TV Tipp: Spiegel Tv auf Vox – Tier-Messies

Tier-Messies – Wenn aus Liebe Qual wird

Anzeige:

Heute (13.1.09) Abend um 23:00Uhr auf Vox geht es bei Spiegel Tv Extra um Tiermessies.

Als die Tierschützer aus Meißen in dem heruntergekommenen Mietshaus im Industriegebiet in Riesa eintreffen, trauen sie ihren Augen nicht. Eine 72-jährige Frau sitzt im Flur ihrer kleinen Wohnung, die sie sich mit mehr als 25 Katzen teilt. Der Geruch nach Urin und Kot ist unerträglich. Teilnahmslos nimmt sie die Aktion der Mitarbeiter des Tierheims wahr, die an diesem Morgen 17 lebende und eine tote Katze aus der Wohnung holen. Im Verlauf der nächsten Woche werden weitere Tiere und Kadaver geborgen. Unterernährt und halbwild werden sie das erste Mal in ihrem Leben tierärztlich versorgt. Ausnahmesituationen wie diese sind in Deutschland zur grausamen Realität geworden.

Das Phänomen hat einen englischen Namen: Animal Hoarding. Menschen, deren Tierliebe zur Krankheit wird. Meist fängt es mit ein paar Tieren an, die sich unkontrolliert vermehren. Schon nach kurzer Zeit überfordern die Vierbeiner ihre Besitzer, meistens schaffen sie es sogar nicht, ihre Schützlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Tiere sind oft verdurstet und verhungert, bevor die Tierretter eintreffen.

Quelle: Vox.de

Eure Meinungen zur Reportage könnt ihr gerne als Kommentar hinterlassen.

Anzeige:

Teilen:

Gesellige Kleintiere nie mehr allein – neues Tierschutzgesetz in der Schweiz

In der Schweiz tritt ab morgen (1.9.2008) das neue Tierschutzgesetz in Kraft. Erstmals wurden neben den vorschriften zur Haltung von Nutztieren auch Vorschriften zur artgerechten Haltung von Haustieren gemacht.

Die Einzelhaltung geselliger Haustiere ist demnach untersagt – zum Glück vieler Haustiere! Meerschweinchen, Vögel, Chinchillas, Mäuse und Ratten dürfen nun nur noch mindestens zu Zweit gehalten werden. Lange genug war die nicht artgerechte Einzelhaltung erlaubt.

Wer sich unter den Haustieren ein bisschen auskennt, dem dürfte aufgefallen sein, dass in der Aufzählung die ebenfalls geselligen Kaninchen fehlen. Die sind nämlich die Verlierer bei diesem Gesetz, für sie gibt es keine Vorschrift die Einzelhaltung verbietet. Sinn macht das aus der Sicht des Tierschutzes nicht, denn für Kaninchen ist ein artgleicher Partner mindestens genau so wichtig wie für Meerschweinchen!

Aber nicht nur gegen Einzelhaltung wird vorgegangen. In dem neuen Gesetz werden nun auch mindest Größen für Käfige und Gehege gemacht, sowie Vorschriften beim kauf.

Veränderungen gibt es auch für Neu-Hundebesitzer. Die müssen ab 2010 einen Theoriekurs besuchen, bevor sie sich einen Hund anschaffen dürfen.

Für die Haltung von Katzen wurden ebenfalls härtere Vorschriften gemacht. So müssen im Lebensumfeld der Katze Kletter-, Kratz- und Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sein, sowie erhöhte Ruheflächen und Rückzugsmöglichkeiten. Und jede Katze hat das Recht auf ein eigenes Klo.

Weitere Infos: www.tiererichtighalten.ch

Anzeige:

Teilen:

Deutschland gilt von nun an als Tollwutfrei

Drei Jahre nach dem letzten Tollwut-Fall bei Wildtieren in Hessen und Baden-Württemberg werden die gefährdeten Gebiete aufgehoben, Deutschland ist von nun an tollwutfrei.

