Vitamin K3 im Hundefutter

Vitamin K3 im Hundefutter – harmlos oder gefährlich?

hundefutterWer sich intensiv mit den mehr oder weniger guten Inhaltsstoffen in Trockenfutter beschäftigt, stösst früher oder später auch auf die vielen Informationen zu Vitamin K3. Wenn man das Internet danach durchsucht, wird man schnell fündig. Auf unzähligen Seiten gibt es Informationen, aber vor allem viele Diskussionen in den Tier- und Hundeforen. Sofort stolpert man in Verbindung mit diesem künstlichem Vitamin über Worte wie gefährlich, schädlich, schlecht, ja sogar krebserregend! Doch wie viel davon entspricht der Wahrheit? Nicht viel, wenn man sich mal ausführlich informiert und nicht nur auf das hört, was der ein oder andere Internetuser mal irgendwo aufgeschnappt hat.
Aber immer der Reihe nach… nicht jeder weiss worum es überhaupt geht, was Vitamin K3 überhaupt ist und wo es verwendet wird.

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Was ist Vitamin K3?

Vitamin K3 (Menadion) ist ein Zusatzstoff, der in vielen Futtermitteln für Heim- und Nutztiere verwendet wird. Es ist ein künstliches Vitamin. Im Tierfutter werden dabei Mengen von gerade mal 1-8 mg eingesetzt. Der Körper braucht Vitamin K zur Blutgerinnung.

Warum ist Vitamin K3 so in Verruf geraten?

Vitamin K3 wurde in der Humanmedizin und in Lebensmitteln in Deutschland verboten. Bei Neugeborenen (Menschen!) wurde Vitamin K3, vor dem Verbot,  zur Vorbeugung gegen Gelbsucht parenteral gespritzt! Dabei wurden etliche schädliche Nebenwirkungen ermittelt. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass dabei in ganz anderen Mengen gearbeitet wurde. Noch dazu wurde dieses Vitamin gespritzt! Das bedeutet, dass es weder im Magen-Darm-Trakt verarbeitet werden konnte, noch von der Leber verstoffwechselt werden konnte. Es landete ohne Umwege im Blut und hat somit natürlich eine ungemein höhere Wirkung, als es wenn es über das Futter (Weg über Magen, Darm und Leber) und noch dazu in geringen Mengen aufgenommen wird.

Wenn man die ganzen Diskussionen im Internet zu K3 liest, fällt schnell auf das sich fast alle auf eine einzige Quelle beziehen – ein Futtermittelhersteller…..

In vielen Foren wird meist völlig unbegründet gegen dieses Vitamin  gewettert. Kaum einer kann gute Gründe bringen. Meist wird es nur weiter erzählt, vom hören-sagen. Und das sich Ammenmärchen und Fehlinformationen im Internet rasant verbreiten ist ja schon länger bekannt.

Irgendwann kam sogar die Behauptung auf K3 sei krebserregend. Dazu gibt es jedoch keinerlei Hinweise oder wissenschaftliche Belege.

Ist K3 nun gefährlich oder harmlos?
Wie bereits im letzten Abschnitt aufgeführt, sind die Argumente gegen Vitamin K3 haltlos. Die damalige Verwendung und Wirkung ist überhaupt nicht übertragbar.

Hinzu kommen noch weitere Fakten und sogar wissenschaftliche Studien, die eindeutig beweisen das Vitamin K3 im Tierfutter keinerlei Schäden verursacht!

Es gibt viele Mineralien und Vitamine die in hohen Mengen schädlich sind. Man denke nur mal daran, was passieren würde wenn man in grossen Mengen Kochsalz NaCl konsumiert. Vitamin A und andere fettlösliche Stoffe sind wichtig in der Ernährung, aber auch diese Vitamine sind in hohen Mengen schädlich, da sie sich in der Leber anlagern und Schäden verursachen.

Wie so oft ist die Menge entscheidend!

Und da wären wir auch gleich bei einer der wissenschaftlichen Studien:

Schon vor 5 Jahren hat die Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung (AWT) versuche mit der Gabe von Vitamin K3 gemacht und dazu eine Stellungnahme gegeben. Dort heisst es:

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das essentielle Vitamin K3 im Futter für
Vögel und monogastrische Haustiere vor allem für die Blutgerinnung eingesetzt wird.
Negative Auswirkungen wurden bisher nicht festgestellt. Daher sind die in der EU und
den USA futtermittelrechtlich zugelassenen Vitamin K3 –Verbindungen sicher und
zuverlässig.

(Quelle: ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR WIRKSTOFFE IN DER TIERERNÄHRUNG e.V.: Statement zu Vitamin K3 (Menadion)

Bei verschiedenen Tieren wurden Untersuchen mit der Gabe von 1000 mg/kg Futter gemacht, ohne jede schädliche Wirkung. Im Futter werden lediglich 1-8 mg/kg verwendet.

2003 wurde am Institut für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine Dissertation vorgelegt (Prof. Dr. Kamphues), mit dem Ergebnis:

„Zweifel an der Verträglichkeit üblicher Dosierungen von Vitamin K3 im Futter müssen als absolut nicht substantiiert bewertet werden“

Auch bei einem Expertengespräch (August 2004) beim Bundesamt für Risikoeinschätzung (BfR) kam man zu dem Entschluss das Vitamin K3 keine Gefahr darstellt.

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Die Panikmache wie sie teilweise im Internet getrieben wird, ist absolut unbegründet und verunsichert viele Hundehalter zu unrecht.  Letztlich steht es jedem selbst frei, welches Futter er wählt. Jedoch sollte nicht immer alles blind geglaubt werden. Dann doch ieber selbst informieren und sich eine eigene Meinung bilden.

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Stiftung Warentest – Katzenfutter im Test

Die Stiftung Warentest hat 39 Katzenfutter (davon 28 Feucht- und 11 Trockenfutter) getestet. Preislich lagen die Produkte bei 5 Cent bis 2,77 Euro je Tagesration.

Eine erwachsene, gesunde Katze mit vier Kilogramm Körpergewicht braucht täglich nur etwa 230 Kilokalorien. Wichtig für den Stoffwechsel der Katze sind reichlich Eiweiß und Aminosäuren, Fett, wenig Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine.

Von 39 getesteten Prdokuten waren nur auf 12 die Fütterungshinweise korrekt. Alle anderen meinen es mit der täglichen Menge etwas zu gut.

Das getestete Trockenfutter ist mit einem Preis von 5 bis 31 Cent recht günstig. 7 Trockenfuttermarken wurden mit „sehr gut“ bewertet, z.B.: Schnucki (Aldi Nord), Minou (Aldi Süd) und Coshida (Lidl).

Nassfutter ist wesentlich teurer, hier kostet eine Tagesration zwischen 97 Cent und 3,23€.

3 Produkte sind laut Test nicht optimal zusammengestellt, da wichtige Mineralstoffe und Vitamine fehlen. Sie wurden mit Mangelhaft bewertet. Darunter sind „Almo Nature mit Thunfisch/ Huhn“ und „fit+fun Geflügel* (Fressnapf). Im „Rewe Ja!“ ist zuviel Vitamin A enthalten.

Alle Ergebnisse des Tests sind leider noch nicht öffentlich im Internet verfügbar. Jedoch findet man die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe.

Quelle: test.de

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Futterüberwachung per Computer: Pet Feeder

Was es nicht alles gibt. Eine Fütterungsmaschine für Tiere, welche man via Computer steuern und dabei noch kontrollieren kann ob das Tier auch gegessen hat.

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via neuerdings.com