Tier des Monats: Seepferdchen

Eine Besonderheit in der Tierwelt stellt wohl zweifelsfrei das Seepferdchen dar. Allein vom Aussehen, der Größe und der Lebensart, hat es sehr wenig mit einem Pferd gemein. Lediglich die Kopfform ähnelt einem Pferd.

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Das Seepferdchen ist eine Fischart und lebt ausschließlich im Meer. Obwohl es bis an die hundert verschiedene Arten gibt, sind die Tiere gefährdet. Da Seepferdchen sich im Seegras mit ihrem Wickelschwanz gut verankern können, ist der Rückgang der Seegraswälder und das Überfischen an der Populationsgefährdung schuld. Seepferdchen schwimmen aufrecht im Wasser und bewegen sich mit ihrer, wie ein Propeller arbeitenden Rückenflosse fort. Ihr Körper ist mit einem Hartschalenpanzer umgeben, weshalb sie kein Freßobjekt für andere Fischarten sind.

Ihre Fortpflanzung ist sehr bemerkenswert. Bei der Paarung tanzen Männchen und Weibchen mit ihren Schwänzen umschlungen und beim hin und her wiegen preßt das Weibchen seine Eier aus einer Legeröhre in den Brutsack des Männchens. Dieser Beutel enthält innen ein weiches, stark durchblutetes und gut gefüttertes Gewebe, was einer Plazenta gleichkommt und mehr als 400 Eier aufnehmen kann. Nur die Männchen tragen die Eier aus, bis sich die Larven voll entwickelt haben und durch Reiben des Brutbeutels an Steinen und Muscheln wird die zahlreiche Nachkommenschaft nach und nach ins Wasser entlassen.

Ihr Lebensraum ist das Flachwasser an Küsten in fast allen tropischen und gemäßigten Meeren. Mit ihrer röhrenförmigen Schnauze nehmen die wenige mm bis 30 cm großen Tierchen Plankton und Kleinkrebse als Nahrung auf.

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Tier des Monats: Maulwurf

Der Maulwurf ist nicht gerade ein gern gesehener Gast in unseren Gärten, wenn man von „Sehen“ überhaupt sprechen kann. Er lässt sich nämlich nicht sehen und der Tierfreund kann ihn nicht beobachten. Er ist Nacht aktiv und hinterlässt auf Rasen und Beeten seine kleinen, wohl bekannten Erdhügel. Der Maulwurf lebt in unterirdischen Gängen und Höhlen und verlässt sie nur bei großer Trockenheit und wenn im Erdreich keine Nahrung zu finden ist. Seine Nahrung sind wirbellose Tiere wie Regenwürmer oder Insektenlarven, Schnecken und Asseln. Das kleine Säugetier hat ein schwarzes, seidiges Fell und selten gibt es Albinos, die ein gelbliches Fell aufweisen. Im April bis Mai bringt das ca. 100 Gramm schwere Weibchen in ihrem unterirdischen, mit Gras und Blättern aus gepolsterten Nest, 2 bis 7 Junge zur Welt. Diese sind schon nach 5 Wochen erwachsen und selbständig. Maulwürfe graben mit ihren schaufelartigen Vorderbeinen in einem immer gleich bleibenden Rhythmus von ca. 3 bis 4 Stunden.

Dazwischen werden Ruhepausen eingelegt, oder die schon fertigen Gänge werden inspiziert. Man hat festgestellt, dass er das 20fache seines Körpergewichts hochstemmen kann. Die kleine spitze Schnauze des Maulwurfs ist sehr empfindlich und mit einem hochsensiblen Geruchs-und Tastsinn ausgestattet. 44 Zähnchen befinden sich im Kiefer. Seine kleinen Augen sitzen verborgen im Fell und haben erstaunlicherweise nur eine einzige zellenförmige Linse. Die Tiere sind nicht, wie oft irrtümlich angenommen, blind. Der Maulwurf hält auch interessanterweise keinen Winterschlaf und steht streng unter Naturschutz.

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Tier des Monats: Griechische Landschildkröte

Die Griechische Landschildkröte ( Testudo hermanni) ist eine von drei Landschildkrötenarten, die im europäischen Teil des Mittelmeerraumes beheimatet ist. Sie ist von Spanien, über Südfrankreich, Italien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien bis in den europäischen Teil der Türkei verbreitet.

