Tiernahrung – Trend zu Billigfutter

Der Umsatz bei Tiernahrung habe im vergangenen Jahr nur noch um 0,4 Prozent zugelegt, berichtete der Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), Klaus Oechsner:

Anzeige:

„Gerade in den vergangenen Monaten war das deutlich zu beobachten: Die Leute greifen eher zu billigerem Futter“.

Die Hersteller führen dies unter anderem auf die zwischen 5 und 15 Prozent gestiegenen Endverbraucherpreise für Hunde-, Katzen und Kleintierfutter zurück. „In den kommenden Monaten sind aufgrund der gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise weitere Preiserhöhungen nicht auszuschließen“, kündigte der Vorsitzende des Industrieverbandes Heimtierbedarf an. Vor allem die Verteuerung von Getreide um bis zu 50 Prozent habe den Herstellern von Tierfertignahrung zugesetzt.

Viele Zoohandlungen haben mit Umsatzverringerung zu kämpfen und versuchen diese mit Spezialfutter etwa für ältere oder kranke Tiere auszugleichen. Eine wachsende Rolle spielt Bionahrung für Haustiere. Tierfreunde, die es sich leisten könnten, griffen auch immer öfters zu biologisch erzeugter Katzen- oder Hundekost.

Bei der Tiernahrung ist der Markt gespaltenen: Die einen setzen auf Billigprodukte und die anderen verlangen Spitzenprodukte!

Angesichts des anhalten Trends zur Kleinfamilie und der wachsenden Zahl Alleinlebender rechnet die Branche mit einer zunehmenden Zahl von Katzenhaltern in Deutschland. Die Zahl der Hauskatzen dürfte bis zum Jahr 2010 von 7,9 auf 8 Millionen steigen, prognostizierte IHV-Vertreter Müller unter Berufung auf entsprechende Marktuntersuchungen. Dagegen rechnet die Branche mit einer sinkenden Zahl von Hunden – und zwar von jetzt 5,3 auf 5,1 Millionen im Jahr 2010. Grund sei das sinkende verfügbare Einkommen vieler Haushalte.

(Quelle: ksta.de)

Leider gilt „Geiz ist geil“ mittlerweile auch für viele Haustierbesitzer, dass ist bereits seit dem Boom der Billigwelpen bekannt. Sparen kann man mit dieser Einstellung jedoch nicht. Letztlich hat es doch Einfluss auf die Gesundheit des Tieres und das Geld was mit Futter und Anschaffungskosten vermeintlich gespart wurde, wird in Tierarztkosten investiert.

Anzeige:

Teilen:




Trackback URL | Tags: | | | |

Ähnliche Artikel:

8 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Sabine Tschida's Gravatar

    Autor: Sabine Tschida | Datum: 31. Mai 2008 um 13:05

    Ich finde man sollte beim Kauf von tierfutter nicht auf den Preis sondern eher auf die Qualität achten. Es kommt auch auf die Tierart an, ich habe Koifische und denen billiges Fischfutter zu füttern würde sehr schlecht für deren Gesundheit sein.

  2. Bernd Sonnenschutz's Gravatar

    Autor: Bernd Sonnenschutz | Datum: 3. Juni 2008 um 13:53

    Also ich kaufe für meinen Hund auch immer halbwegs gutes Futter, nicht das teuerste aber auch nicht das was zu 90% aus Asche besteht obwohl er das bestimmt auch freseen würde.
    Man sollte auch bei seinem Haustier auf Qualität achten.
    Selber issr man ja auch nicht jeden Mist

    Gruß Bernd

  3. Manuel's Gravatar

    Autor: Manuel | Datum: 10. Juni 2008 um 14:22

    Nun – ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann ich verstehen, wenn man kein Futter geben will, was mehr kostet (auf das Kilo gerechnet) als man als „Dosenöffner“ für sich selbst ausgibt. Im Frostablog gab es dazu vor einiger Zeit eine interessante Rechnung:
    http://www.frostablog.de/blog/.....undefutter

    Auf der anderen Seite ist Billigfutter auch nicht die Lösung. Leider gibt´s zwischen Premium und Lowbudget irgendwie nix mehr…

  4. Ute's Gravatar

    Autor: Ute | Datum: 22. Juni 2008 um 22:11

    das ganze ist auch Augenwischerei…
    den das Billigfutter ist lanhe nicht so hochwertig wie ein gutes Futter -> fazit mann muss mehr davon füttern und schwup ist der Preisvorteil schon fast aufgebraucht.

  5. jimi's Gravatar

    Autor: jimi | Datum: 24. Juni 2008 um 17:22

    Hallo

    bin im Bereich Aquaristk (Koi) tätig und beobachte bedauerlicherweise auch eine Überschwemmung von Billigfutter.
    das Futter ist teils so schlecht das bei Untersuchungen von Fachtierärtzen festgestellt wurde das Tiere trotz regelmäßiger Fütterung an Energiemangel gestorben sind.
    ein gutes Futter muss nicht unbedingt das teuerste sein, aber das billigste ist bestimmt nicht das beste.

  6. Ellen's Gravatar

    Autor: Ellen | Datum: 3. Juli 2008 um 15:18

    Ich füttere kein Billigfutter, weil die meisten Firmen mit Zucker oder Zuckerähnlichen Substanzen das Produkt haltbar machen. Das ist ein billiger Konservierungsschutz und schadet nur dem Tier.
    Ich hatte eine Zuckerkranke Katze und weiß wovon ich spreche.

  7. Pandora's Gravatar

    Autor: Pandora | Datum: 3. Januar 2009 um 20:59

    Hallöchen!

    Mit Sicherheit ist billiges Tierfutter nicht immer das Schlechteste. Aber meine Miezen treffen eigentlich meistens die Entscheidung, welches Futter gekauft wird. Die Süßen fressen eben lieber was Teureres. Sind eben richtige Luxus-Bienchen. 🙂 Was biligeres wird zwar auch mal gefressen, aber nach wenigen Tagen wird dann schon wieder die Nase gerümpft. 🙂

  8. Dago's Gravatar

    Autor: Dago | Datum: 4. Dezember 2010 um 10:43

    Ich beobachte auch immer mehr den Trend, dass billiges Futter gekauft wird. Und das nicht nur für die Tiere. Viele Menschen haben keine Wahl und müssen sich und ihre Tiere möglichst billig ernähren. Aber mit etwas Eigenleistung kann das dennoch gesund sein.
    Die meisten Menschen gönnen ihrem Auto das beste Vollsynthetiköl und kaufen für sich und ihre Lieblinge das Billigste. Das kann ich nicht verstehen.

Einen Kommentar schreiben