Kleinster Frosch der Welt entdeckt

Fast wäre dieser Fund den deutschen und malaysischen Forschern im Kubah-Nationalpark auf Borneo unbemerkt geblieben. Doch die ausgeprägten Laute führten sie schließlich doch zu dem im schlichten braun gehaltenen kleinsten Frosch der Welt. Auch wenn es sich eher um eine Wiederentdeckung dieser Amphibienart als um eine Neuentdeckung handelt, sorgt der Fund dieses winzigen Frosches, der die Größe einer Erbse besitzt, für Furore. Die früheren Exemplare dieser Frosch-Art wurden fälschlicher Weise für Jungtiere einer anderen Spezies gehalten. Heute ist klar, dass die Winzlinge, die im Dschungelboden zwischen den gefährlichen fleischfressenden Kannenpflanzen leben, nur bis 13 Millimeter groß werden. Ihren Nachwuchs legen sie am Rand dieser Pflanze ab. In der Kannenflüssigkeit wachsen dann die kleinen Kaulquappen heran. Um sich überhaupt ein Bild des Mini-Frosches machen zu können, brachten Indraneil Das und sein Kollege Alexander Haas ihn dazu auf ein weißes Stück Stoff zu hüpfen, da er auf dem Unterholz des Dschungels so gut wie nicht zu erkennen war. Die Forscher tauften die wiederentdeckte Amphibienart in Anlehnung an die Pflanze, in der sie ihre Eier ablegen, auf den Namen Microhyla nepenthicola.

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Da die Amphibien zu den bedrohten Tierarten gehören, sind die Wissenschaftler über solch einen Fund besonders froh. Borneo ist jedoch auch für seine außergewöhnlichen Froschfunde bekannt. Es ist noch nicht allzu lange her, als ein fliegender Frosch, sowie ein Frosch ohne Lunge entdeckt worden sind.

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Die Hälfte alle Tierarten ist gefährdet, warnen Umweltschützer

Tierarten sind gefährdet

Am Beispiel des Laubfrosch warnen Umweltschützer über die Gefährdung von vielen Tierarten. In den 1970er Jahren gab es z.B. in Hamburg noch ganze Populationen von Laubfröschen. Inzwischen gibt es nur noch wenige Bestände.

Die laubgrünen Amphibien stehen in der Hamburger Liste der bedrohten heimischen Arten ganz oben – als „vom Aussterben bedroht“. Welche ökologische Uhr da tickt, haben jetzt Umweltschützer am „Tag des Artenschutzes“ deutlich gemacht. Gut die Hälfte aller untersuchten Tier- und Pflanzenarten sei gefährdet, heißt es beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

„Das ist nicht nur ein Problem für Hamburg, sondern für ganz Deutschland“,

sagt BUND-Naturschutzexperte Friedrich Wulf.

Bereits in Hamburg ausgestorben sind etwa Sumpfschildkröte, Feuersalamander, Wechselkröte und Rotbauchunke. Als unmittelbar vom Aussterben bedroht gelten neben dem Laubfrosch Kreuzotter und Knoblauchkröte. Insgesamt wurden 88 Prozent der Amphibienarten in Hamburg in die Gefährdungskategorien der „Roten Liste“ eingestuft.

Vögeln geht es nicht besser

Auch den Vögeln geht es kaum besser. Der Kiebitz-Bestand ging in den vergangenen 30 Jahren um 35 Prozent zurück. Jetzt erwischt es sogar den einst am weitesten verbreiteten Haussperling. Während der Spatz im Bundesdurchschnitt nach wie vor den ersten Platz in einer Rangskala der am häufigsten gezählten Vogelarten belegt, rangiert er in Hamburg auf Platz fünf. Vor zwei Jahren noch flatterte er auf Rang 3. Nabu-Chef Stephan Zirpel kommentiert den Sinkflug des Singvogels so: „Er hat es offensichtlich in Hamburg äußert schwer, sich zu behaupten, weil ausreichend Lebensraum für ihn fehlt.“

In den letzten Jahrzehnten hätten Häusersanierungen und Fassadenversiegelungen dazu geführt, dass dieser Vogel weniger Nistplätze finde. Umweltschutzorganisation wie der BUND fordern nun, dass die Bundesregierung den Artenschutz verbessert und die europäischen Naturschutzrichtlinien umsetzt.

Quelle: welt.de
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Wissenschaftler entdecken überreste eines Riesenfroschs

«Höllenfrosch» aus der Urzeit entdeckt

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Er lebte vor 70 Millionen Jahren, war 40 Zentimeter gross und brachte vier Kilo auf die Waage: Der gigantische Beelzebufo ampigna entzückt die Wissenschaftswelt.

Das ist wohl der grösste Frosch, der je auf der Erde herumhüpfte. Wissenschaftler kündigten am Montag die Entdeckung eines Riesenfroschs an, dessen Überreste in Madagaskar entdeckt wurden. Wegen seiner enormen Dimensionen wurde das Tier mit wissenschaftlichem Namen Beelzebufo ampinga «Höllenfrosch» getauft.

Der Ur-Frosch verfügte über eine Panzerung, wie David Krause von der New Yorker Stony Brook University ausführte. «Es ist denkbar, dass sich Beelzebufo von Säugetieren, Echsen und sogar von Baby-Dinosauriern ernährte», sagte der Wissenschaftler.

Mit seinen riesigen Ausmassen steckt der «Höllenfrosch» jeden bekannten Frosch in die Tasche: Er war – ohne Füsse – 41 Zentimeter lang und wog an die vier Kilogramm. Der grösste heute bekannte Frosch ist der Goliath-Frosch in Westafrika, der 32 Zentimeter misst und über 3 Kilo auf die Waage bringt.

Wie die Forscher im Artikel in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) ausführten, tauchten die ersten Frösche vor 180 Millionen Jahren auf. Vor 65 Millionen Jahren starb dann Beelzebufo ampinga mit den Dinosauriern aus. Die ersten Fragmente des Froschs seien 1993 gefunden worden und in mühseliger Kleinarbeit zusammengefügt worden.

Der «Höllenfrosch» sei mit den heutigen Hornfröschen verwandt. Da diese nur in Südamerika bekannt sind, schliessen die Forscher auf die Erdgeschichte: Der Fund gebe Hinweise auf eine späte Verbindung zwischen Madagaskar, Indien und Südamerika.

Quelle: 20Min