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Zoo Zajac Duisburg Welpen, Nein Danke!

Update, 23.1.12.: auch ein sehr interessanter Artikel zum Thema: Welpen bei Zoo Zajac

 

Bezugnehmend auf unseren älteren Artikel -> Welpenverkauf im Zoohandel – bitte helft aufzuklären!  möchten wir alle aufrufen keine Hunde oder Katzen bei Zoo Zajac Duisburg zu kaufen! Leider ist der Verkauf seit Gestern angelaufen und anscheinend lässt sich Herr Zajac nicht von seinem Plan abbringen. Das nun wieder Hunde und Katzen im Zoohandel verkauft werden ist ein herber Rückschritt. Wir denken es kann nur eine Einsicht geben wenn so viele Leute wie möglich ihren Unmut kund tun und diesen Laden boykottieren!peta protest gegen zoo zajac duisburg Zoo Zajac Duisburg Welpen, Nein Danke!

Das Geschäft kann nur laufen, wenn es tatsächlich auch Menschen gibt die dort einen Hund oder eine Katze kaufen! Niemand sollte so etwas unterstützen! Die vielen Gründe dafür findet ihr bereits im Artikel oben. Mit jedem Kauf eines Welpen wird das Geschäft angekurbelt und es kommt ein neuer Welpe aus dubioser Herkunft nach.

Es gibt zwei Seiten die dieses Treiben bedienen, zum einen die bereits erwähnten Käufer – zum anderen aber auch durch die Vermehrer, die ihren Welpen sowas antun. Das kein Züchter seine Welpen irgendwo abschiebt, wo sie isoliert leben und an irgendeinen x-beliebigen Besitzer verscherbelt werden, dürfte klar sein. Wer sich auf so etwas einlässt ist ganz klar KEIN ZÜCHTER!  In den letzten Artikeln war immer wieder zu lesen, welche Hunde bereits zum Verkauft stehen. Darunter auch Labradoodle von Barbara Fehr aus der sogenannten “Labradoodle Puppy Ranch”. Nachzulesen ist das in diesem Artikel. Sie selbst macht kein Geheimnis daraus, dass auf der “Puppy Ranch” innerhalb von 3 Monaten 4 Würfe fallen. Damit macht sie den Massenzuchtanalagen aus Osteuropa Konkurrenz. Interessant wäre auch zu wissen, wie viele Hündinnen da Monat für Monat herhalten müssen. Interessant jedenfalls, dass sie ihre Homepage mal eben vom Netz genommen hat, vor einigen Tagen funktionierte diese noch.

Die übrig gebliebenen Welpen wird sie dank Zajac jetzt noch einfacher und deutlich unkomplizierter los. Das denken sich wohl auch einige andere, die dieses Angebot nutzen.

Im Onlinemarkt Deine-Tierwelt wurden schon kräftig Anzeigen geschaltet: Wir kaufen Hundewelpen… Der Onlinemarkt nimmt diese Anzeigen natürlich nicht heraus und unterstützt damit die ganze Sache noch.

Hundetrainer Martin Rütter, der im ZooZajac Hausverbot hat, gab dazu bereits ein lesenswertes Interview: Interview mit Martin Rütter

Tier des Jahres 2011: Der Luchs

Nachdem 2010 dem Dachs der Titel “Tier des Jahres” verliehen wurde, steht dieses Jahr der Eurasische Luchs auf dem Treppchen. Gewählt wurde er von der “Schutzgemeinschaft Deutsches Wild”, die sich bei ihrer Wahl den Tierarten widmet, die in ihrer Art oder ihrem Lebensraum als gefährdet eingestuft werden.

luchs 160x300 Tier des Jahres 2011: Der LuchsDer Eurasische Luchs findet sich in Deutschland derzeit vorwiegend in Regionen Bayerns und in der Pfalz, sogar im Harz ist er vereinzelt gesichtet bzw. angesiedelt worden. Obwohl in der Familie der Katzen zu den Kleinkatzen zählend, erreicht der Luchs immerhin die Größe eines Schäferhundes und ist somit die größte in Europa vorkommende Katzenart. Deutlichstes Erkennungsmerkmal eines Luchses sind die pinselartigen Ohrbüschel, die ihm verhelfen, ein Mäuserascheln noch auf 50 Metern hören zu können. Obwohl Luchse in Deutschland vermehrt die Wälder erobern, sieht man sie dennoch sehr selten, was den unterschiedlichen Aktivitätszeiten zu schulden ist. Während wir Menschen den Tag für uns nutzen, gehört den Luchsen die Nacht bzw. die Dämmerung. Sollte man trotzdem einmal einem Luchs begegnen und kann sich zwingen, nicht panisch zu werden, lässt sich der Luchs sogar manchmal aus gebührender Entfernung beobachten, da er dem Menschen gegenüber erstaunlich wenig Scheu zeigt.

