Bonobo-Menschenaffen sind uns ähnlicher, als wir denken

Jetzt ist es amtlich, wenn der Bonobo-Affe mit dem Kopf schüttelt, dann signalisiert das seinen Artgenossen ein „Nein“. Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Freie Universität Berlin und der britischen Universität Portsmouth haben in einer Studie jetzt nachgewiesen, dass Bonobo-Mütter ihre Jungen mit einem Kopfschütteln zurechtweisen. Laut einem Bericht in der Fachzeischrift „Primates“ habe zum Beispiel ein Jungtier mit einem Stück Gemüse gespielt. Das missfiel der Mutter offensichtlich, worauf sie dem Jungen in die Augen sah und deutlich mit den Kopf schüttelte.

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Die Wissenschaftler haben für diese Studie die Affen in deutschen und belgischen Zoos beobachtet und festgestellt, dass Bonobos offensichtlich toleranter und kooperativer sind als andere Menschenaffen. Diese Tiere hätten ein ausgeklügeltes Sozialsystem, das deutlich weniger Hierarchien aufwiese, als das bei anderen Primaten üblich sei, so die Wissenschaftler. Zudem verständigen sich Bonobos wesentlich vielfältiger untereinander als andere Menschenaffen.
Derartige Gesten, wie das Kopfschütteln als „Nein“ seien bislang nur bei Schimpansen beobachtet worden, so die Forscher abschließend.

Bonobos leben in den tropischen Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo (Afrika). Auch wenn sie Zwergschimpansen genannt werden, sind sie annähernd so groß wie der Gemeine Schimpanse. Sie unterscheiden sich jedoch durch ihr friedlicheres Verhalten und die zierlichere Statur von ihren Verwandten.

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Affe beisst Berliner Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz Finger ab

Er wollte ihn bloß füttern. Plötzlich war der Finger ab…

Der Schimpanse „Pedro“ aus dem Berliner Zoo hat Direktor Bernhard Blaszkiewitz einen Finger abgebissen, berichtet die Zeitung „B.Z.“ in ihrer Internetausgabe.

Es passierte zur Mittagsfütterung im Außengehege der Affen. Blaszkiewitz, der einen Bekannten durch den Zoo führte, wollte einem der Schimpansen eine Walnuss reichen. Da packte das Affenmännchen den Zoodirektor am Arm und biss ihm in die Hand…

„Pedro“ erwischte den rechten Zeigefinger, trennte ihn fast vollständig von der Hand. Ein Augenzeuge: „Er hing nur noch an einem Hautfaden“.

Blaszkiewitz nahm’s relativ gelassen, rief persönlich seine Sekretärin an und bat sie, den Rettungsdienst zu alarmieren. Im Unfallkrankenhaus Marzahn wurde Blaszkiewitz notoperiert.

Ist der Finger des Zoo-Direktors noch zu retten?

„Es gibt eine Chance, aber sie ist nicht sehr groß“, sagte der Chefarzt und Chirurg Andreas Eisenschenkin. Zwar sei die Bisswunde recht glatt, aber es gebe eine sehr große Infektionsgefahr. „Durch den Schimpansen sind da Keime im Spiel, die wir teilweise gar nicht beherrschen können.“ Das Krankenhaus ist spezialisiert auf Brandopfer und schwierige Transplantationen von abgetrennten Gliedmaßen.

Die Operation habe am Montag um 14.30 Uhr begonnen, berichtete Eisenschenk. „Aber bis 21.00 Uhr wird es sicher dauern. Es ist sehr schwierig und kompliziert, all die winzigen Gefäße und Nerven wieder zu verbinden.“ Das Chirurgenteam habe anfangs die Entscheidung zwischen dem Annähen und einer Versorgung als Stumpf treffen müssen und nach gründlicher Überlegung die erste Variante gewählt.

Laut Berliner Morgenpost gab sich der Direktor selbst die Schuld an dem Übergriff, da er die Fütterung ohne Sicherheitsvorkehrungen durchführte. Die meisten Zoo-Tiere dürfen nicht aus der Hand gefüttert werden, sondern kommen dafür in einen separaten Raum.

Noch mehr Sorgen für Blaszkiewitz: Er kämpft derzeit mit dem Zoo Neumünster um die Rechte an Star-Eisbär Knut. Der „gehöre“ Neumünster, weil sein Vater Lars von dort stammt. Den vorgeschlagenen Kaufpreis von mindestens 500 000 Euro hatte Blaszkiewitz bislang abgelehnt. Knut hatte dem Berliner Zoo rund sechs Millionen durch Eintrittsgelder beschert.

Quelle: bild.de
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Affe läuft frei im Schwarzwald – Herkunft unbekannt

In Donaueschingen bei der Gauchachtalbrücke haben Spaziergänger am Sonntag einen Berberaffen entdeckt. Das Tier hält sich immer noch dort auf, die Herkunft des Tieres ist aber ein Rätsel. Am Sonntagnachmittag klingelt das Telefon im Polizeirevier Donaueschingen. Aufgeregt berichten Spaziergänger davon, dass sie unterhalb der Gauchachtalbrücke bei Döggingen, auf der alten B 31, einen Affen gesehen haben:

„Er schwingt sich hier von Ast zu Ast.“

Beamten rücken aus, um den mysteriösen Fall zu überprüfen. Tatsächlich handelt es sich nicht um einen schlechten Scherz: Zwischen Tannen und Eichen hockt ein Äffchen.

Die Polizei ist in diesem Fall zunächst ratlos. Ein Tierpfleger vom Tierpark Löffingen stellte klar, dass das Tier nicht aus dem Park stamme. Nun wird es knifflig für Polizei und Affe.

