Schreckliche Bilder von verwahrlosten Pferden auf einem Hof in Süstedt (Niedersachsen)

Schreckliche Bilder von verwahrlosten Pferden auf einem Hof in Süstedt (Niedersachsen)


Der Hof der Schande: Was haben die armen Pferde durchgemacht?
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Zu wenig Futter, keine Bewegung, krumme Knochen – was haben die Pferde auf dem „Hof der Schande“ durchmachen müssen?

Islandpferde

Die Fünfgänger aus Feuer und Eis

Feuerspuckende Berge und eiskalte Gletscher durchziehen Island – nicht umsonst wird sie als Insel aus Feuer und Eis bezeichnet. Diesen Voraussetzungen ist nicht einfach zu trotzen und sie verlangen von allen Bewohnern eine hohe Angepasstheit an das raue Klima.

Das robuste Islandpferd hat es geschafft und kommt nicht nur gut mit dem Klima klar, sondern erfreut sich auch an der wachsenden Beliebtheit seiner Rasse.

Das 130-145 cm große Pferd zählt mit dieser Größe eigentlich zur Kategorie der Ponys, doch kein waschechter Isländerfan würde diese Pferde als solche bezeichnen. Es gibt sie in etlichen Farben, doch am verbreitetsten sind wildfarbene wie Braune oder Falben. Sehr typisch ist der prägnante Aalstrich, welcher bei vielen Vertretern zu finden ist. Der Körper ist sehr gedrungen und das Islandpferd trägt den Ruf als Gewichtsträger. Dennoch verbreiten sich zunehmend die sportlichen Typen, welche bei Wettkämpfen eingesetzt werden. Eines ist jedoch allen gemein: Sie sind sehr robust, trotzen eisiger Kälte durch ihr dick ausgeprägtes Winterfell und fühlen sich am wohlsten in einer Offenstallhaltung mit vielen Artgenossen.

Islandpferde sind nicht nur sehr widerstandsfähig, sondern auch vielseitig einsetzbar. Als Reitpferd sind sie gleichermaßen bei Jung und Alt beliebt, da sie als ruhig, gelassen, genügsam und händelbar gelten. Ihr pelziges und freundliches Auftreten sorgt ebenfalls für große Beliebtheit.

Isländer sind die Spätentwickler unter den Pferden und ihr Körper ist erst nach ungefähr sieben Jahren ausgewachsen. Aus diesem Grund werden die meisten erst zwischen ihremvierten und fünften Lebensjahr ausgebildet. Dafür werden sie sehr alt und sind manchmal noch bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr geringfügig einsetzbar.

Zuerst wurden diese Pferde in Island zum überwiegenden Teil zur Fleischerzeugung gezüchtet. Als ihre Beliebtheit wuchs, andere Pferde importiert und Isländer exportiert wurden, nahm die Angst vor Tierseuchen zu und man erließ 1909 ein offizielles Pferde-Importverbot. Deshalb sind Isländer auf Island reingezüchtet und nur diese Pferderasseist dort verbreitet.

Vor allem in Deutschland wächst die Anzahl der Züchter stetig. Nach und nach verbreiten sich die pelzigen Freunde über den gesamten Erdball.
Doch gerade aus Island importierte Tiere haben in den deutlich wärmeren Sommermonaten Probleme mit dem sogenannten Sommerekzem. Diese Krankheit ist eine allergische Reaktion auf den Speichel einer bestimmten Gnitze, welche eine in Deutschlandweitverbreitete Mückenartist. Die betroffenen Pferde leiden an starkem Juckreiz. Da das Sommerekzem und auch der Spat, welcher eine Knochenentzündung in den Sprunggelenken ist, erblich bedingt sein können, werden seit 2006 Deckhengstanwärter auf diese Krankheiten untersucht. Mit diesen Maßnahmen soll die Zahl der Erkrankungen möglichst gering gehalten werden.

Doch was ist das Besondere an diesen Tieren?

Das Islandpferd gehört zu den Gangpferden, da es neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp noch Tölt und Pass beherrscht. Diese Gangarten sind genetisch veranlagt, müssen jedoch für die Taktreinheit konsequent trainiert werden. Nicht jeder Isländer bildet Tölt und Pass aus, manche beherrschen nur eine der Gangarten.

Besonders der Tölt ist bei den Reitern sehr beliebt. Dieser ist wie der Schritt eine Viertaktgangart mit einer anderen Bewegungsabfolge. Der Reiter sitzt dabei bequem im Sattel, was sehr rückenschonend ist und somit auch lange ausgesessen werden kann. Dieser Vorteil ist vor allem bei Geländeritten von Nutzen.

Der Pass ist eine Zweitaktgangart und man kann mit ihm hohe Geschwindigkeiten erreichen. Bis zu 45 km/h schafft ein Rennpasser über eine kurze Strecke hinweg. Das Pferd kann diese Gangart nicht lange aufrechterhalten, da sie sehr kräftezehrend ist.