Auf dem Speiseplan eines Luchses steht vom Feldhasen bis zum Reh so ziemlich alles, was der heimische Wald an Tieren zu bieten hat. Dabei ist er kein Ausdauerjäger, sondern muss sich auf seine gute Tarnung und den Überraschungseffekt verlassen. Nach einem Misserfolg zieht er erst einmal weiter und hofft an einem entfernten Ort erneut auf unvorsichtiges Wild. Als adultes Tier hat er kaum natürliche Feinde, jedoch ist die Jungtiersterblichkeit sehr hoch. Nur jedes fünfte Junge erlebt seinen ersten Geburtstag, was neben Krankheiten wie Räude und Katzenseuche auch Unfällen beim Jagen oder dem menschlichen Fortschritt (Verkehr) zu schulden ist.

Im Übrigen hat Deutschland bei der Wahl seines “Toptieres” 2011 ein sehr fotogenes Tier ausgewählt, was unseren Lesern durchaus sehenswerte Begleitbilder beschert. Unsere Schweizer Nachbarn haben in dieser Hinsicht weniger Glück, denn das Tier des Jahres 2011 ist in der Schweiz der Regenwurm.
Artikel von Mia U. aus “TierZeit” Ausgabe 1 http://www.tierforum.de/tierzeit/
Quellen/Bilder: www.wikipedia.de, www.luchsprojekt.de
Bilder: www.wikipedia.de

Wie Gänse leben

Wie lebt eigentlich die Graugans? Warum ist die Nilgans heilig? Wer ist die größte Wildgans in Europa? Und welchen unglaublichen Rekord hält die Indische Streifengans?
Diese und andere Fragen beantworten die Mitarbeiter des gemeinnützigen Vereins “Erna-Ente-Treff” im Kurpark Bad Nauheim regelmäßig. Auf Basis des Wissens dieser Einrichtung soll der folgende Artikel Wissenswertes und Spannendes über die vier Gänsearten berichten.

gaense 300x211 Wie Gänse leben

Als zweitgrößte hier ansässige Art und als einer der häufigsten europäischen Wasservögel ist die Graugans nahezu jedem ein Begriff. Der gesellige Vorfahre unserer Hausgänse ist vor allem zur Zeit der Wanderung in die Winterquartiere in großen Schwärmen anzutreffen. Jedoch stammen die meisten noch ziehenden Graugänse aus Asien, denn die Populationen in Nord- und Westeuropa haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zu Standvögeln entwickelt. Aufgrund der intensiven Landwirtschaft finden sie auch im Winter genügend Nahrung und können sich den weiten Weg Richtung Algerien, Tunesien, Adria oder die Iberische Halbinsel sparen.
Doch so gesellschaftsliebend die Graugans ist, in der Brutzeit möchte jedes Paar für sich sein. Die Tiere bilden kleine, lockere Brutkolonien mit viel Abstand zwischen den einzelnen Nestern. Während das Weibchen brütet, verteidigt das Männchen aggressiv das Gelege gegen Alles und Jeden, der zu nahe kommt. Wird es dennoch zerstört, erfolgt keine Nachbrut, denn Graugänse brüten nur einmal im Jahr. Die Paare bleiben meist lebenslang zusammen und bilden mit ihren Küken bis zur nächsten Brut einen Familienverbund. Zusammengehörige Tiere erkennen sich am Ruf, da jedes Individuum eine andere Stimme hat.
Aber keine Regel ohne Ausnahme: Unter den Graugänsen gibt es homosexuelle Paare. Meist sind es Ganter, die sich zusammentun, manchmal sogar mit einer Gänsedame dazu. In diesem Fall begatten beide Ganter das Weibchen und das Trio zieht den Nachwuchs gemeinsam groß. Danach verlässt die Gans die beiden Männchen wieder, die weiterhin zusammenbleiben.
Immer wieder passiert es, dass sich Graugänse einen ganz anderen Partner suchen: Hybride zwischen Grau- und Kanadagans sind keine Seltenheit.

