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Schweizer Herdenschutzhunde sollen Sachsens Schafe schützen

Im Bundesland Sachsen ist der Wolf schon seit einiger Zeit zurück gekehrt. Zur Zeit leben in dem Freistaat derzeit vier Wolfsrudel, in denen vermutlich insgesamt 12-17 erwachsene Wölfe und eine unbekannte Zahl von Welpen leben. Es besteht nun bei Schäfern wieder der Bedarf die Schafherden vor Übergriffen zu schützen. Seit Juni gab es 10 Angriffe auf Herden, dabei kam es zum Verlust von 31 Tieren.  Aber zum Glück bemüht sich das Bundesland Sachsen um ein friedliches Zusammenleben zwischen Schäfer und Wolf.

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Zum Schutz der Schafe wurden als erste Maßnahme Schutzzäune (aus Stromführenden Netzen) aufgestellt. Jedoch haben einige der Wölfe bereits gelernt über diese Zäune zu gelangen. Nun sollen Herdenschutzhunde die Schafherden vor Wölfen schützen. Wie gut das klappt, ist schon seit längerer Zeit aus der Schweiz bekannt (Wir berichteten: Einsatz von Herdenschutzhunden bringt Erfolg)

Seit letzter Woche sind in Sachsen nun 3 Herdenschutzhunde aus der Schweiz im Einsatz. Es handelt sich dabei um Hunde der Rasse Maremmano Abruzzese. Zwei Erwachsene Hunde und ein Jungtier. Die Kosten für den Einsatz übernimmt die sächsische Naturschutzverwaltung.

„Die Herdenschutzhunde aus der Schweiz sollen nicht nur die Wölfe abwehren, sondern auch eine Impulswirkung auf unsere sächsischen Schäfer ausüben. Wenn sich der Wolf erst an das Schaf als eine leichte Beute gewöhnt, dann jagt er nicht mehr das Reh im Wald. Eine solche Entwicklung müssen wir unbedingt verhindern“ sagte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer.

Nach einer Pilotphase soll überprüft werden, ob der Freistaat eine eigene mobile Gruppe von Herdenschutzhunden aufstellt.

Quelle: leipzig-seiten.de

Auch N-tv.de berichtete über die Herdenschützer aus der Schweiz, bezeichnete diese jedoch fälschlicherweise als Hütehunde. Das wird leider sehr oft verwechselt, dabei sind die Aufgaben beider Hundegruppen völlig verschieden. An dieser Stelle noch mal der große Unterschied zwischen Herdenschutzhunden und Hütehunden.

Herdenschutzhunde sind ausschließlich dazu da die Herde vor Raubtieren oder auch Dieben auf zwei Beinen zu schützen. Sie treiben die Herde nicht! Sie sind die meiste Zeit mitten in der Herde und arbeiten völlig selbstständig. Für ihre Arbeit brauchen die großen und kräftigen Hunde also keine Befehle vom Schäfer. Die Hunde arbeiten hauptsächlich mit Abschreckung um Angriffe von vornherein zu vermeiden.

Der Hütehund ist die „Rechte Hand“ des Schäfers. Er treibt die Hunde und hält sie zusammen. Er arbeitet mit dem Schäfer zusammen und muss dabei auf die Befehle des Schäfers hören. Hütehunde sind eher mittelgross und sehr wendig und schnell, sie haben eine hohe Lernfähigkeit.

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Hund erkennt Blutzuckergehalt – Diabetikerwarnhunde

„Hunde für Diabetiker und andere Servicehunde“ heißt die bundesweit erste Schule zur Ausbildung von Diabetikerwarnhunden mit Sitz in Osnabrück. Simone Oberenzer, Leiterin der Schule, bildet jeden Hund individuell für einen Diabetiker aus. Und zwar so, dass er anschlägt, sobald der Kranke zu wenig Zucker im Blut hat. Das kann Leben retten. Die Vierbeiner erkennen die Notsituation am Geruch von Atem oder Schweiß des Betroffenen. Dann lecken sie dessen Hand oder bellen, um ihn zu alarmieren. Ist er so weit unterzuckert, dass er sich nicht mehr bewegen kann, bringt ihm der Hund ein Blutzuckermessgerät oder Saft. So kann der Diabetiker den Zuckerspspiegel schnell wieder anheben. Die Hundetrainerin reist zu den Betroffenen nach Hause, da die Hunde von Beginn an im Umfeld des Patienten lernen müssen. Die Diabetiker kaufen auf Empfehlung von Oberenzer einen Welpen, der sich als tauglich erwiesen hat. Einmal pro Woche leitet sie den Hund vor Ort an, an den sechs übrigen Tagen muss der Halter mit dem Hund das Gelernte verfestigen. Die Ausbildung zum Warnhund dauere zwölf bis 18 Monate, so die Expertin.

