Skandal in Fressnapf-Filiale Köln-Lindweiler

Geständnis durch Filialleiter

Gas-Skandal in einer Kölner Fressnapf-Filiale. Am Mittwoch gestand Filialleiter Achim J. vermeintlich kranke Agaponiden, Nymphen- und Wellensittiche vergast zu haben, nachdem die Zeitung EXPRESS über das grausame Töten von 90 Vögeln in einer Fressnapf-Filiale in Köln berichtete.

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Der Käfig als Todesfalle.

In einem Müllbeutel eingepackt „entsorgten“ Mitarbeiter der Tierhandlung fast 100 vermeintlich kranke Vögel im Auftrag des Chefs, in dem aus einem Schlauch tödliches CO2-Gas einströmte. Einige Dutzend Tiere wurden auch in einen Eimer mit Deckel gesteckt, auf diese Weise vergast. Eine medizinische Behandlung der Tiere war dem Chef zu teuer.

Die „Fressnapf“-Zentrale griff hart durch.

Mit dem Veterinäramt ermittelten sie direkt vor Ort. Am Mittwoch nun gestand der Filialleiter die Vorwürfe und wurde per sofort entlassen.

„Herr Achim J. hat heute gegenüber den Tierärzten des Veterinäramtes Köln zugegeben, dass die im EXPRESS erhobenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen. Er hat damit die Beschuldigungen gegen ihn in vollem Maße eingeräumt“,

sagt „Fressnapf“-Sprecher Achim Schütz.

Und weiter:

„Auf Drängen der Fressnapf-Zentrale wird Herr J. aus den Vorgängen Konsequenzen ziehen und den Markt verkaufen. Die Leitung des Marktes übernimmt ab sofort die Fressnapf-Zentrale.“

Filialleiter J. steht derzeit total neben sich. Er erklärt sein „unentschuldbares Verhalten“ als „Kurzschlusshandlung“:

„Ja, ich habe die Tiere vergast. Das hätte nicht geschehen dürfen, doch bedauerlicherweise kann ich das nicht rückgängig machen.“

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn – wegen unerlaubten Tötens von 93 Sittichen.

Weitere Artikel:
Bericht 31.03.2008
Bericht 01.04.2008
Bericht 02.04.2008

Gefunden via crusta.de

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2 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Alex's Gravatar

    Autor: Alex | Datum: 3. April 2008 um 14:51

    Für mich ist der Fressnapf ja schon im letzten Jahr gestorben, nachdem ich entdeckt habe, dass man dort Deko-Artikel aus Echtfell – zu allem Überfluss auch noch „Made in China“ verkauft. Ich hatte hier darüber berichtet:

    http://alexdogblog.blogspot.co.....snapf.html

    Auf eine Stellungnahme dazu, warum Fressnapf die grausame Tierquälerei in China unterstützt bzw. sich indirekt zum Auftraggeber dieser Tierquälerei macht, indem er die völlig sinnlosen Echtfellprodukte vertreibt, warte ich übrigens heute noch vergeblich. Trotz mehrmaliger Anfrage hat man es nicht für nötig befunden darauf zu antworten.

    Fressnapf? Nein Danke! Es gibt wirklich bessere Geschäfte! An uns verdient dieses skrupellose Pack jedenfalls keinen Cent mehr.

  2. Svenja's Gravatar

    Autor: Svenja | Datum: 6. April 2008 um 17:08

    Das mit dem Echtfell habe ich auch gehört. Deswegen ist der Fressnapf jetzt keine Anlaufstelle mehr für mich. Generell halte ich wenig von der Möglichkeit, Tiere einkaufen zu können als seien sie Ware, denn hier geht es sehr oft und nicht nur im Fressnapf nicht mit rechten Dingen zu. Ein Tierleben ist heutzutage kaum noch etwas wert. Maximal ein paar Euro.
    Ich kann über derartige Neuigkeiten nur den Kopf schütteln.

    Liebe Grüße, Svenja.

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