Die Kanadagans ist in Europa die größte in freier Wildbahn anzutreffende und weltweit die am häufigsten vertretene Gänseart. Dies zeigt sich auch durch ihre Präsenz in zahlreichen Mediendarstellungen, beispielsweise im Film “Tierisch Wild” oder der Kinderserie “Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen”.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Kanadagans erstreckt sich über das namensgebende Kanada und Nordamerika. Sie kam als Ziergeflügel nach Europa und verbreitete sich als Gefangenschaftsflüchtling oder wurde erfolgreich in neuen Gebieten wie England, Schweden und Skandinavien angesiedelt.
Das Brut- und Paarverhalten der Kanadagänse ist dem der Graugänse sehr ähnlich. Bei Kanadagänsen treten ebenfalls homosexuelle Beziehungen auf, wobei sich überwiegend männliche Paare zusammenfinden.

gans 300x210 Wie Gänse lebenEinen weiteren Gefangenschaftsflüchtling stellt die Nilgans dar, die sich momentan erfolgreich in ganz Deutschland ausbreitet. Sie wurde wegen ihres exotischen Aussehens bereits von den alten Ägyptern, Griechen und Römern als Ziergeflügel gehalten und später aus Afrika nach Großbritannien eingeschifft, von wo aus sie sich über ganz Mitteleuropa verbreitete. Nach Deutschland kam die Nilgans über die Niederlande. Der beidseitige Augenfleck, sowie der Brustfleck und die Halskrause machen diese Halbgans unverwechselbar. Eine Begegnung mit der mystisch anmutenden Nilgans lässt nachvollziehen, weshalb sie im alten Ägypten als heiliger Vogel des Schöpfergottes Amun verehrt wurde.
Die hochbeinige Halbgans ernährt sich von Gräsern, Würmern und Schnecken. Oft ist sie auf abgeernteten Feldern anzutreffen, wo sie Getreidekörner aufsammelt, was ihr ein Überleben im Winter sichert. Das, die hohe Nachwuchsrate sowie die Tatsache, dass sich die Jungen ein eigenes Revier suchen müssen, sobald sie ausgewachsen sind, tragen zu der raschen und erfolgreichen Ansiedlung der Nilgans in neuen Gebieten bei.
Im Gegensatz zu den meisten Gänsearten ist die Nilgans nicht sehr gesellig und gilt als aggressiv; vor allem während der Brutzeit verteidigt ein Paar sein Revier enorm. Das führt dazu, dass bereits einheimische Arten, wie die Graugans, verdrängt werden und die Nilgans allmählich zur Plage wird. Noch dazu sind Nilgänse sehr anpassungsfähig, auch was den Nistplatz betrifft. Ob verlassene Horste, in Bäumen, am Ufer, auf Felsen – Hauptsache, ein Gewässer ist nicht weit. Der Nachwuchs ist erst mit vier bis fünf Monaten voll ausgefärbt und weist die unverwechselbaren Augenringe sowie die Brustflecken auf.

Genauso exotisch ist die aus Zentral- und Südasien stammende Indische Streifengans. Neben ihrer Schönheit ist sie Rekordhalter: Als einziges Lebewesen ist sie in der Lage, den Himalaya in einer Höhe von bis zu 9000 m zu überfliegen. Dies wird ihr durch eine Mutation des Sauerstofftransportproteins Hämoglobin ermöglicht, welches in kürzester Zeit sehr viel Sauerstoff aufnehmen kann und so den Sauerstoffmangel in diesen Höhen ausgleicht. Auf der Südseite des Gebirges liegen die Winterquartiere der Indischen Streifengans, die Brutgebiete jedoch liegen in den Hochebenen Zentralasiens und Südostrusslands.
Die zierliche Gans ist sehr sozial und gesellschaftsliebend. Sie ernährt sich, anders als viele andere Gänsearten, nicht nur rein pflanzlich, sondern auch von kleinen Krebstieren, Insekten und Weichtieren. Die kontrastreichen Streifen an Hals und Kopf sind der Grund, weshalb sie trotz ihrer sonst unauffällig silbergrauen Färbung Streifengans genannt wird.
Hierzulande hat sich diese Art als Gefangenschaftsflüchtling verbreitet, jedoch werden die bestehenden Brutpaare noch nicht als Population anerkannt. Und die Indische Streifengans hat anscheinend nicht das geringste Interesse, dies zu ändern, denn statt sich einen artgleichen Partner zu suchen, werden gern Graugänse angenommen. Die daraus resultierenden Hybride sind im Gegensatz zu den meisten anderen Mischlingen fortpflanzungsfähig und können sich weiter mit Indischen Streifengänsen verpaaren.
Die Bestände in Indien, Pakistan und China gelten vor allem wegen Eiraub, Abschuss und Verlust des Lebensraums als bedroht, insgesamt wird die Art jedoch nicht als gefährdet eingestuft.

Wer sich die Zeit nimmt, Gänse in freier Natur zu beobachten, wird ein vielfältiges Verhaltensspektrum zu Gesicht bekommen und verblüffende Ähnlichkeiten zu unserem Benehmen und menschlichen Beziehungen erkennen können. Es lohnt sich, bei der nächsten Begegnung genauer hinzuschauen!

