Zürich: vier Hunderassen werden verboten

Bei den Abstimmungen im Kanton Zürich ging heute ein Kampfhundeverbot hervor! Die Stimmberechtigen haben sich deutlich für die entsprechende schärfere Hundegesetze ausgesprochen (Stimmbeteiligung 50,5%).

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Anlass für die Gesetztesänderung war die Attacke eines Pitbulls in Oberglatt ZH vor drei Jahren, bei der ein Kind getötet wurde. Dass das aus dem Jahr 1971 stammende Hundegesetz aktualisiert werden muss, war denn auch kaum bestritten.

Die Änderungen sehen vor allem eine Bewilligungspflicht für das Halten von «Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial» vor, aber auch ein Verbot für sogenannte Kampfhunde.

Es werden voraussichtlich die vier Rassen American Pitbull, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Staffordshire Bullterrier verboten. Bisher gilt für diese Rassen bloss eine Maulkorb- und Leinenpflicht.

Bereits im Konton Zürich lebende Hunde dieser Rasse dürfen aber weiterhin dort bleiben. Von den 60 000 Hunden im Kanton Zürich gehören heute rund 500 bis 600 Tiere zu den gefährlichen Rassen. Diese Tiere dürfen im Kanton weiterleben. Die Besitzer dieser Tiere müssten aber – bis spätestens drei Monate nach Inkrafttreten der Regelung – eine Haltebewilligung einholen.

Mit dem Verbot zieht der Kanton Zürich gleich mit den Kantonen Genf und Wallis. Dort hiessen die Stimmberechtigten im vergangenen Februar eine Initiative gut, die ein Verbot solcher Hunde verlangte. In verschiedenen weiteren Kantonen wurden bisher Verbote zwar erwogen, schliesslich aber eine Bewilligungspflicht und strenge Auflagen als sinnvoller erachtet.

Jedoch gibt es auch Zweifel an der Umsetzbarkeit Kampfhundeverbots wie Hansruedi Weinmann, Präsident der Zürcher Sektion der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft sagt. Das Gesetz sei populistisch und spiegle eine Sicherheit vor, die es nicht gebe.

Quelle: 20min.ch
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Schweizer Herdenschutzhunde sollen Sachsens Schafe schützen

Im Bundesland Sachsen ist der Wolf schon seit einiger Zeit zurück gekehrt. Zur Zeit leben in dem Freistaat derzeit vier Wolfsrudel, in denen vermutlich insgesamt 12-17 erwachsene Wölfe und eine unbekannte Zahl von Welpen leben. Es besteht nun bei Schäfern wieder der Bedarf die Schafherden vor Übergriffen zu schützen. Seit Juni gab es 10 Angriffe auf Herden, dabei kam es zum Verlust von 31 Tieren.  Aber zum Glück bemüht sich das Bundesland Sachsen um ein friedliches Zusammenleben zwischen Schäfer und Wolf.

Zum Schutz der Schafe wurden als erste Maßnahme Schutzzäune (aus Stromführenden Netzen) aufgestellt. Jedoch haben einige der Wölfe bereits gelernt über diese Zäune zu gelangen. Nun sollen Herdenschutzhunde die Schafherden vor Wölfen schützen. Wie gut das klappt, ist schon seit längerer Zeit aus der Schweiz bekannt (Wir berichteten: Einsatz von Herdenschutzhunden bringt Erfolg)

Seit letzter Woche sind in Sachsen nun 3 Herdenschutzhunde aus der Schweiz im Einsatz. Es handelt sich dabei um Hunde der Rasse Maremmano Abruzzese. Zwei Erwachsene Hunde und ein Jungtier. Die Kosten für den Einsatz übernimmt die sächsische Naturschutzverwaltung.

„Die Herdenschutzhunde aus der Schweiz sollen nicht nur die Wölfe abwehren, sondern auch eine Impulswirkung auf unsere sächsischen Schäfer ausüben. Wenn sich der Wolf erst an das Schaf als eine leichte Beute gewöhnt, dann jagt er nicht mehr das Reh im Wald. Eine solche Entwicklung müssen wir unbedingt verhindern“ sagte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer.

Nach einer Pilotphase soll überprüft werden, ob der Freistaat eine eigene mobile Gruppe von Herdenschutzhunden aufstellt.

Quelle: leipzig-seiten.de

Auch N-tv.de berichtete über die Herdenschützer aus der Schweiz, bezeichnete diese jedoch fälschlicherweise als Hütehunde. Das wird leider sehr oft verwechselt, dabei sind die Aufgaben beider Hundegruppen völlig verschieden. An dieser Stelle noch mal der große Unterschied zwischen Herdenschutzhunden und Hütehunden.

