Wellensittich Masaker in Norddeutschland

Am 08.04.2010 wurde am späten Nachmittag von zwei Frauen ein kleiner unberingter Wellensittichhahn beim Tierheim Wolfenbuettel (südlich von Braunschweig) abgegeben. Er wurde in einem Waldstück nahe einer Autobahnzufahrt neben anderen bereits verendeten Wellensittichen gefunden. Dem Wellensittich wurden seine Flügel abgedreht, die Schwanzfedern herausgerissen und teile des Gefieders mit einem Feuerzeug verbrannt. Eine Pflegerin des Tierheims nahm sich dem sehr hungrigen und verängstigen Tier an. Die offenen Wunden wurden beim Tierarzt fachmännisch versorgt.

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Bereits nach wenigen Tagen legte der Wellensittich seine panische Angst zumindest gegenüber den zwei Kindern der Pflegerin ab und lies sich kraulen und futterte gemeinsam mit ihnen Salatgurke. Der Wellensittich erhielt den Namen „Pixel“ und soll in dieser Familie verbleiben, wo später noch ein weiterer Wellensittich mit einziehen soll.

Der quirlige Pixel ist trotz der schlechten Erfahrung die er mit Menschen gemacht hat, außergewöhnlich zahm, so dass davon ausgegangen werden kann, dass ein Vorbesitzer ihn doch mal sehr lieb gehabt haben muss. Sein Voliere wurde behindertengerecht ausgestattet, so dass ihm zukünftig an nichts mehr fehlen wird.

Das Tierheim Wolfenbuettel bittet um Hinweise, welche zur Aufklärung dieser Tierquälerei beitragen können. Da auch die bereits verendeten Wellensittiche unberingt waren, ist davon auszugehen, dass die Wellensittiche von einer unerlaubten privaten Vermehrung stammen und von nachfolgenden Besitzern auf solch grausame Weise entledigt wurden.

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Tierquälerei in Jagdrevieren – 28 illegale Fallen entdeckt

Bei einem Großeinsatz in den letzten fünf Tagen wurden Jagdreviere in Nordrhein-Westfalen von Polizei und Vogelschützern  durchsucht und zahlreiche Umweltstraftaten und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgedeckt.

Dies teilte das Komitee gegen den Vogelmord e.V. Aktionsgemeinschaft Tier und Artenschutz mit. Nach einigen Hinweisen hatte man in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen, Kleve, Wesel, Borken, Neuss und Düren zahlreiche illegale Tierfallen sowie vergiftete, gefangene und geschossene Vögel geschützter Arten entdeckt. Insgesamt wurden mittlerweile sechs Strafverfahren eingeleitet und 28 illegale Fallen für den Fang von Vögeln und Säugetieren beschlagnahmt oder bei den zuständigen Jagdbehörden zur Anzeige gebracht. Weiterhin wurden bei der Aktion acht tote und ein frisch gefangener Greifvogel sowie zwei mit Schrot geschossene Reiher entdeckt.

Komiteepräsident Heinz Schwarze:

„Die Verstöße haben eine unglaubliche Dimension. Offenbar pfeifen viele Jäger im Rheinland auf das Gesetz und töten gewohnheitsmäßig geschützte Arten“

Am Sonntag wurden in einem Gehege für Jagdfasane in der Nähe des Gutes Barbarastein (Rhein-Kreis Neuss) vier illegal aufgestellte Tellereisen und zwei große Fallen zum Fang von Greifvögeln und Krähen entdeckt.

Ein lebender Mäusebussard, der sich in einem der Tellereisen gefangen hatte, wurde umgehend in eine Tierklinik gebracht.

Während Polizeibeamte den Sachverhalt vor Ort aufnahmen, erschien der Jagdpächter am Tatort und bestätigte, dass es sich um seine Fanggeräte handele. Gegen den Mann wurde seitens der Polizei ein Strafverfahren wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz und wegen Tierquälerei eingeleitet.

Ebenfalls am Sonntag meldete eine Zeugin dem Komitee drei frisch tote Mäusebussarde, die in der Nähe von Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) neben einer offensichtlich vergifteten Ködertaube gefunden wurden. Die Kadaver wurden zur Analyse übergeben.

Bereits am Mittwoch entdeckten Vogelschützer zwei riesige Vogel- und drei illegal errichtete Säugetierfallen in einem Jagdrevier bei Alpen (Kreis Wesel). Zuvor wurde in diesem Jagdrevier bereits eine Vogelfalle mit einer lebenden Brieftaube als Köder entdeckt. Beamte der Polizei Xanten dokumentierten die Verstöße und veranlassten anschließend den Abtransport der Fallen.
Bei Issum (Kreis Wesel) befreiten die Tierschützer eine Hauskatze, die in einer illegal aufgestellten Durchlauffalle gefangen war. Weitere illegale Fallen dieses Typs wurden bei Großbüllesheim (Kreis Euskirchen), Linnich (Kreis Düren) und nördlich von Heinsberg gefunden.