Artikel von Laura E. aus “TierZeit” Ausgabe 1 http://www.tierforum.de/tierzeit/

E. C. bei Kaninchen

Torticollis, Headtilt, Schiefhals, E. cuniculi. Vier Bezeichnungen, eine Krankheit: E. C.

E. C. steht für Encephalitozoon cuniculi. Dabei handelt es sich um einen lebenden parasitischen Einzeller, der vor allem das zentrale Nervensystem der Tiere – wie Gehirn und Rückenmark – angreift. Auch andere Organe, insbesondere die Niere, aber auch Leber, Lunge und Augen können befallen werden. Die Krankheit ist unter Kaninchen weit verbreitet und schränkt die Lebensqualität eines erkrankten Tieres stark ein. Zu sehen, wie das erkrankte Tier leidet, ist besonders für den Kaninchenhalter schwer zu ertragen.

70 % bis 80 % der Kaninchen tragen den Erreger in sich. Doch nicht bei jedem Kaninchen kommt es zum Ausbruch. Die Umstände, die zum Krankheitsausbruch führen, sind noch nicht vollständig erkundet. Hitze, großer Stress sowie schlechte Lebensumstände fördern jedoch den Ausbruch.

Die Verbreitung der Parasiten findet durch den ausgeschiedenen Urin und Kot der Tiere statt. Über die Nase und infiziertes Futter nimmt das nächste Tier die Parasiten oral auf. Die Parasiten gelangen anschließend in die Blutbahn, vermehren sich dort und greifen verschiedenste Organe an. Außerdem kann die Krankheit direkt vom Muttertier auf ungeborene Jungtiere übertragen werden.

Die Erreger können auf andere Tierarten wie Hund, Maus oder Schwein übertragen werden, weswegen diese entfernt vom erkrankten Tier gehalten werden sollten. Für einen gesunden Menschen besteht an sich keine Gefahr der Ansteckung, lediglich bei geschwächten Personen und Kleinkindern kann eine Ansteckung auftreten.

Es können viele verschiedene und zum Teil schwer erkennbare Symptome auftreten. So können z. B. leichte Orientierungsstörungen für den Kaninchenhalter kaum ersichtlich sein. Das weit verbreitete Anzeichen ist eine Kopfschiefhaltung, die jedoch nicht in jedem Krankheitsverlauf auftritt. Ebenso können Gleichgewicht und Motorik stark beeinträchtigt sein. So kann es sein, dass das Kaninchen einfach umkippt, sich überschlägt oder im Kreis dreht. Weitere Auffälligkeiten können Lähmungserscheinungen an Vorder- und Hinterläufen, apathisches und alleiniges Dasitzen, Verdauungsprobleme, Nahrungsaufnahmeverweigerung, Gewichtsverlust, Durchfall, Leber- oder Nierenversagen, Inkontinenz und getrübte Augen sein. Auch Wachstumsstörungen bei Jungtieren sind keine Seltenheit. Die Symptome können unterschiedlich stark und in den verschiedensten Variationen auftreten.

Leider ist E. C. weder heilbar, noch gibt es eine vorbeugende Impfung. Deswegen sollte beim kleinsten Verdacht auf diese Krankheit sofort ein kaninchenerfahrener Tierarzt aufgesucht werden, um die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung zu erhöhen. Denn um weitere und vor allem schlimmere Folgen zu vermeiden, ist eine sofortige Behandlung dringend erforderlich. Der Krankheitsverlauf verläuft von Kaninchen zu Kaninchen unterschiedlich stark und schnell. So kann es durchaus vorkommen, dass ein anscheinend fast fertig behandeltes Kaninchen einen starken Rückfall erleidet. Die Behandlung der Krankheit kann Wochen bis Monate andauern.

In der Regel wird nach aktuellem Stand zu folgenden Medikamenten für eine erfolgreiche Behandlung geraten:

Panacur – dabei handelt es sich um ein Wurmmittel, das die Parasiten bekämpft und das wichtigste Medikament darstellt. Es wird ca. 21 – 28 Tage lang oral verabreicht.

Gehirngängiges Antibiotikum – zum Beispiel Chloramphenicol oder Tetracycline. Es dient zur Vermeidung weiterer Infektionen, die durch das geschwächte Immunsystem auftreten können.

Hochdosiertes Vitamin B – stärkt bzw. regeneriert das angegriffene Nervensystem und hindert den Erreger daran, dieses weiter zu schädigen.