Sie können ähnlich dem Menschen ein sehr hohes Alter erreichen. Die Griechische Landschildkröte gehört zu den kleinen, bis mittelgrossen Schildkrötenarten. Sie erreicht eine Grösse von etwa 20 Zentimetern. Sie hat einen starren Bauchpanzer. Der Rückenpanzer ist mässig stark gewölbt. Sie gehört zur Gattung der Testudo, so wurden sie 1758 von Carl von Linné bezeichnet. Griechische Landschildkröten sind tagaktive Reptilien, die sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernähren und auf die Zufuhr von Sonnenenergie angewiesen sind.

Da sie zu den wechselwarmen Tieren gehören, können sie ihre Körperwärme nicht selber erzeugen. Sie müssen selber dafür sorgen, dass sie genug Wärmezufuhr bekommen, indem sie von schattigen, zu sonnigen Plätzen wechseln. Auf ihren Wanderungen zur Futtersuche legen Schildkröten täglich etwa Entfernungen von 80 bis 400 Metern zurück. Sie besiedeln fast alle Vegetationsformen im Mittelmeerraum bis in eine Höhe von etwa 1500 Metern. Sie nutzen teilweise Reviere von bis zu 1,8 Hektar und mehr. Griechische Lanschilkröten fallen im Regelfall in der freien Natur in eine Winterstarre, die von November, bis März oder April andauern kann.

Tier des Monats: Flamingo

Der Flamingo ist eigentlich von der Farbe Rosa. Es gibt bei dieser Tierart Unterschiede in der Farbe, manche sind weiß, andere sind hellrosa und andere wiederum kräftig rosa. Warum ist das so? Die Antwort ist ganz einfach. Flamingos ernähren sich von freischwimmenden Krebstieren, Kleinmuscheln, Einzellern, Algen und anderem.
Die genannten Lebewesen, besonders Krebstiere und Algen, enthalten Carotinoide, welches von den Flamingos aufgenommen wird und für die Färbung des Gefieders von Bedeutung ist. Je mehr Carotinoide aufgenommen werden, umso intensiver ist die Farbe des Flamingos. Sie spielt bei der Partnerwahl eine große Rolle. Ein Flamingo, der ein kräftiges Rosa seines Gefieders besitzt, wird eher als Partner gewählt, er gilt als ein besserer Elternteil. Das kräftige Rosa steht nämlich für einen gut versorgten und starken Flamingo.
Ein hellrosa oder weißes Gefieder besitzen meistens Flamingos, die in Gefangenschaft leben oder Jungtiere.
Das Chamäleon ist ein wahrer Verwandlungskünstler. Innerhalb von Sekunden ändert es seine Farbe. Früher hatte man angenommen, dass sich die Chamäleons verwandeln, um sich zu tarnen. Aber nein, so ist es nicht. Sie ändern ihre Farbe, um mit Artgenossen zu kommunizieren, ihrer Stimmung oder körperlichen Verfassung Ausdruck zu verleihen. Besonders auf der Partnersuche erscheinen die Männchen in den buntesten Farben, damit locken sie die Weibchen an und schrecken ihre Rivalen ab.

Tier des Monats: Portugiesischer Wasserhund – Cao de Agua

Es wird wiedermal Zeit das Tier des Monats vorzustellen. In diesem Monat handelt es sich um einen  Hunderasse, den portugiesischen Wasserhund oder Cão de Agua Português.

Aktuelles zu dieser Rasse: Präsident Obama hat seinen Töchtern einen Hund versprochen und in der portugiesische Wasserhund steht, zusammen mit der Rassekreuzung Labradoodle, in der engeren Wahl.

Der Portugiesische Wasserhund:

portugiesischer-wasserhund Der Cão de Agua Português ist eine anerkannte portugiesische Hunderasse.

Er unterstütze die Fischer in allen Aufgaben und wurde früher fast an der gesamten Küste Portugals eingesetzt. Er bewachte Boot, Gerätschaft und Fang, er roch die Fischschwärme und zeigte diese an, sprang ins Wasser und trieb die Fische ins Netz, half beim Einholen der Netze und hielt die Verbindung von Boot zu Boot und zum Festland. Ein richtiger Wasserhund eben.