Quelle: eifelzeitung.de

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Hamburg: Tierhasser stellt Vogelfallen mit Nylonfäden

In diesem Jahr haben sich in Hamburg bereits 36 Tiere in Nylonfäden verheddert und dies mit ihrem Leben bezahlt.

Mehrmals täglich verheddern sich derzeit Vögel in dünnen Fäden, die zwischen Baumkronen gespannt sind. Die Polizei ermittelt. Es wird vermutet, dass die Schnüre ganz bewusst gespannt wurden um Vögel zu fangen.

Polizeisprecher Andreas Schöpflin:

„Wir prüfen, ob eine Straftat vorliegt. Möglicherweise stammen die Seile auch von abgerissenen Drachen. Der Fachdienst für Umweltdelikte der Wasserschutzpolizei ermittelt.“

Freitag Vormittag rückten die Retter der Feuerwehr in Wandsbek aus. Ein Bussard hatte sich in einer Schnur verfangen und lag hilflos auf einem Dach. Der Raubvogel konnte gerettet werden und wurde ins Tierheim gebracht.

Kurz darauf wurde schon erneut ein gefangener Vogel gemeldet. Diesmal war eine Möwe in eine Schnur zwischen Bäumen auf einem Schulhof im Großlohering (Rahlstedt) geflogen. Dort hing sie kopfüber in der Luft. Auch dieses Tier retteten die Feuerwehrmänner.

Fast zeitgleich waren auch die Kollegen in Billstedt im Einsatz. Dort holten die Feuerwehrmänner mit einer Leiter eine blutende Möwe aus dem Seil.

Und immer häufiger müssen die Retter zum Vogelbefreiungs-Einsatz ausrücken. Feuerwehrsprecher Martin Schneider: „Heute hatten wir allein im Osten sechs Fälle. Seit Jahresbeginn sind es in ganz Hamburg schon 36.“

Quelle: Bild.de

Skandal in Fressnapf-Filiale Köln-Lindweiler

Geständnis durch Filialleiter

Gas-Skandal in einer Kölner Fressnapf-Filiale. Am Mittwoch gestand Filialleiter Achim J. vermeintlich kranke Agaponiden, Nymphen- und Wellensittiche vergast zu haben, nachdem die Zeitung EXPRESS über das grausame Töten von 90 Vögeln in einer Fressnapf-Filiale in Köln berichtete.

Der Käfig als Todesfalle.

In einem Müllbeutel eingepackt „entsorgten“ Mitarbeiter der Tierhandlung fast 100 vermeintlich kranke Vögel im Auftrag des Chefs, in dem aus einem Schlauch tödliches CO2-Gas einströmte. Einige Dutzend Tiere wurden auch in einen Eimer mit Deckel gesteckt, auf diese Weise vergast. Eine medizinische Behandlung der Tiere war dem Chef zu teuer.

Die „Fressnapf“-Zentrale griff hart durch.

Mit dem Veterinäramt ermittelten sie direkt vor Ort. Am Mittwoch nun gestand der Filialleiter die Vorwürfe und wurde per sofort entlassen.

„Herr Achim J. hat heute gegenüber den Tierärzten des Veterinäramtes Köln zugegeben, dass die im EXPRESS erhobenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen. Er hat damit die Beschuldigungen gegen ihn in vollem Maße eingeräumt“,

sagt „Fressnapf“-Sprecher Achim Schütz.

Und weiter:

„Auf Drängen der Fressnapf-Zentrale wird Herr J. aus den Vorgängen Konsequenzen ziehen und den Markt verkaufen. Die Leitung des Marktes übernimmt ab sofort die Fressnapf-Zentrale.“

Filialleiter J. steht derzeit total neben sich. Er erklärt sein „unentschuldbares Verhalten“ als „Kurzschlusshandlung“:

„Ja, ich habe die Tiere vergast. Das hätte nicht geschehen dürfen, doch bedauerlicherweise kann ich das nicht rückgängig machen.“

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn – wegen unerlaubten Tötens von 93 Sittichen.