Rückblickend meint Oberenzer: „Das war kein normales Leben mehr.“ Sie kippte manchmal mehrmals täglich unterzuckert um. Sie leidet an einer Wahrnehmungsstörung und erkennt die Vorboten einer Unterzuckerung daher oft nicht. „Das war lebensgefährlich.“ Ein Professor der Osnabrücker Universität, an der sie Französisch und Theologie studierte, riet ihr: „Kommen Sie erst wieder, wenn Sie Ihre Diabetes im Griff haben.“ Die junge Frau dachte verzweifelt: „Was soll ich machen? Es kann doch nicht sein, dass mein Leben jetzt zu Ende ist.“

Dann erfuhr ihr Verlobter im Fernsehen von den Diabetes-Hunden in den USA. Doch in Deutschland war diese Methode unbekannt. Die Diabetikerin reiste im Frühjahr 2007 in die Staaten und ließ sich zur Hundetrainerin ausbilden. Zurück in der Heimat, begann sie ihren eigenen Hund zu schulen. Bereits nach zwei Monaten schlug Finn im September erstmals bei einer Unterzuckerung an. Seither ist der 15 Monate alte Labrador-Windhund zu 100 Prozent zuverlässig. Das ist ungewöhnlich. Experten gehen normalerweise von einer 80-prozentigen Verlässlichkeit der Warnhunde aus.

„Dass ich Finn vor einem Jahr ausgewählt habe, ist ein Glücksfall. Nur einer von 1000 Hunden kann eine Unterzuckerung erkennen. Finn hat mir meine Freiheit, meine Unabhängigkeit und Sicherheit zurückgegeben. Ich kann wieder ein normales Leben führen und vergesse manchmal sogar, dass ich Diabetes habe“, sagt Oberenzer heute.

Die Geschichte von ihrer erfolgreichen Selbsthilfe sprach sich schnell herum. Diabetiker meldeten sich. Die 27-Jährige schmiss das Studium, um auch anderen Kranken zu einem neuen Lebensgefühl zu verhelfen. Seit kurzem bildet sie beruflich Diabetikerwarnhunde aus und hält bundesweit Vorträge. Zudem trainiert sie Vierbeiner zur Begleitung von Menschen mit psychischen Krankheiten, Bewegungseinschränkungen oder Epilepsien.

Quelle:  neue-oz.de
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Irrtümer und Ammenmärchen der Hundehaltung: Welpenschutz

Leider gibt es noch immer noch genügend Ammenmärchen in der Hundehaltung die sich hartnäckig halten. Einige bekannte Beispiele sind der Welpenschutz; den Hund mit der Nase in seinen Urin drücken damit er sauber wird oder die unlogische Aussage eine Hünmdin müsse einmal in ihrem Leben Welpen bekommen. Das ist natürlich alles Unsinn!

Hier werden nach und nach ein paar Ammenmärchen aufgeklärt, damit auch der letzte Irrglaube über Hunde endlich Geschichte ist. 😉

Der Welpenschutz

welpe.jpgSicher hat fast jeder Hundehalter schon ein mal den Satz gehört: „Da passiert nichts, der hat noch Welpenschutz!“. Aber einen Welpenschutz in dem Sinne gibt es nicht!

Leider kommt es wegen solchen Aussagen immer wieder zu Missverständnissen zwischen Hundehaltern. Der eine macht den Welpen von der Leine los und lässt ihn zu einen fremden Hund rennen, mit dem guten (aber falschen) Gewissen der hat ja Welpenschutz. Und dann passiert es, der Hund ist auf fremde Hunde vielleicht gar nicht gut zu sprechen und schnappt zu. Was bleibt ist ein verdutzter Halter (der hoffentlich dazu gelernt hat) und ein Welpe der eine negative Erfahrung gemacht hat die ihn wahrscheinlich verunsichert oder verängstigt hat und nun für sein Leben geprägt hat.

Man sollte also nie denken Welpen seien generell vor Angriffen erwachsener Hunde geschützt nur weil sie noch klein sind. Hunde haben kein Unrechtsbewusstsein. Es gibt keine Regel unter Hunden die Welpen pauschal schützt. Vor allem Hündinnen können fremden Welpen gegenüber grob werden. In Wolfsrudeln (in Gefangenschaft) kommt es sogar vor, dass fremde Welpen getötet werden.

