Windparks gefährlich für Wale

Immer mehr Forscher warnen vor den vielen Gefahren der neu gebauten Offshore-Windparks für die riesigen Unterwassersäuger. Die Wale sind äußerst empfindliche Tiere mit einem sehr sensiblen Gehör mit dem sie sich auch über hunderte Kilometer durch ihre tiefen Rufe verständigen können. Doch das Meer wird immer mehr durch lauten Baulärm gestört und somit ist eine präzise Kommunikation der Wale durch Echoortung nicht mehr möglich. Schon seit Jahren werden die Wale durch ein ständiges „Brummen“ begleitet, welches durch die lauten Motoren der vielen Schiffen auf hoher See verursacht wird.

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Der Unterwasserforscher Benke warnt besorgt:
„Wale, deren Gehör durch Lärm gestört oder dauerhaft geschädigt wird, sind zum Tode verurteilt, weil sie sich nicht mehr orientieren können.“

Es kommt immer wieder zu Massenstrandungen die mit dem qualvollen Tod viele Tiere enden, z.B. Ende 2008 als an der tasmanischen Küste 150 Wale strandeten, weil sie durch zu viele Geräusche die Orientierung verloren hatten. Deshalb fordern immer mehr Tierschützer Maßnahmen zur Lärmminderung unter Wasser, darunter auch die Europäische Gemeinschaft für Walforschung. Dies ist eine dringende Notwendigkeit, denn 2009 sind bereits wieder 200 Offshore-Turbinen ans Netz gegangen und somit steigt der Lärmpegel im Meer im weiter an. Doch die Industrie bleibt nicht völlig untätig und forscht an neuen „walfreundlichen“ Methoden, z.B. Druckluftschläuche die wie eine Schallbarriere wirken und somit die Wale nicht weiter stören.

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Buckelwal erneut vor Rügen aufgetaucht

Eine Woche nach dem ersten Auftauchen ist ein Buckelwal erneut vor der Insel Rügen gesichtet worden (am 4. August 2008). Das Meeresmueseum von Stralsund konnte das Tier durch spezifische Kratzer an der Rückenfinne wiedererkennen. Buckelwale können jedoch nicht lange in der Ostsee verbleiben da nicht genügend Nahrung vorhanden ist.

Zum ersten Mal tauchte das ca. 12 Meter lange Tier am 25. Juli ohne Vorankündigung auf. Es wurde durch Ornithologen (Vogelkundler) entdeckt. Ein paar Tage später wurde der Wal dann in Polen gesichtet. Jetzt ist er wohl wieder zurück gekehrt meint Hr. Krügel:

„Wir hoffen, dass das Tier nun den Weg aus der Ostsee herausfindet und so eine Überlebenschance hat.“

Laut Meeresmuseum leben die zwölf bis 15 Meter großen und für ihre Walgesänge bekannten Meeressäuger üblicherweise in Küstennähe in den Ozeanen. Das jetzt vor Rügen gesichtete Tier sei vermutlich in Richtung Arktis unterwegs gewesen, um sich dort eine Fettschicht anzufressen und dann zur Fortpflanzung an den Äquator zurückzukehren. Dabei sei es wohl „falsch abgebogen“.

Die Sichtung von Buckelwalen an der deutschen Ostseeküste ist ein äußerst seltenes Ereignis: Das letzte Mal wurde dort laut Meeresmuseum vor 30 Jahren ein Tier gesehen.

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Weisser Orca – Foto von seltenem Wal gelungen

Wissenschaftlich gesehen sensationelle Fotos sind der Crew eines Forschungsschiffs vor Alaska gelungen: Sie zeigen einen weißen Orca (oder Großen Schwertwal), zum letzten Mal wurde ein Tiere mit einer solchen Farbgebung 2001 in der Region gesichtet.

Die Forscher waren auf der Oscar Dyson, einem Schiff der Nationalen Ozeanographie- und Wetter-Behörde der USA, vor der Inselgruppe der Aleuten bei Alaska unterwegs, als der weiße Orca auftauchte.

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, stellten die Wissenschaftler fest, dass der Wal kein reiner Albino sein dürfte, denn bis auf eine reinweiße Stelle ist er gelb-graun. Das wird als gutes Zeichen für das Tier gewertet, denn reine Albinos hätten üblicherweise Gesundheitsprobleme und nur eine geringe Lebenserwartung, so Forscher John Durban gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

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Quelle: krone.at