Herdenschutzhunde sind ausschließlich dazu da die Herde vor Raubtieren oder auch Dieben auf zwei Beinen zu schützen. Sie treiben die Herde nicht! Sie sind die meiste Zeit mitten in der Herde und arbeiten völlig selbstständig. Für ihre Arbeit brauchen die großen und kräftigen Hunde also keine Befehle vom Schäfer. Die Hunde arbeiten hauptsächlich mit Abschreckung um Angriffe von vornherein zu vermeiden.

Der Hütehund ist die „Rechte Hand“ des Schäfers. Er treibt die Hunde und hält sie zusammen. Er arbeitet mit dem Schäfer zusammen und muss dabei auf die Befehle des Schäfers hören. Hütehunde sind eher mittelgross und sehr wendig und schnell, sie haben eine hohe Lernfähigkeit.

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Gesellige Kleintiere nie mehr allein – neues Tierschutzgesetz in der Schweiz

In der Schweiz tritt ab morgen (1.9.2008) das neue Tierschutzgesetz in Kraft. Erstmals wurden neben den vorschriften zur Haltung von Nutztieren auch Vorschriften zur artgerechten Haltung von Haustieren gemacht.

Die Einzelhaltung geselliger Haustiere ist demnach untersagt – zum Glück vieler Haustiere! Meerschweinchen, Vögel, Chinchillas, Mäuse und Ratten dürfen nun nur noch mindestens zu Zweit gehalten werden. Lange genug war die nicht artgerechte Einzelhaltung erlaubt.

Wer sich unter den Haustieren ein bisschen auskennt, dem dürfte aufgefallen sein, dass in der Aufzählung die ebenfalls geselligen Kaninchen fehlen. Die sind nämlich die Verlierer bei diesem Gesetz, für sie gibt es keine Vorschrift die Einzelhaltung verbietet. Sinn macht das aus der Sicht des Tierschutzes nicht, denn für Kaninchen ist ein artgleicher Partner mindestens genau so wichtig wie für Meerschweinchen!

Aber nicht nur gegen Einzelhaltung wird vorgegangen. In dem neuen Gesetz werden nun auch mindest Größen für Käfige und Gehege gemacht, sowie Vorschriften beim kauf.

Veränderungen gibt es auch für Neu-Hundebesitzer. Die müssen ab 2010 einen Theoriekurs besuchen, bevor sie sich einen Hund anschaffen dürfen.

Für die Haltung von Katzen wurden ebenfalls härtere Vorschriften gemacht. So müssen im Lebensumfeld der Katze Kletter-, Kratz- und Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sein, sowie erhöhte Ruheflächen und Rückzugsmöglichkeiten. Und jede Katze hat das Recht auf ein eigenes Klo.

Weitere Infos: www.tiererichtighalten.ch

Hundehalter verklagen Schweizer Fernsehen

Reissen an der Leine, Kettenhalsbänder: Erziehungsmassnahmen, die Hundefreunden nahe gehen. Die Interessengruppe «Keine Gewalt an Hunden» hat Anzeige gegen den Hundecoach Heini Meier und die Redaktion «Leben live» des Schweizer Fernsehens eingereicht.

Jeden Freitagabend flimmert die Sendung «Leben live» in den Schweizer Stuben. Und jeden Feitag zittern einige Hundefreunde mit. Sie befürchten, dass die Methoden von Hundecoach Heini Meier die Laien unter den Hundehaltern im Fernsehpublikum ohne besseres Wissen zu Nachahmetäter machen könnten.

Strafanzeige eingereicht

Wie die Gruppe «Keine Gewalt an Hunden» am Samstag mitteilte, wurden die Anzeigen bei der Zürcher Staatsanwaltschaft deponiert. Hundecoach Heini Meier wird darin wiederholter Tiermisshandlung und der Redaktion «Leben live» Anstiftung zu Tiermisshandlung vorgeworfen.

In allen vier Hundecoach-Folgen seien Problemhunde ohne vorherige tierärztliche Abklärung und ohne kompetente Ursachenanalyse behandelt worden. Dabei kamen in Hundekreisen verpönte Mittel wie Kettenhalsband, Leinenruck und Stressausübung zum Einsatz. Diese Methoden würden dem Tierschutzgesetz, sämtlichen Lerntheorien und auch der ethischen Grundhaltung zum Hund als des Menschen besten Freund widersprechen.

Bei den Mitunterzeichnenden der Anzeigen handelt es sich laut Mitteilung um über 100 Fachleute, so beispielsweise den Zentralpräsidenten der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft Peter Rub.

SF lehnt Kritik ab und bringt Hunde-«Club»

Ein erster Vorstoss beim Fernsehen für eine sofortige Absetzung des Hundecoaches oder zumindest für eine konstruktive Kritik im besagten Sendegefäss wurde von der Chefredaktion abgelehnt. Damit verstösst das Fernsehen laut Ansicht der Gruppe «Keine Gewalt an Hunden» gegen seine eigenen Leitlinien und selber postulierten Verhaltensgrundsätze.