Heute wird der portugiesische Wasserhund hauptsächlich als Haus- und Hofhund gehalten. Seine speziellen Eigenschaften durch die ursprüngliche Verwendung aber hat er beibehalten. So ist sein Fell hervorragend angepasst und wasserabweisend. Es ist sehr dicht, besitzt jedoch keine Unterwolle. Vorteil:  der portugiesische Wasserhund haart nicht so sehr! Er hat zwar wie andere Hunde auch Fellwechsel, verliert aber außerhalb des Fellwechsels keine Haare.

Der Cao de Agua ist ein mittelgrösser, kräftiger Hund. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 50-57 cm, Hündin werden 43-52 cm hoch. Sein Gewicht schwankt je nach Körpergröße von 17-25 kg.

Den Wasserhund gibt es in  zwei Haarvarianten: gewelltes Langhaar und kürzeres gekräuseltes Haar. Es ist entweder Ein- oder Mehrfarbig. Einfarbige Hunde sind meist schwarz, seltener braun oder weiß. Die Farben kommen dabei in unterschiedlichen Nuancen vor. Die Mehrfarbigen Hunde zeigen Mischungen von Schwarz oder Braun mit Weiß. Das Fell benötig viel Pflege.

Der temperamentvolle Hund wird als stolz, eigenwillig und aufmerksam beschrieben. Er zeichnet sich durch eine hohe Lernfähigkeit aus, lernt neue Kommandos schnell und gilt als zuverlässig. Durch sein intelligentes Wesen ist er sehr Vielseitig und findet so zum Beispiel auch in vielen Hundesportarten Verwendung.

Wie es für einen Wasserhund üblich ist, liebt er das Wasser und auch sportliche Beschäftigung im kühlen Nass.

Tier des Monats: Chinchilla

chinchillas-0151.jpgChinchillas sind kleine Nagetiere die ursprünglich aus den Anden in Südamerika kommen, die freilebende Chinchilla Population gilt heute als gefährdet.

Chinchillas erreichen eine Körperlänge von 22 cm-38 cm (ohne Schwanz) und ein Gewicht zwischen 500 g und 800 g. Früher als Pelztiere gezüchtet werden sie heute als nachtaktive Haustiere immer beliebter. Doch die kleinen Nager sind nicht für jeden geeignet und sind relativ anspruchsvoll in der Haltung.

Die geselligen Tiere müssen unbedingt zusammen mit Artgenossen gehalten werden, eine Einzelhaltung ist nicht artgerecht! Chinchillas benötigen viel Platz, ein großräumiger Käfig ist daher ein absolutes Muss. Er sollte mindestens 1,5m lang, 0,6cm tief und 1,5m hoch sein, leider gibt es in keinem Zoohandel einen Käfig der diesen Massen entspricht. Spezielle Käfige in dieser Größe kann man aber im Internet bestellen, selber bauen oder bauen lassen. Der Käfig sollte mit vielen Sitz- und Springbrettern aus unbehandelten Holz ausgestattet sein, da die bewegungsfreudigen Tiere sehr gerne springen. Bei einem sehr hohen Käfig empfiehlt es sich eine zweite Ebene in den Käfig einzubauen.

Pro Chinchilla sollte ein Häuschen eingebaut werden, so haben sie tagsüber eine Rückzugsmöglichkeit um in Ruhe zu schlafen. Da Chinchillas nachtaktiv sind brauchen sie tagsüber viel Ruhe und sollten vor Lärm und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Bei Dämmerung werden die Nager erst richtig munter, über Nacht können sie auch ziemlich laut werden. Stubenrein werden Chinchillas nicht, ihre Kotabgabe können sie nicht steuern, deshalb entsteht auch ziemlich schnell Dreck. Der Käfig muss jede Woche komplett gesäubert werden, sie Bretter sollten aber täglich abgefegt werden.

Unabdingbar ist ein Sandbad mit dem richtigen Sand. Den brauchen Chinchillas um ihr Fell zu reinigen und Stress abzubauen. Hier sollte unbedingt auf den richtigen Sand geachtet werden, er muss sehr fein und Quarzfrei sein. Am besten kauft man einen speziellen Chinchillasand oder Attapulgus Sand. Grober Vogelsand kann das samtige Fell schädigen.