Weitere Artikel:
Bericht 31.03.2008
Bericht 01.04.2008
Bericht 02.04.2008

Gefunden via crusta.de

Wellensittich sinkt in der Gunst der Deutschen

Wellensittich, Kanarienvogel und Co sind in Deutschland als Haustiere im stetigen Sinkflug. Das teilte der Industrieverband Heimtierbedarf in Düsseldorf mit.

wellensittich.jpg Die Zahl der Ziervögel schrumpfte innerhalb von zehn Jahren von fünf Millionen auf zuletzt 3,4 Millionen Tiere im vorigen Jahr. Klare Ursachen für diesen Trend seien noch nicht ausgemacht, sagte ein Sprecher. Die Zahl der Katzen wächst dagegen kräftig. 1997 miauten noch 6,3 Millionen Tiere in deutschen Wohnungen, 2007 waren es dagegen schon 7,9 Millionen Stubentiger.

Bei den Hunden tat sich unterdessen wenig. Die „besten Freunde des Menschen“ liegen bei 5,3 Millionen, das sind 300 000 Tiere mehr als 1997. Die übrigen Kleintiere wie Meerschweine und Kaninchen legten von 4,5 auf 6,6 Millionen zu. Leichten Zuwachs gibt es neuerdings bei den Fischen. Die Zahl der Aquarien stieg laut den Zahlen allein 2007 von 1,95 Millionen auf 2,1 Millionen.

Für Futter, Spielzeug und anderen Bedarf ihrer Haustiere haben die Bundesbürger im vergangenen Jahr mehr als 3,3 Milliarden Euro ausgegeben. Das beste Geschäft wurde mit Katzennahrung gemacht: Für das Fressen ihrer Stubentiger gaben die Deutschen laut den Zahlen mehr als 1,2 Milliarden Euro aus. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 205 Millionen Euro wurden allein in Katzenstreu investiert. Bei Hundefutter blieb der Markt mit einer Milliarde Euro konstant, teilte der Verband mit. Insgesamt halten die Deutschen mehr als 23 Millionen Haustiere. In jedem dritten Haushalt lebt ein Heimtier.

Quelle: ln-online.de

Giftköderwarnung für Höflein – Gifteier ausgelegt

Vor kurzem wurden in Höflein (Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich) zum wiederholten Mal mit Gift präparierte Eier gefunden. Schon letztes Jahr und 2004 wurden in Höflein Giftköder ausgelegt. Die zehn Eier wurden am Rande eines Windschutzstreifens gefunden.

Die Hühnereier wurden mit dem Pestizid Carbofuran präpariert. Carbofuran ist ein sehr gefährliches Gift, das bei Tieren zu einem qualvollen Tod führt. Es wird häufig für Giftköder missbraucht und ist in der EU bereits verboten.

Es wird befürchtet, dass Wildtiere, insbesondere Greifvögel, den Ködern zum Opfer fallen könnten. Aber auch Haustiere könnten an die Köder gelangen. Hundehaltern wird zur Vorsicht geraten.

Quelle: ORF.at

USA: Golfprofi erlegt Falken mit Golfball

Tierschützer fordern Haftstrafe

Orlando (USA). Tripp Isenhour muss sich mit harten Anschuldigungen von Tierschützern auseinandersetzen. Der US-Golfprofi hatte in einem Naturschutzgebiet einen Falken mit einem Golfball erlegt, nun wird Isenhour Absicht vorgworfen. Tierschützer werfen Isenhour Verstoß gegen das Artenschutzgesetz vor, ihm könnte dafür sogar eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr Gefängnis drohen.

Isenhour weist die Vorwürfe zurück und zeigt sich „extrem bestürzt“ über den Tod des Vogels. Der Falke war im Dezember vergangenen Jahres auf die kuriose Weise ums Leben gekommen. Laut Vorwürfen soll der Vogel angeblich bei Aufnahmen für ein Golf-Lehrvideo auf der Anlage des Grand Cypress Club in Orlando die Beteiligten gestört haben.

Nach Angaben eines Mitglieds der Aufnahme-Crew soll sich Isenhour zunächst dem rund 250 Meter entfernten Vogel genähert und vergeblich Bälle in dessen Richtung geschlagen habe. Später sei das Tier bis auf 70 Meter an die Filmcrew herangekommen und erneut mit Golfbällen attackiert worden. Isenhours zehnter Schlag sei dann der tödliche Treffer gewesen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn treffe“,

wird der 39-Jährige von einem „Tatzeugen“ zitiert.