Kortison – hemmt Entzündungen. Kortison sollte allerdings nur gering dosiert und nur in Verbindung mit Antibiotika verabreicht werden, da es das Immunsystem schwächt.

Die Art, Dauer und Dosierung der Medikamente muss unbedingt mit einem kaninchenerfahrenen Tierarzt abgesprochen werden. Es können je nach Schwere der Krankheit weitere Medikamente, wie eine Kochsalzinfusion (bei Gefahr der Nierenschädigung) oder Schmerz- und Beruhigungsmittel verabreicht werden. Zudem kann es sein, dass das Tier stark abnimmt. In diesem Fall ist eine künstliche Nahrungszufuhr unabdingbar.

Selbst nach erfolgreichem Besiegen der Krankheit können bleibende „Schäden“, wie beispielsweise ein schiefer Kopf oder eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit, bleiben. Ebenso kann das behandelte Tier wieder rückfällig werden.

Die Partnertiere sollten mitbehandelt werden, denn ob ein Partnertier ebenfalls erkrankt ist, kann nie mit 100 %iger Sicherheit gesagt werden. Durch einen sogenannten Titertest kann die Menge an Antikörpern im Blut bestimmt werden. Sind Erreger feststellbar, muss das Tier jedoch noch lange nicht daran erkranken. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung umso größer, je höher der Titer ist. Ein erkranktes Tier aus einer großen Gruppe sollte getrennt werden und nur mit dem Kaninchen zusammenbleiben, mit dem es sich am besten versteht. Bei Zweier- bis Dreiergruppen ist eine Trennung nicht empfehlenswert, außer das erkrankte Tier wird von seinen Artgenossen bedrängt. Die Einsamkeit belastet das Tier zusätzlich.

Ist das Kaninchen an E. C. erkrankt, muss jeglicher Stress vermieden werden. Artgerechte Haltung trägt positiv zum dauerhaften Bekämpfen der Krankheit bei. Da die Krankheit meist mit Seh- oder Fortbewegungsbeeinträchtigung verbunden ist, sollte das Gehege klein (ca. 2 m²) sein und in einer ruhigen und wenn möglich dunklen Ecke stehen. Gehegeelemente, wie scharfe Kanten an Häusern oder Toiletten, sollten abgepolstert werden, damit sich das Tier nicht verletzten kann. Das Gehege sollte nicht verändert werden. Bei sehr akutem Krankheitsbefall, wie kein eigenständiges Sitzen, sollte ein Korb oder eine Box komplett ausgepolstert werden.

Leider zählt E. C. zu den schlimmsten Krankheiten bei Kaninchen. Auch im Tierforum liest man immer häufiger davon. Den betroffenen Kaninchenbesitzern sei einfach nur gesagt, den Mut nicht zu verlieren und für ihr Tier zu kämpfen, auch wenn es zeitweise noch so schwer erscheint. Selbst wenn nach scheinbaren Fortschritten ein Rückfall eintritt – Gebt nicht auf! Kämpfen lohnt sich immer.

Artikel von Susi G. aus “TierZeit” Ausgabe 1 http://www.tierforum.de/tierzeit/

Islandpferde

Die Fünfgänger aus Feuer und Eis

Feuerspuckende Berge und eiskalte Gletscher durchziehen Island – nicht umsonst wird sie als Insel aus Feuer und Eis bezeichnet. Diesen Voraussetzungen ist nicht einfach zu trotzen und sie verlangen von allen Bewohnern eine hohe Angepasstheit an das raue Klima.

Das robuste Islandpferd hat es geschafft und kommt nicht nur gut mit dem Klima klar, sondern erfreut sich auch an der wachsenden Beliebtheit seiner Rasse.islandpferd 300x261 Islandpferde

Das 130-145 cm große Pferd zählt mit dieser Größe eigentlich zur Kategorie der Ponys, doch kein waschechter Isländerfan würde diese Pferde als solche bezeichnen. Es gibt sie in etlichen Farben, doch am verbreitetsten sind wildfarbene wie Braune oder Falben. Sehr typisch ist der prägnante Aalstrich, welcher bei vielen Vertretern zu finden ist. Der Körper ist sehr gedrungen und das Islandpferd trägt den Ruf als Gewichtsträger. Dennoch verbreiten sich zunehmend die sportlichen Typen, welche bei Wettkämpfen eingesetzt werden. Eines ist jedoch allen gemein: Sie sind sehr robust, trotzen eisiger Kälte durch ihr dick ausgeprägtes Winterfell und fühlen sich am wohlsten in einer Offenstallhaltung mit vielen Artgenossen.