Insgesamt genießen Welpen aus dem eigenen Rudel aber eine gewisse Narrenfreiheit, im vergleich zu ausgewachsenen Hunden. Das Bedeutet aber nicht das sie für unkorrektes Verhalten nicht auch die Konsequenzen tragen müssen. Im Hunderudel erziehen sowohl die Mutter als auch andere Rudelmitglieder die Welpen. Mit zunehmenden Alter werden diese Erziehungsmaßnahmen stärker. Ein Welpe darf sich im Rudel also oft mehr erlauben, aber auch das hat Grenzen.

Trifft ein fremder Hund auf einen Welpen gilt diese Narrenfreiheit nicht. Hier ist immer Vorsicht geboten!

Hundetrainer/Hundeschule: Worauf sollte geachtet werden

_2290315.jpgHundeschulen und Hundetrainer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, anerkannte Abschlüsse gibt es jedoch nicht!

Da diese Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, steht es jedem frei sich so zu nennen oder eine Hundeschule zu eröffnen! Vorgeschriebene Ausbildungen die dazu berechtigen gibt es nicht.

Um so schwieriger gestaltet sich die Wahl einer kompetenten Hundeschule. Es ist schwer selbst ernannte „Hundepsychologen“ von kompetenten Trainern zu unterschieden! Vor allem „Hundeneulinge“ wissen oft nicht worauf sie achten sollen.

Hier ein paar Tipps die bei der Wahl Helfen können:

Die Hundeschule/Der Trainer sollte:

– mehrjährige Erfahrungen in der Ausbildung mit Hunden haben (die Aussage „ich habe schon immer mit Hunden zusammen gelebt“ reicht da nicht), eine Ausbildung sollte vorhanden und nachweisbar sein

– natürlich in der Lage sein, dass Verhalten der Hunde richtig zu deuten

– sich mit verschiedensten Hundetypen und Rassen auskennen und wissen mit ihnen umzugehen

– sein Wissen ständig erweitern und sich fortbilden

– in der Lage sein, sein Wissen verständlich an die Halter zu vermitteln, der Trainer fungiert als Lehrer für die Halter, nicht für die Hunde. Die Hauptaufgabe eines guten Trainers ist den Hundehaltern den richtigen Umgang mit dem Hund zu lehren. Er muss also vor allem mit Menschen umgehen können . Außerdem sollte er auf einzelne Probleme individuell eingehen können.

– Übungen und Verhalten des Hundes genau erklären können. Insgesamt sollte er versuchen dem Halter so viel Fachwissen wie möglich zu vermitteln

– Fragen zu seinen Erziehungsmethoden, sowie Verständnis Fragen immer beantworten können

– die Gruppengröße gering halten, mehr als 5 Hunde gleichzeitig überfordern schnell. So kommt der ein oder andere zu kurz.

– keinesfalls mit Gewalt oder Zwang arbeiten, Stachelhalsbänder, Reizstromgeräte (in Deutschland verboten!), Gebrüll und körperliche Gewalt sollten absolut tabu sein! Auch beim vorschnellen Einsatz von Hilfsmitteln wie Halti und besonders beim Sprühhalsband ist Vorsicht geraten. Methoden die dem Hund Angst oder Schmerzen bereiten sind unakzeptabel!

– ein Auge für angemessene Länge und Intensität des Trainings haben. Weder Halter, noch Hund sollten Überfordert werden. Gegebenenfalls sollten Pausen eingelegt werden.

– kein Training ohne den Besitzer machen! Der Besitzer muss lernen mit dem Hund umzugehen und ihn richtig zu erziehen. Es bringt nichts wenn der Hund nur vom Trainer erzogen wird, der Besitzer davon jedoch weiterhin nichts versteht.

Es ist sehr von Vorteil wenn sie mit ihrem Hund einige Schnupperstunden absolvieren können. Es gibt, neben Hundeschulen, übrigens auch bei sehr vielen Hundevereinen gute Angebote von kompetenten Trainern. Oft sind die Preise dort viel geringer als bei einer Hundeschule.

Bei Welpenspielgruppen sollte ebenfalls auf eine geringe Gruppengröße geachtet werden.
Hier geht es in erster Linie um den Kontakt mit anderen Artgenossen und um eine ausreichende Sozialisation! Übungen sollten nur spielerisch erfolgen, alles weitere ist schon zu viel! Eine Überforderung sollte unbedingt vermieden werden. Kein Welpe darf zu irgendetwas gezwungen werden. Ein ängstliche Welpe sollte genug Zeit bekommen sich an Hunde und Geräte zu gewöhnen. Er wird irgendwann ganz von selbst auf fremdes zu gehen. Bei übertriebenen „mobbing“ einzelner Welpen sollte eingegriffen werden.