Chinchillas sind keine Tiere zum streicheln, festhalten oder hochnehmen, sie werden zwar zahm aber die wenigsten lassen sich gerne anfassen. Chinchillas sind eher Tiere zum beobachten.

p1020006.jpgBei der artgerechten Ernährung scheiden sich die Geister. Einige bevorzugen es ihre Chinchillas hauptsächlich mit speziellen Chinchilla Pellets und Heu zu füttern. Andere wiederum halten das für viel zu einseitig und füttern ihren Tieren getrocknete, teilweise auch frische Kräuter, Äste und Blätter. Frischfutter ist nur bedingt geeignet und sollte wenn nur sehr selten gegeben werden. Getrocknete Äste wie Apfel- oder Birnenäste sind für Chinchillas sehr gut geeignet, da sie im getrockneten Zustand sehr hart sind können die Tiere dort ihren Nagedrang befriedigen, außerdem fördert es den Zahnabrieb. Heu ist ein absolutes Muss und sollte immer zur Verfügung stehen, dass rohfaserhaltige Futter dient ebenfalls dem Zahnabrieb. Getrocknete Kräuter, Blätter und Blüten nehmen Chinchillas gerne an und bieten Abwechslung.

Tier des Monats: Catahoula Leopard Dog

catahoula-leopard-dog2.jpgAb heute starten wir mit dem „Tier des Monats“ auf Tierblog.de. Ab sofort wird jeden Monat ein Tier bzw. eine Rasse vorgestellt.

Der faszinierende Catahoula Leopard Dog ist unser erstes Tier des Monats. Die Rasse aus den USA ist bisher nicht von der FCI anerkannt und wird nur selten in Europa gezüchtet. Der vielseitig einsetzbare Gebrauchshund wurde ursprünglich für die Jagd auf Wildschweine gezüchtet, aber auch zum treiben von Rinderherden eingesetzt. Durch seinen hervorragenden Geruchssinn, seiner Ausdauer und Schnelligkeit findet er heute auch in vielen anderen Bereichen Verwendung. Auch für Hundesport ist der Leopard Dog zu haben und kann dort durchaus gute Ergebnisse erzielen.

Als Familienhund ist diese Rasse nur bedingt geeignet, als richtiger Gebrauchshund braucht der Catahoula „Arbeit“.

Der selbstsichere Hund ist intelligent und lernt sehr schnell dazu, was die Erziehung nicht immer einfach macht, denn er lernt so auch die Schwächen seiner Besitzer für sich auszunutzen.

Trotz seines kurzen Fells ist er sehr robust, schlechtes Wetter und kalte Winter machen ihm nicht viel aus.

Er kommt in den Farben blue und red merle vor, sowie einfarbig rot oder schwarz mit weißen Abzeichen oder black and tan. Die Augen können blau, braun oder grün sein.

Wie alle Rassen die eine Merle-Zeichnung haben, besitzen auch Merle-farbene Catahoulas den Merle Faktor. Das ist ein Gendefekt der für die gesprenkelte Fellzeichnung verantwortlich ist. Träger dieses Gendefekts dürfen keinesfalls mit einander verpaart werden, da sonst zu Missbildungen und Totgeburten kommen kann. Merlefarbene Hunde dürfen nur mit normalfarbenen Hunden verpaart werden. Bei der Wahl des Züchters sollte also unbedingt auf die Kompetenz geachtet werden.

Rüden erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 66 cm und können 44 kg schwer werden. Hünndinen werden maximal 61 cm bei einem Gewicht von 25 kg. Hündinnen sind also deutlich schlanker gebaut als die männlichen Catahoulas.

Catahoula Bulldog:

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In den USA gibt es den, hier fast unbekannten, Catahoula Bulldog, bei dem es sich um eine Kreuzung zwischen American Bulldog und Catahoula Leopard Dog handelt. Ein sogenannter Designerhund. Diese Hunde haben gesundheitliche Probleme, die aus der unsachgemäßen Verpaarung mit merle Tieren hervorgehen. Tiere mit über 80% weissanteil der Fellfarbe sind anfälliger für Krankheiten.

Rassebeschreibung: Catahoula Bulldog