Dumme Fliegen leben länger

fliege.jpgDie Forscher Tadeusz Kawecki und Joep Burger hätten einen „negativen Zusammenhang zwischen einer Verbesserung der Lernkapazitäten einer Fliege und ihrer Lebensdauer“ festgestellt, teilte der Fachbereich für Ökologie und Evolution der Universität Lausanne mit.

Für ihr Experiment, dessen Ergebnisse in der Zeitschrift „Evolution“ veröffentlicht wurden, teilten die Wissenschaftler eine Fliegenpopulation aus dem Raum Basel in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe lebte normal weiter. Der zweiten Gruppe brachten die Forscher bei, den Geruch einer Nahrung mit einem bestimmten Geschmack oder einen im Labor zugefügten Schock mit einem bestimmten Duft zu verbinden. Nach 30 bis 40 Generationen erhielten die Forscher Fliegen, die lernfähiger waren und ein besseres Gedächtnis hatten als ihre Vorfahren.

Die Wissenschaftler stellten jedoch fest, dass die „normalen“ Fliegen mit 80 bis 85 Tagen eine weitaus längere Lebensdauer hatten als ihrer „intelligenteren“ Artgenossen: Diese kamen durchschnittlich nur auf 50 bis 60 Tage. Die Wissenschaftler glauben, dass ein aktives Gehirn die Fliegen schneller altern lässt. „Das erklärt, weshalb bei Fliegen und den meisten anderen Tieren die neuronalen Fähigkeiten kaum ausgebildet sind.“ Angesichts der Tatsache, dass das Gehirn 20 bis 25 Prozent der Energie von Lebewesen schlucke, sei es verständlich, dass Tiere mit einem „weniger hungrigen Gehirn“ länger lebten.

Quelle: Web.de

Studie: Kinder die mit Hund aufwachsen haben vermindertes Allergierisiko

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, haben ein geringeres Allergierisiko. Dies bestätigte nun eine Längsschnittstudie über zehn Jahre mit fast 10 000 untersuchten und befragten Kindern. Die genauen Ursachen konnte das internationale Wissenschaftlerteam um Joachim Heinrich vom Helmholtz Zentrum München jedoch noch nicht erklären. Hunde bringen mehr Dreck ins Haus, erläuterte Heinrich. Dabei kämen vermehrt Bestandteile von Bakterien, sogenannte Endotoxine in die Wohnungen. Sie können bei Kontakt mit Schleimhäuten zu Fieber führen.

«Wir haben aber gefunden, dass die Endotoxine, die für den protektiven Effekt der Hundehaltung bislang verantwortlich gemacht wurden, für den Schutz vor einer Allergie bei Hundehaltung keine Rolle spielen», sagte Heinrich der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Heinrich spekuliert, dass zahlreiche andere Faktoren wie der Umgang mit Hunden im Freien, „hundefreundliche Wohnumgebungen“ oder andere bislang unbekannte Keime des Hundes zu diesen Effekten beitragen könnten. Eine abschließende Erklärung, warum die Hundehaltung das kindliche Immunsystem spezifisch gegen Allergien trainiere, bleibe offen.
«Wir haben einen sehr starken Effekt bei Hundehaltung für eine Schutzfunktion gegen Allergien festgestellt», sagte Heinrich. Eltern mit Hund müssten deshalb keine Sorgen haben, wegen eines befürchteten höheren Allergierisikos ihrer Kinder.

Es wird aber dringend davor gewarnt einen Hund zur Prävention vor Allergien anzuschaffen!

Erst im März hatten Bremer Wissenschaftler Allergikerfamilien davor gewarnt, Hunde zu halten. In solchen Familien steige für die neugeborenen Kinder das Risiko einer Erkrankung an Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen um 40 Prozent, sagte Hermann Pohlabeln vom Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin. Bei den anderen Familien senke ein Hund dagegen das Allergierisiko. Das Team hatte Mütter kurz nach der Entbindung und zwei Jahre später befragt.

Quelle: sueddeutsche.de