Isenhour bestreitet den Vorsatz:

„Es war keine Böswilligkeit. Ich wollte ihn nur verjagen, nicht treffen. Meine Familie und ich lieben Tiere. Wir haben daheim drei Katzen.“

Quelle: rp-online.de

Kleintierhaltung in Mietwohnungen darf nicht generell untersagt werden

Neues Urteil zur Haltung von Kleintieren in Mietwohnungen

Laut eines Urteils des Bundesgerichtshofes dürfen Kleintiere im Mietvertrag nicht pauschal untersagt werden (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB) . Bisher konnte in einem Mietvertrag die Haltung von Tieren verboten werden, eine Ausnahme bildeten bisher nur Ziervögel und Fische. Nun wurde entschieden das Kleinsäuger wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster ebenfalls in diese Klausel gehören und nicht pauschal verboten werden können.

Eine Klausel die das halten von Kleintieren untersagt ist demnach ungültig. Hunde und Katzen können aber weiterhin verboten werden, auch wenn es schon einige Urteile gab in denen ein so kleiner Hund wie ein Yorkshire Terrier zu Kleintieren gezählt wurde.

Ob Hunde oder Katzen gehalten werden dürfen sollte also immer mit dem Vermieter abgesprochen sein (bestenfalls Schriftlich festgehalten), um böse Überraschungen zu vermeiden. Bei Unklarheiten kann man sich auch an den Mieterschutzbund wenden.

Stuttgart: Sorge um entführten Pinguin

pinguin.jpgLetzte Woche wurde der Brillenpinguin „Babe“ aus der Wilhelma in Stuttgart gestohlen.

Für die 4 jährige Pinguin Dame ist das lebensgefährlich, denn bei falscher und nicht artgerechter Haltung hat sie keine Überlebenschance. Seit dem Raub sind schon 7 Tage vergangen und die Sorge um „Babe“ wächst.

Babe war einer der zutraulichsten Pinguine im Gehege und liess sich auch gerne mit den Besuchern fotografieren. Vielleicht war es die Zutraulichkeit die dazu führte, dass ausgerechnet Pinguin Dame Babe von den 55 Pinguinen gestohlen wurde. Brillen-Pignuine stehen auf der ganzen Welt unter Naturschutz.

Bisher gibt es keine Hinweise auf ihren Verbleib, die Polizei bittet um Hinweise. Der Zoo hofft, dass der Dieb die Pinguin Dame aus Mitleid wieder zurück bringt.

Die Hälfte alle Tierarten ist gefährdet, warnen Umweltschützer

Tierarten sind gefährdet

Am Beispiel des Laubfrosch warnen Umweltschützer über die Gefährdung von vielen Tierarten. In den 1970er Jahren gab es z.B. in Hamburg noch ganze Populationen von Laubfröschen. Inzwischen gibt es nur noch wenige Bestände.

Die laubgrünen Amphibien stehen in der Hamburger Liste der bedrohten heimischen Arten ganz oben – als „vom Aussterben bedroht“. Welche ökologische Uhr da tickt, haben jetzt Umweltschützer am „Tag des Artenschutzes“ deutlich gemacht. Gut die Hälfte aller untersuchten Tier- und Pflanzenarten sei gefährdet, heißt es beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

„Das ist nicht nur ein Problem für Hamburg, sondern für ganz Deutschland“,

sagt BUND-Naturschutzexperte Friedrich Wulf.

Bereits in Hamburg ausgestorben sind etwa Sumpfschildkröte, Feuersalamander, Wechselkröte und Rotbauchunke. Als unmittelbar vom Aussterben bedroht gelten neben dem Laubfrosch Kreuzotter und Knoblauchkröte. Insgesamt wurden 88 Prozent der Amphibienarten in Hamburg in die Gefährdungskategorien der „Roten Liste“ eingestuft.

Vögeln geht es nicht besser

Auch den Vögeln geht es kaum besser. Der Kiebitz-Bestand ging in den vergangenen 30 Jahren um 35 Prozent zurück. Jetzt erwischt es sogar den einst am weitesten verbreiteten Haussperling. Während der Spatz im Bundesdurchschnitt nach wie vor den ersten Platz in einer Rangskala der am häufigsten gezählten Vogelarten belegt, rangiert er in Hamburg auf Platz fünf. Vor zwei Jahren noch flatterte er auf Rang 3. Nabu-Chef Stephan Zirpel kommentiert den Sinkflug des Singvogels so: „Er hat es offensichtlich in Hamburg äußert schwer, sich zu behaupten, weil ausreichend Lebensraum für ihn fehlt.“

In den letzten Jahrzehnten hätten Häusersanierungen und Fassadenversiegelungen dazu geführt, dass dieser Vogel weniger Nistplätze finde. Umweltschutzorganisation wie der BUND fordern nun, dass die Bundesregierung den Artenschutz verbessert und die europäischen Naturschutzrichtlinien umsetzt.

Quelle: welt.de