Gen des Tasmanischen Tigers zum Leben erweckt

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Ein Gen des schon ausgestorbenen Tasmanischen Tigers ist in eine Maus integriert und zum Leben erweckt worden. Sie produziert mit Hilfe dieser Erbanlage nun Knorpel und Knochengewebe.Damit werde erstmals das Gen eines ausgestorbenen Tieres in einem lebenden abgelesen, berichteten Forscher im Online-Fachjournal «PLoS ONE». Die DNA-Proben isolierten die Wissenschaftler der Universitäten von Texas und Melbourne aus konservierten Tieren, die vor etwa 100 Jahren lebten.

Der letzte nachgewiesene Tasmanische Tiger (Thylacinus cynocephalus), der auch Beutelwolf oder -tiger genannt wird, starb 1936 in einem Zoo. Seitdem gab es immer wieder Hinweise auf vereinzelt doch noch in Australien lebende Exemplare, die aber nie bewiesen werden konnten. Das fleischfressende Tier ähnelte einem großen Hund und hatte Querstreifen am hinteren Teil des Körpers.

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«Da mehr und mehr Arten aussterben, verlieren wir auch immer mehr Wissen über die Funktion und das Potenzial von Genen», sagte Studienleiter Andrew Pask von der Abteilung für Zoologie der Universität Melbourne. «Bisher konnten wir nur Gensequenzen ausgestorbener Tiere untersuchen.» Die neue Studie gehe einen Schritt weiter und untersuche «eine ausgestorbene Genfunktion in einem ganzen Organismus». Dies könnte die Biomedizin voranbringen und zum besseren Verständnis der Biologie ausgestorbener Tiere beitragen.

Quelle: Welt.de
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3 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Linkvorstellung « Do Khyi Blog's Gravatar

    Autor: Linkvorstellung « Do Khyi Blog | Datum: 23. Mai 2008 um 15:52

    […] Gen des Tasmanischen Tigers zum Leben erweckt […]

  2. F. Arnst's Gravatar

    Autor: F. Arnst | Datum: 23. Mai 2008 um 16:09

    Hi,

    ausgesprochen interessanter Artikel, zumindest aus Sicht der heute möglichen, biologosch- technischen Möglichkeiten. Von Natur kann man dabei sicher kaum noch reden. Ich weiß nicht, ob man wirklich zu solchen Erkenntnissen in den Naturwissenschaftn vor Begeisterung ergriffen sein sollte – oder eher mit allergrössten Bedenken solch einer Forschung gegenüber stehen sollte. Die „tatsächlichen“ Ziele und deren späteren Auswirkungen, auch im Bereich der Ernährungswirtschaft“ kann man heute leider nicht wirklich beurteilen.

    Alles was wir bisher aus dieser „Ecke“ sahen waren Schweine mit mehr Rippen oder Gänse die so schnell wachsen, dass man mit dem Schlachten nicht hinterher kommt…

  3. F. Arnst's Gravatar

    Autor: F. Arnst | Datum: 23. Mai 2008 um 16:12

    …ach ja, die Blogroll stimmt nicht mehr und zeigt auf die alte URL des Vorgängerblog, den es durch einen Blogumzug nicht mehr gibt 🙂

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