Islandpferde sind nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern auch vielseitig einsetzbar. Als Reitpferd sind sie gleichermaßen bei Jung und Alt beliebt, da sie als ruhig, gelassen, genügsam und händelbar gelten. Ihr pelziges und freundliches Auftreten sorgt ebenfalls für große Beliebtheit.

Isländer sind die Spätentwickler unter den Pferden und ihr Körper ist erst nach ungefähr sieben Jahren ausgewachsen. Aus diesem Grund werden die meisten erst zwischen ihremvierten und fünften Lebensjahr ausgebildet. Dafür werden sie sehr alt und sind manchmal noch bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr geringfügig einsetzbar.

Zuerst wurden diese Pferde in Island zum überwiegenden Teil zur Fleischerzeugung gezüchtet. Als ihre Beliebtheit wuchs, andere Pferde importiert und Isländer exportiert wurden, nahm die Angst vor Tierseuchen zu und man erließ 1909 ein offizielles Pferde-Importverbot. Deshalb sind Isländer auf Island reingezüchtet und nur diese Pferderasseist dort verbreitet.

Vor allem in Deutschland wächst die Anzahl der Züchter stetig. Nach und nach verbreiten sich die pelzigen Freunde über den gesamten Erdball.
Doch gerade aus Island importierte Tiere haben in den deutlich wärmeren Sommermonaten Probleme mit dem sogenannten Sommerekzem. Diese Krankheit ist eine allergische Reaktion auf den Speichel einer bestimmten Gnitze, welche eine in Deutschlandweitverbreitete Mückenartist. Die betroffenen Pferde leiden an starkem Juckreiz. Da das Sommerekzem und auch der Spat, welcher eine Knochenentzündung in den Sprunggelenken ist, erblich bedingt sein können, werden seit 2006 Deckhengstanwärter auf diese Krankheiten untersucht. Mit diesen Maßnahmen soll die Zahl der Erkrankungen möglichst gering gehalten werden.

Doch was ist das Besondere an diesen Tieren?

Das Islandpferd gehört zu den Gangpferden, da es neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp noch Tölt und Pass beherrscht. Diese Gangarten sind genetisch veranlagt, müssen jedoch für die Taktreinheit konsequent trainiert werden. Nicht jeder Isländer bildet Tölt und Pass aus, manche beherrschen nur eine der Gangarten.

Besonders der Tölt ist bei den Reitern sehr beliebt. Dieser ist wie der Schritt eine Viertaktgangart mit einer anderen Bewegungsabfolge. Der Reiter sitzt dabei bequem im Sattel, was sehr rückenschonend ist und somit auch lange ausgesessen werden kann. Dieser Vorteil ist vor allem bei Geländeritten von Nutzen.

Der Pass ist eine Zweitaktgangart und man kann mit ihm hohe Geschwindigkeiten erreichen. Bis zu 45 km/h schafft ein Rennpasser über eine kurze Strecke hinweg. Das Pferd kann diese Gangart nicht lange aufrechterhalten, da sie sehr kräftezehrend ist.

Island ist ein Land voller Geheimnisse und Mythen. Seit jeher spielten in ihren Legenden Pferde eine bedeutende Rolle. So besaß Odin, der König der Götter, ein achtbeiniges Pferd namens Sleipnir. Dass den Isländern ihre Pferde so wichtig sind, ist verständlich, denn sie bedeuten alles für sie. Sie waren in Zeiten ohne Infrastruktur, Technologien und Strom ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens: Fleischlieferant, Transportmittel, Arbeitstier. So lebten sie voneinander und füreinander. Noch heute sind die Isländer besonders stolz auf ihre reinen Pferde und vielleicht wecken diese Tiereauch in uns eine tiefe Sehnsucht nach den Weiten und Mythen Islands.

In einem sind sich jedenfalls alle Islandpferdereiter einig: Einmal Isländer, immer Isländer!

Artikel von Michaela H. aus “TierZeit” Ausgabe 1 http://www.tierforum.de/tierzeit/

Tiermagazin “TierZeit” des Tierforum.de

In Kooperation mit dem Tierforum.de veröffentlichen wir ab morgen in regelmässigen Abständen Beiträge aus der Zeitschrift “TierZeit”. Das Magazin wird selbständig durch User aus dem Tierforum erstellt und völlig ehrenamtlich betreut. Es lohnt sich allemal sich die Ausgaben Online anzusehen.

http://www.tierforum.de/tierzeit/

tierzeit Tiermagazin TierZeit des Tierforum.de

Keine Tiere unter dem Weihnachstsbaum

Auch dieses Jahr möchten wir wieder darauf aufmerksam machen das Tiere kein geeignetes Weihnachtsgeschenk sind! Eine Anschaffunge eines Tieres zu Weihnachten wird meist nur emotional gefällt und dadurch verdrängt man gerne die Arbeit welche dahinter steckt.

