Tier des Monats: Griechische Landschildkröte

Die Griechische Landschildkröte ( Testudo hermanni) ist eine von drei Landschildkrötenarten, die im europäischen Teil des Mittelmeerraumes beheimatet ist. Sie ist von Spanien, über Südfrankreich, Italien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien bis in den europäischen Teil der Türkei verbreitet.

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Sie können ähnlich dem Menschen ein sehr hohes Alter erreichen. Die Griechische Landschildkröte gehört zu den kleinen, bis mittelgrossen Schildkrötenarten. Sie erreicht eine Grösse von etwa 20 Zentimetern. Sie hat einen starren Bauchpanzer. Der Rückenpanzer ist mässig stark gewölbt. Sie gehört zur Gattung der Testudo, so wurden sie 1758 von Carl von Linné bezeichnet. Griechische Landschildkröten sind tagaktive Reptilien, die sich vorwiegend von pflanzlicher Kost ernähren und auf die Zufuhr von Sonnenenergie angewiesen sind.

Da sie zu den wechselwarmen Tieren gehören, können sie ihre Körperwärme nicht selber erzeugen. Sie müssen selber dafür sorgen, dass sie genug Wärmezufuhr bekommen, indem sie von schattigen, zu sonnigen Plätzen wechseln. Auf ihren Wanderungen zur Futtersuche legen Schildkröten täglich etwa Entfernungen von 80 bis 400 Metern zurück. Sie besiedeln fast alle Vegetationsformen im Mittelmeerraum bis in eine Höhe von etwa 1500 Metern. Sie nutzen teilweise Reviere von bis zu 1,8 Hektar und mehr. Griechische Lanschilkröten fallen im Regelfall in der freien Natur in eine Winterstarre, die von November, bis März oder April andauern kann.

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Flossen-Prothese für Schildkröte

Künstliche Flosse für Allison

Nach einer Attack eines hungrigen Raubtiers, hat die Meeresschildkröte Alisson nur noch 1 von ihren ursprünglich 4 Flossen. Touristen fanden das Tier am Strand und brachten die Schildkröte in die Rettungsstation im texanischen South Padre Island (USA).

Dort wird Allison seit mittlerweile zwei Jahren aufgepäppelt. Die Retter um Jeff George setzen grosse Stücke auf sie: Die Meeresschildkröte könnte die erste ihrer Art sein, die mit einer Flossen-Prothese wieder seetauglich gemacht wird!

Momentan kann das arme Tier höchstens im Kreis schwimmen und zum Atmen muss sie ihren viereinhalb Kilo schweren Körper mit dem Kopf vom Boden ihres Beckens abdrücken. Jetzt soll Allison zur bionischen Schildkröte werden (nein kein Ninja Turtle). Ein Experten-Team der Prothesen-Spezialistin Sudarat Kiat-amunay, aus der Uni Texas, meldete sich freiwillig um eine künstliche Flosse links hinten an der Schildkröte zu befestigen. Dies ist möglich da Allison dort einen knöchernen Stumpf besitzt, dieser könnte evtl. die Proteste halten und ist auch soweit von Allisons Mund entfernt, so dass sie die Proteste nicht abbeissen kann.

Die künstliche Flosse soll aus dem gleichen Material (Silikon) gefertigt werden wie sie auch bei Menschen zum Einsatz kommt. Es wird zuerst getestet wie sich die Flosse bei Meerwasserbedingungen verhält. Der Aufwand erscheint doch recht gross zur Rettung einer einzelnen Schildkröte jedoch ist Kiat-amunay äussert motiviert und hofft zukünftig auch weiteren Schildkröten helfen zu können.

Allison wäre die erste Schildkröte mit einer Prothese, jedoch nicht das erste Tier. Es gibt 2 Delphine (in Japan+Florida) die bereits künstliche „Körperteile“ besitzen.

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