Denn laut den Beamten gibt der Tierpfleger eine beunruhigende Prognose ab. Wenn das Tier eingefangen und zu Artgenossen gesperrt werden würde, bedeute dies sein sicheres Ende – die anderen Affen würden ihn als „Eindringling“ in ihrer Gruppe betrachten und nicht besonders freundschaftlich behandeln.

Die Versuche, den kleinen Primaten dingfest zu machen, scheitern ohnehin – als der Sonntag zu Ende geht ist er immer noch auf freien Händen und Füßen.

„Es ist gar nicht so einfach mit dem Vieh“, heißt es bei der Polizei Donaueschingen am Montag auf Anfrage von schwarzwaelder-bote.de. Zwar halte sich das Sorgenkind noch immer bei der Gauchachtalbrücke auf, doch ob man ihn einfängt oder nicht, das solle das Veterinäramt entscheiden.

Dort herrscht zunächst Erstaunen über den freien Affen. Bislang sei er noch nicht von dem Fall unterrichtet worden, meint Norbert Admaski vom Veterinäramt Donaueschingen. Für ihn steht aber fest, dass man den Affen nicht frei rumlaufen lassen kann, er vermutet das das Tier verhungern wird.
Der Affe müsse eingefangen und sein Gesundheitszustand überprüft werden. Und natürlich sei es dringend notwenig, herauszufinden, wem der Affe gehört.

Seine Herkunft ist aber nach wie vor ein Rätsel, es wird nirgends ein Affe vermisst.

Findet sich kein Besitzer, heißt es wohl Klappe zu, Affe tot – der Ausreißer wird laut Polizei wohl eingeschläfert. Dazu muss er aber erst mal gefangen werden.

Bei der Affenjagd will die Polizei die Öffentlichkeit raushalten: Es werde eindringlich davor gewarnt, sich dem Affen zu nähern, da er sehr bissig sein könnte, heißt es in einer Warnung. Hinweise über die Herkunft werden allerdings gerne entgegengenommen. Unter 0771 / 83 78 30 soll dem Affenzirkus damit möglichst bald ein Ende bereitet werden.

Germany’s Next Tierquäler?

«Germany’s Next Topmodel»-Kandidatin Gisele verweigert allenthalben die Arbeit. Für einmal aber hatte sie mit ihren Zweifeln aber Recht, denn das Foto-Shooting mit Tieren stösst auf Kritik…

Gisele ist eine Heulsuse: Die GNTM-Kandidatin ist hoch emotional und psychisch vielleicht nicht die Stabilste. Doch für einmal konnten einige der Zuschauer ihre Reaktion verstehen, denn das Fotoshooting mit (jungen) Tieren hat auch andere Kritiker auf den Plan gerufen.

«Da habe ich das erste mal gemerkt, wie die mit dem umgehen»

Bei eisiger Kälte drehten die Models in spe auf den belebten Strassen New Yorks mit einer Dogge, einem Falken, einem Schimpansen und einem Löwenbaby. Für Gisele eigentlich ein Grund zur Freude. «Bei mir geht das Herz auf, wen ich mit Tieren zu tun habe». Dann aber zögert sie.

«What’s the matter? Are you scared?»,

fragt die Aufnahmeleiterin.

Nein, Angst hat Gisele nicht.

«Ich liebe Affen, ich war so glücklich, aber dann kam ich in die Realität zurück, da habe ich das erste mal gemerkt, wie die mit dem umgehen.»

Das Tier tat Gisele Leid.

«Ich möchte den halt nicht so hin- und herziehen. So wie die den anfassen, das ist nicht so meine Art. Ich bin nicht so dafür, dass man die Tiere hier draussen in der Kälte hat.»

Das könne vielleicht eine Dogge vertragen, vielleicht ein Löwe, aber kein Schimpanse.

Das sagt die Expertin

Das ein Löwenbaby niedrige Temperaturen mag, darf allerdings auch bezweifelt werden. 20minuten.ch fragte bei der Expertin Karin Isler nach, die Oberassistentin beim Anthropologischen Institut der Universität Zürich ist.

«Dass der Schimpanse an der Hand eines Models laufen muss, ist an und für sich keine Tierquälerei»,

lautet ihre erste Antwort.

Aber: «Die eigentliche Qual sind die Lebensumstände eines solchen Schimpansenbabys. Er wächst nicht in einem Schimpansen-Verband auf, wie er es in der freien Natur oder im Zoo tun würde, sondern mit Menschen. Solche Tiere werden später im Erwachsenenalter so aggressiv, dass sie nicht mehr unter Menschen leben können. Man kann sie aber auch nicht mehr in einem Schimpansenverband integrieren, da sie gegenüber ihren Artgenossen nicht sozialisiert sind. Anders bei vielen Tieren ist bei Menschenaffen das Sozialverhalten nicht instinktiv, sondern angelernt.»

Reizthema: Tiere in der Unterhaltung

Die Arbeit mit Tieren zu Unterhaltungszwecken ist – gerade wenn sie klein sind – immer ein Reizthema. Vielleicht haben Klum und Co aber auch schon mit Protesten gerechnet: Wer das Shooting im Internet auf der Webseite des Topmodels kritisieren will, kommt nicht weit: Derartige Kommentare werden gelöscht. Was halten die 20minuten.ch-User von der Geschichte: Wir da viel Lärm um Nichts gemacht oder war die Szene eine unnötige Quälerei von Tieren?

Quelle: 20min.ch