlicheres Verhalten und die zierlichere Statur von ihren Verwandten.

Wellensittich Masaker in Norddeutschland

Am 08.04.2010 wurde am späten Nachmittag von zwei Frauen ein kleiner unberingter Wellensittichhahn beim Tierheim Wolfenbuettel (südlich von Braunschweig) abgegeben. Er wurde in einem Waldstück nahe einer Autobahnzufahrt neben anderen bereits verendeten Wellensittichen gefunden. Dem Wellensittich wurden seine Flügel abgedreht, die Schwanzfedern herausgerissen und teile des Gefieders mit einem Feuerzeug verbrannt. Eine Pflegerin des Tierheims nahm sich dem sehr hungrigen und verängstigen Tier an. Die offenen Wunden wurden beim Tierarzt fachmännisch versorgt.

Bereits nach wenigen Tagen legte der Wellensittich seine panische Angst zumindest gegenüber den zwei Kindern der Pflegerin ab und lies sich kraulen und futterte gemeinsam mit ihnen Salatgurke. Der Wellensittich erhielt den Namen „Pixel“ und soll in dieser Familie verbleiben, wo später noch ein weiterer Wellensittich mit einziehen soll.

Der quirlige Pixel ist trotz der schlechten Erfahrung die er mit Menschen gemacht hat, außergewöhnlich zahm, so dass davon ausgegangen werden kann, dass ein Vorbesitzer ihn doch mal sehr lieb gehabt haben muss. Sein Voliere wurde behindertengerecht ausgestattet, so dass ihm zukünftig an nichts mehr fehlen wird.

Das Tierheim Wolfenbuettel bittet um Hinweise, welche zur Aufklärung dieser Tierquälerei beitragen können. Da auch die bereits verendeten Wellensittiche unberingt waren, ist davon auszugehen, dass die Wellensittiche von einer unerlaubten privaten Vermehrung stammen und von nachfolgenden Besitzern auf solch grausame Weise entledigt wurden.

Der blaue Storch nun in weiblicher Gesellschaft

Seit Tagen ist der blaue Storch aus dem Briesen Ortsteil Biegen in Brandenburg nun Gesprächsthema. Aber seit Donnerstag ist er nicht mehr alleine in seinem Nest. Eine Storchendame, die ganz normal schwarz-weiß gemustert ist, hat sich zu ihm gesellt. Erste Paarungsversuche soll es auch schon gegeben haben.Man darf gespannt sein auf den ersten Nachwuchs. Sie lässt sich nicht abschrecken von der merkwürdigen Farbe ihres Gefährten. Weiterhin unbekannt ist der Grund für die blaue Färbung des Gefieders. Auch Storchenexperten können nur Vermutungen anstellen. Vielleicht ist er auf seiner langen Reise in ein blau gefärbtes Gewässer geraten, möglich ist aber auch, dass ein Paintball-Spieler den Storch mit blauer Farbe angeschossen hat.Egal, ob es ein Anschlag oder Versehen war,das Wichtigste ist , dass die Färbung nicht giftig ist und das Tier dadurch gefährdet sein könnte.Bisher ist es aber noch niemandem gelungen, eine Feder des Storches aus dem Nest zu holen, um diese zu analysieren. Nachdem die Existenz des blauen Storches bekannt wurde, ist das kleine brandenburgische Dorf nun Anziehungspunkt für viele Schaulustige, die teilweise auch von weither anreisen, nur um einen Blick auf den berühmten Storch zu werfen. Das wird auch weiterhin anhalten, denn das hübsche Pärchen ist ein zu schöner Anblick! Also, wer noch nichts vorhat am Wochenende, ein Ausflug ins brandenburgische Biegen lohnt allemal.