Nicht zu vergessen was ein Tier für Verantwortung mit sich bringt, ein Hund z.B. muss mehrmals täglich Gassi gehen dies vergisst man in der ersten Euphorie gerne mal und dann ist der sprichwörtliche Kater im neuen Jahr gross wenn sich keiner mehr darum kümmern will.

Wenn überhaupt sollte ein Tier immer in Absprache mit dem beschenkten angeschafft werden, da jedes Tier individuelle Ansprüche hat. Hamster oder Chinchillas sind z.B. eher nachtaktiv und deshalb für Kinder eher ungeeignet.

Deshalb nochmals, schenkt lieber ein Plüschtier und besprecht ein Kauf eines Tieres in Ruhe nach Weihnachten. Man sollte sich auch immer genügend über die Tierrasse informieren, sei dies im Internet oder über Fachbücher.

 

Tierblog.de wünscht allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! icon wink Keine Tiere unter dem Weihnachstsbaum

HAUSTIER112 – Rette Dein Tier!

Wenn ein Tierhalter überraschend stirbt oder schwerwiegend erkrankt, verenden Haustiere oft kläglich. HAUSTIER112, Deutschlands erster und einziger Tierhalter-Notruf, verhindert dies!

Für den Fall der Felle

Haben Sie einen Hund oder eine Katze die zu Hause auf Sie wartet? Wenn ja, wer kümmert sich um Ihr Tier, sollte Ihnen etwas zustoßen? Diese Versorgungslücke schließt ab sofort HAUSTIER112! Bundesweit!

Der Ernstfall kann Jedem zu jeder Zeit passieren, auch Tierhaltern! Sie geraten in eine Notsituation, haben einen Unfall, sind nicht mehr bei Bewusstsein und können sich nicht um ihre Lieblinge kümmern. Auf diese Weise landen im Jahr hunderte Katzen, Hunde und auch zahlreiche Kleintiere, wie Kaninchen oder Vögel, im Tierheim – falls sie rechtzeitig gefunden wurden und nicht bereits verdurstet sind. Ein Hund kann drei, ein Katze fünf Tage ohne Wasser überleben.

Um mehr Tiere zu retten, wurde HAUSTIER112 gegründet. Ein 24-Stunden-Service, der im Notfall von Polizei, Sanitätern und Ärzten telefonisch benachrichtigt wird. HAUSTIER112 garantiert, dass sich während der Abwesenheit des Halters jemand um das Haustier kümmert. Diese Person wird vorher durch den Tierbesitzer bestimmt. Praktisch sieht das so aus: Auf einer speziellen Mitgliedskarte und zwei Schlüsselanhängern, den der Tierhalter immer mit sich führt, wird ein bestimmter Code eingraviert, der dann an HAUSTIER112 durch einen kostenfreien Anruf durchgegeben wird. Anhand dieser Buchstaben-und Zahlenkombination können von den Mitarbeitern bei HAUSTIER112 mehrere Informationen abgerufen werden: Geschlecht und Alter des Tieres, Futtergewohnheiten, wichtige Medikamente, die Nummer des Tierarztes und eben derjenigen Person, die sich nun fortan um den tierischen Liebling kümmern soll. Die Kosten für den Notfallservice: 2,99 Euro pr o Monat.

DOGS, das Lifestyle-Magazin für Hundefreunde verlieh HAUSTIER112 das im Heimtierbedarfs-Markt begehrte DOGS-Siegel. Chefredakteur Thomas Niederste-Werbeck begründet die Entscheidung: „Eine wirklich tolle Idee, die Tierleben rettet und die es in Europa noch nicht gab!“

Weitere Informationen zum Service finden Sie unter www.haustier112.de.

Soziale Intelligenz von Hunden

Hunde verstehen kommunikative Signale des Menschen erstaunlicherweise besser als Menschenaffen und übertreffen zum Teil sogar Kleinkinder. Ist diese soziale Intelligenz nun eine Eigenheit des Haushundes, oder hat Fido das schon von seinen wölfischen Vorfahren mitgebracht? In einer Studie untersuchten Wissenschaftler, inwiefern Hunde und Wölfe diese Eigenschaften teilen.

Sie unterzogen verschiedene Gruppen von Hunden oder Wölfen einem so genannten Objekt-Wahl-Test: Sie versteckten in einem von zwei identischen Behältern eine Belohnung. Der Proband durfte dann eines der Gefäße auswählen. Wählte er das Gefäß, das die Belohnung enthielt, durfte er sie behalten. Der Experimentator gab dabei eine kleine Hilfestellung: entweder deutete er auf das “richtige” Gefäß, berührte es oder sah es einfach nur an.