Der hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel teilte gestern mit, dass  Wildtiere nicht mehr geimpft werden müssen. In Hessen war der letzte Tollwutfall am 27. Juli 2005 festgestellt worden. Die konsequente Impfstrategie habe sich bewährt. Auch künftig sollen aber Füchse und andere Wildtiere auf Tollwut untersucht werden. Haustiere sollten weiterhin gegen Tollwut geimpft werden

Zwischen Dezember 2004 und Februar 2005 waren im Land neun Tollwutfälle bei Wildtieren festgestellt worden, danach keiner mehr. Im Herbst 2007 wurden in Baden-Württemberg zum letzten Mal Impfköder für Füchse ausgelegt. Die Wildtiere sind Hauptüberträger der Infektionskrankheit, die bei Mensch und Tier tödlich verlaufen kann.

Die unheilbare Tollwut wird meist von Tieren auf Menschen übertragen. In Europa ist das Virus in manchen Regionen noch unter Wildtieren wie Füchsen verbreitet, in den Tropen sind öfter auch Haustiere befallen.

Weltweit gibt es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation jährlich 40.000 bis 70.000 Todesfälle nach Tollwut-Infektionen. Schwerpunkte sind Afrika und Asien.

Quelle: swr.de

Tierische Sprichwörter: „jemanden einen Bären aufbinden“

Wer kennt typische Sprichwörter wie „Der wollte mir einen Bären aufbinden“ oder „Da kaufst du die Katze im Sack“ nicht? Doch woher kommen diese Sprichwörter und was haben sie mit den jeweiligen Tieren zu tun?

Wie werden hier nach und nach einigen tierischen Sprichwörtern auf den Grund gehen.

Heute:

„Jemanden einen Bären aufbinden“

baer-aufbinden.jpg
Wenn einer sprichwörtlich versucht jemanden den Bären aufzubinden, dann versucht man ihn anzulügen oder zu flunkern.

Die Redewendung entstand in der Zeit, als es in Europa noch überall Bären gab. Einen kräftigen Bären zu erlegen war damals für jeden Jäger das Grösste, denn es brachte höchste Anerkennung bei anderen Jägern. Viele Jäger haben es dabei wohl mit der Wahrheit nicht so genau genommen und übertrieben in ihren Erzählungen, was sie erlegt hatten. In Wirklichkeit war ihre Beute viel kleiner ausgefallen.

Animal hoarding – krankhafte Tierhortung

Immer wieder haben Veterinärbehörden mit Fällen von krankhafter Tiersammlung  zu tun. Animal hoarding ist eine psychische Störung, sie ist veratwortlich dafür das Betroffene Menschen Haustiere regelrecht „sammeln“ und völlig unkontrolliert halten. Dabei handelt es sich meist um unzählige Tiere, Betroffene verlieren den Überblick über ihre Tiere. Sie können sie nicht artgerecht halten und sind nicht fähig sie angemessen zu verpflegen. Die Tiere leben oft in Massen auf einen kleinen Raum verteilt,  Hygiene wird völlig vernachlässigt und es fehlt an tierärztlicher Versorgung. Die Missstände können Betroffene weder selbstständig erkennen noch beseitigen. In späten Stadien kommt es zur völligen Verwahrlosung des Tierbestandes.

In den USA, wo es jährlich über 1000 Fälle mit hunderttausenden Tieren gibt, ist diese psychische Störung ein anerkanntes Krankheitsbild, nicht Deutschland jedoch noch nicht.

Bei den betroffenen handelt es sich meist um ältere, alleinstehende Personen – meistens Frauen.  Sie sehen sich selbst als engagierte Tierschützer. Ihr Sammelverhalten verbergen diese Menschen nach außen.

Bekannt werden solche Fälle meist erst durch Nachbarn denen Lärm oder Geruch auffällt.

Als Ursache gilt vor allem Einsamkeit! Die Betroffenen haben Angst bald völlig allein und isoliert zu leben und horten somit mehr und mehr Tiere, die dabei als Partner- oder Familienersatz gesehen werden. Mit jeden neuem Tier ist ein Glücksgefühl verbunden.

Laut Wikipedia sind die am meisten betroffene Tierarten Hunde mit 46,4%-60% und Katzen mit 33,9%-65% (je nach Studie). Der schlimmste deutsche Fall betraf über 500 Hängebauchschweine, ca. 300 Pferde, mehrere Hundert andere Tiere (Ziegen, Schafe, Lamas, Geflügel). In einem anderen Fall wurden in einem Haushalt 82 lebende und 108 toten Katzen gefunden.