Immerhin ist man beim staatlichen Fernsehen den Hundefreunden entgegengekommen. Am kommenden Dienstag soll ein «Club» ausgestrahlt werden. Teilnehmen wird auch Hundecoach Meier. Ob die Kläger teilnehmen werden, ist noch offen.

Quelle: 20min.ch

Braunbär JJ3 ist nicht mehr

Was sich abgezeichnet hatte: Schweizer Jagen “JJ3″, der Bruder von Braunbär Bruno

Der Bär JJ3 ist gestern Abend im Raum Mittelbünden erschossen worden. Der Problembär hatte zuletzt jegliche Scheu vor Menschen abgelegt. Die Bündner Wildhut hat den Braunbären erlegt.

Er hatte sich in den letzten Wochen seine Nahrung systematisch in Siedlungen gesucht und trotz wiederholten Vergrämungsaktionen überhaupt keine Scheu mehr gezeigt, wie das Bundesamt für Umwelt heute mitteilte.

Der Bär JJ3 sei damit zum Sicherheitsrisiko für Menschen geworden. Die Verantwortlichen von Bund und Kanton Graubünden hätten deshalb entsprechend dem Konzept Bär Schweiz den Abschuss des Tieres beschlossen. Mit MJ4 lebt im Gebiet Engadin-Münstertal ein weiterer Bär im Kanton Graubünden, der sich bislang allerdings unauffällig verhielt.

Keine Überraschung

Der Abschuss des Braunbären «JJ3» durch die Bündner Wildhut ist keine Überraschung. Die Behörden haben wiederholt erklärt, das zweijährige männliche Tier müsse erlegt werden, wenn es nicht von Siedlungen ferngehalten werden könne.

Bevor Braunbär «JJ3» zur Strecke gebracht werden durfte, musste er vom «Problembären» zum «Risikobären» umklassiert werden. Diese Einstufung als ein Raubtier, das dem Menschen gefährlich werden kann, erfolgte in Absprache zwischen Bund und Kanton.

Mitte Dezember sagte Regierungsrat Stefan Engler, sollte «JJ3» auch nach dem Winterschlaf mehrfach in Siedlungen auftauchen, werde er getötet.

Das Amt für Jagd und Fischerei betrieb viel Aufwand, um dem ungebetenen Gast die Flausen auszutreiben. Als der Bär anfangs März sein Winterquartier verlassen hatte und sich im Albulatal, auf der Lenzerheide und in der Gegend um Savognin herumtrieb, blieben ihm Nacht für Nacht Wildhüter auf den Fersen.

«JJ3» wurde mit Gummischrot und Knallpetarden empfangen, wo immer er sich besiedeltem Gebiet und dessen Abfallkübeln näherte und gestellt werden konnte. Ein Halsband mit Sender, das ihm im Herbst verpasst worden war, ermöglichte es, seine Wanderungen zu orten.

Doch hatten die Aktionen wenig Erfolg. Engler erklärte deshalb anfangs letzter Woche, die Vergrämungen würden nur noch kurze Zeit fortgesetzt. Ein Angebot des Berner Tierparks Dählhölzli, Meister Petz Asyl zu gewähren, lehnte er ab. Das Einsperren sei keine Option, sagte auch Georg Brosi, Vorsteher des Amtes für Jagd und Fischerei.

Quelle: 20min.ch

Schweizer Jagen „JJ3“, der Bruder von Braunbär Bruno

Schweizer jagen Brunos Bruder

Problembär Bruno macht nur noch als ausgestopfte Museums-Attraktion von sich reden. Sein Bärenbruder terrorisiert derweil munter die Schweizer. Grund genug, ihn abzuschießen.

Die Eidgenossen haben im wahrsten Sinn des Wortes die Schnauze voll von „JJ3“, wie der Braunbär offiziell heißt. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge streift das Tier ausgehungert nach dem Winterschlaf durch die Region Mittelbünden. Dabei hinterlässt er ein Bild der Verwüstung. Der Bär reiße Schafe, plündere Bienenstöcke und terrorisiere Menschen.

Baltermia Peterelli, Gemeinden-Präsident von Mittelbünden, forderte in „Bild“ den Abschuss von „JJ3“: Sein Verhalten erinnert mich an Bruno („JJ1“). Er ist völlig abnormal, kennt keine Scheu und wird immer gefährlicher. Das ist schon Menschenquälerei.“ Bruno und „JJ3“ sind die Bärenkinder der ebenfalls extrem unberechenbaren „Jurka“ aus dem italienischen Trient.

Der Politiker sorgt sich sehr um das Wohl seiner Mitmenschen, weil sich der Bär einfach nicht einfangen lasse.

„Einheimische und Touristen müssen vor diesem bösen Bären geschützt werden“,

sagte Peterelli zu „Bild“.

Quelle: focus.de