Es zeigte sich, dass das Verstehen kommunikativer Signale des Menschen eine typische, angeborene Eigenschaft des Haushundes ist: Die Mehrzahl der Hunde versteht die Signale und erhält die Belohnung. Im Gegensatz dazu verstehen es Wölfe nicht, diese kommunikativen Gesten für sich zu nutzen und schneiden im Test entsprechend schlechter ab.

Wölfe sind aber nicht dümmer als Hunde. Das wurde in einem Test herausgefunden, in dem nicht-soziales Leistungen gefordert waren, wie etwa Erinnerungsvermögen. Hier schneiden die Wölfe genauso gut ab wie die Hunde.

Welpen schneiden im Test nicht schlechter ab als erwachsene Haushunde. Dabei spielt das Alter der Welpen keine Rolle und auch nicht, wie sie ihr bisheriges Leben verbracht hatten. Es ist egal, ob die Welpen mit intensivem oder spärlichem Kontakt zum Menschen aufgewachsen waren. Einen Lerneffekt kann man daher ausschließen.

Quelle: The Domestication of Social Cognition in Dogs Brian Hare, Michelle Brown, Christina Williamson and Micheáel Tomasello Science 2002 (298): 1634-1636

Gastbeitrag von Lyn Zientz: http://www.wer-ist-fido.de

Was hat der Steigbügel mit der Sicherheit beim Reiten zu tun?

Besser ganz ohne Steigbügel als mit schlechten reiten
Steigbügel sind – wie vielleicht Reitanfänger glauben – keinesfalls einfach nur eine Steighilfe um den Pferderücken zu erklimmen. Ein guter Steigbügel ist ein wichtiger Teil der Ausrüstung für das sichere Reiten.

Gerade im Schulbetrieb, wo viele verschiedene Reiter unterschiedliche Pferde reiten, hapert es oft an der Qualität der Steigbügel. Kinderfüße benötigen eine ander Steigbügelgröße als Erwachsenenfüße. Denn ein Steigbügel, der nicht richtig sitzt, ist eines der größten Sicherheitsrisiken während des Reitens.

Steigbügel passend zu Fuß und Reitstiefel
Ist er zu groß, rutschen die Füße viel zu weit durch und verschlechtern den Reitsitz. Das ist für Pferd und Reiter gleichermaßen unangenehm. Sie kleine Steigbügel können dem Fuß keinen Halt geben und verschlechtern ebenfalls den Sitz.

Gefährlich wird es aber vor allem dann, wenn ein Pferd – und das kommt nun einmal immer wieder vor – im Übermut durchgeht und Bocksprünge vollführt. Wer sich dann nicht im Sattel halten kann, sollte in der Lage sein, den ungewollten aber unvermeidlichen Abstieg, zu steuern. Und genau hier liegt bei einem schlechten Steigbügel ein Sicherheitsrisiko.

Ist der Fuß zu weit durchgerutscht, kann der Reiter ihn nicht mehr herausziehen. Fliegt er jetzt über den Pferdehals oder rücklings herunter, bleibt der Fuß im Steigbügel hängen. Im schlimmsten Fall wird der Reiter sogar noch mitgeschleift. Die Folge sind böse Zerrungen, Prellungen und Bänderrisse, die nur nach vielen Monaten ausheilen. Davor hilft dann auch die beste Reitschutzweste nicht.

Wer also auf seine Sicherheit bedacht ist, der investiert die wenigen Euro mehr für ein Paar Sicherheitssteigbügel. Sie sind so aufgebaut, dass sie sich bei einem Sturz komplett mit Gurt vom Sattel lösen. Der Abstieg kann also selbst dann gut gelingen, wenn der Fuß nicht rechtzeitig aus dem Bügel genommen werden kann. Eine andere Variante von Steigbügeln öffnet sich einfach im Falle eines Sturzes. Steigbügel in großer Auswahl finden sich in jedem gut sortierten Reiterladen.

Sicherheit bis ins Detail
Ein guter und sicherer Steigbügel verfügt über eine ausreichend breite Trittfläche (ca. 9-12 cm), ist mit einer rutschfesten Einlage versehen und hält den Reitstiefel genau dort, wo er sein soll. Sicherheitssteigbügel und die Ausführungen in Edelstahl sollten selbstverständlich sein, sie rosten nicht, sind widerstandsfähig, einfach zu reinigen und bieten optimale Sicherheit.

Gastbeitrag von Christiane: http://www.pferde-weide.de