Island ist ein Land voller Geheimnisse und Mythen. Seit jeher spielten in ihren Legenden Pferde eine bedeutende Rolle. So besaß Odin, der König der Götter, ein achtbeiniges Pferd namens Sleipnir. Dass den Isländern ihre Pferde so wichtig sind, ist verständlich, denn sie bedeuten alles für sie. Sie waren in Zeiten ohne Infrastruktur, Technologien und Strom ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens: Fleischlieferant, Transportmittel, Arbeitstier. So lebten sie voneinander und füreinander. Noch heute sind die Isländer besonders stolz auf ihre reinen Pferde und vielleicht wecken diese Tiereauch in uns eine tiefe Sehnsucht nach den Weiten und Mythen Islands.

In einem sind sich jedenfalls alle Islandpferdereiter einig: Einmal Isländer, immer Isländer!

Artikel von Michaela H. aus „TierZeit“ Ausgabe 1 http://www.tierforum.de/tierzeit/

Was hat der Steigbügel mit der Sicherheit beim Reiten zu tun?

Besser ganz ohne Steigbügel als mit schlechten reiten
Steigbügel sind – wie vielleicht Reitanfänger glauben – keinesfalls einfach nur eine Steighilfe um den Pferderücken zu erklimmen. Ein guter Steigbügel ist ein wichtiger Teil der Ausrüstung für das sichere Reiten.

Gerade im Schulbetrieb, wo viele verschiedene Reiter unterschiedliche Pferde reiten, hapert es oft an der Qualität der Steigbügel. Kinderfüße benötigen eine ander Steigbügelgröße als Erwachsenenfüße. Denn ein Steigbügel, der nicht richtig sitzt, ist eines der größten Sicherheitsrisiken während des Reitens.

Steigbügel passend zu Fuß und Reitstiefel
Ist er zu groß, rutschen die Füße viel zu weit durch und verschlechtern den Reitsitz. Das ist für Pferd und Reiter gleichermaßen unangenehm. Sie kleine Steigbügel können dem Fuß keinen Halt geben und verschlechtern ebenfalls den Sitz.

Gefährlich wird es aber vor allem dann, wenn ein Pferd – und das kommt nun einmal immer wieder vor – im Übermut durchgeht und Bocksprünge vollführt. Wer sich dann nicht im Sattel halten kann, sollte in der Lage sein, den ungewollten aber unvermeidlichen Abstieg, zu steuern. Und genau hier liegt bei einem schlechten Steigbügel ein Sicherheitsrisiko.

Ist der Fuß zu weit durchgerutscht, kann der Reiter ihn nicht mehr herausziehen. Fliegt er jetzt über den Pferdehals oder rücklings herunter, bleibt der Fuß im Steigbügel hängen. Im schlimmsten Fall wird der Reiter sogar noch mitgeschleift. Die Folge sind böse Zerrungen, Prellungen und Bänderrisse, die nur nach vielen Monaten ausheilen. Davor hilft dann auch die beste Reitschutzweste nicht.

Wer also auf seine Sicherheit bedacht ist, der investiert die wenigen Euro mehr für ein Paar Sicherheitssteigbügel. Sie sind so aufgebaut, dass sie sich bei einem Sturz komplett mit Gurt vom Sattel lösen. Der Abstieg kann also selbst dann gut gelingen, wenn der Fuß nicht rechtzeitig aus dem Bügel genommen werden kann. Eine andere Variante von Steigbügeln öffnet sich einfach im Falle eines Sturzes. Steigbügel in großer Auswahl finden sich in jedem gut sortierten Reiterladen.

Sicherheit bis ins Detail
Ein guter und sicherer Steigbügel verfügt über eine ausreichend breite Trittfläche (ca. 9-12 cm), ist mit einer rutschfesten Einlage versehen und hält den Reitstiefel genau dort, wo er sein soll. Sicherheitssteigbügel und die Ausführungen in Edelstahl sollten selbstverständlich sein, sie rosten nicht, sind widerstandsfähig, einfach zu reinigen und bieten optimale Sicherheit.

Gastbeitrag von Christiane: http://www.pferde-weide.de

Grunewald: Pony von Hunden zu Tode gehetzt

Beim Ausritte der Kindergruppe des Reitclubs Grunewald ist ein Pony zu Tode gehetzt worden. Aus dem Wald sprangen zwei frei laufende Jack-Russell-Terrier aus dem Gebüsch und sprangen die Pferde an, die Hundebesitzer konnten nichts mehr machen. Die Ponys warfen die Kinder ab und rannten in den Wald.

Als Stunden später die Ponys zurückkehrten, fehlte eines mit dem Namen „Räuber“. Es erlitt einen Lungenriss und lag blutend im Wald. Das Pferd musste eingeschläfert werden.

Das Gebiet rund um den Pferdehof ist eine der grössten Hundefreilaufzonen des Grunewalds. Birgit Lenzen (44), Vizechefin des Reitclubs:

„Jeder kennt das Problem mit den frei laufenden Hunden – aber niemand handelt!“

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung schreibt vor:

„Hunde müssen immer im Einwirkungsbereich des Halters sein und jederzeit zurückgerufen werden können. Andernfalls sind sie auch in Auslaufgebieten anzuleinen.“

Lenzen klagt an:

„Beides war nicht der Fall“

Doch Halter und Hunde verschwanden nach dem Vorfall. Es ist zu hoffen die Besitzer werden noch gefunden. Trotzdem sollte man jetzt nicht wieder alle Halter pauschal verurteilen.